Benutzerbild von pu_king81

Hallo,

hier erstmal die Vorgeschichte: http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/16317
(ich bin mir nun ziemlich sicher dass es ein Problem mit dem ISG ist -> Aerzte im Bekanntenkreis)

Aus Vernunftsgruenden bin ich nun das Lauftraining in den letzten zwei Monaten ruhiger angegangen auch wenn ich es nicht ganz aufgegeben habe. Desweiteren habe ich mir bis Silvester Aspirin eingeworfen um die Entzuendung zu unterdruecken (und/oder als Placebo). Die Rueckenschmerzen haben in der Folge signifikant nachgelassen.
Um das neue Jahr einzuleiten habe ich mir nun an Silverster den 10km Lauf in Kempten gegoennt und wenn man meinen Trainingszustand bedenkt auch ganz gut dabei abgeschnitten. Die etwas verstaerkten Schmerzen im Ruecken am Silvesterabend waren auch nicht staerker als sonst und am naechsten Morgen so gut wie wieder verschwunden.
Ich bin jetzt dazu uebergegangen kein Asprin mehr zu nehmen und wollte die ersten 14 Tage im Jahr ueberhaupt nicht Laufen um mal zu gucken wie sich die Geschichte entwickelt. Nun habe ich mir aber Plaene fuer das neue Jahr gemacht und wollte Mitte Januar mit dem Training beginnen. Meine Frage an Leute mit Erfahrung mit dem ISG: Worauf muss ich achten bzw. wie gehe ich die Geschichte am geschicktesten an?

Gruss,
pu

Einrenken und KG

Lass' dich unbedingt schnellstmöglich vernünftig einrenken und Krankengymnastik aufschreiben, wo dein ISG mobilisiert wird. Wenn das ISG zu lange in der Blockade hängt, verspannen sich die Muskeln drumrum und ziehen das ISG wieder in die Blockade. Drum: Einrenken und gleich Krankengymnastik. Lass' dir da ein paar Übungen zeigen, wie du dein ISG selber mobilisieren kannst. Falls da dann noch eine Entzündung sitzt, kannst du ein paar Tage etwas gegen die Entzündung nehmen. Ansonsten Wärme in den Rücken, das entspannt die Muskeln drumrum. Langfristig: Rumpfstabilisierung zur Vorbeugung!

Ich bin Montag eingerenkt worden. Und laufen werde ich erst wieder, wenn ich keine Schmerzen mehr habe, damit sich das wegen einer blöden Ausweichbewegung nicht gleich wieder verklemmt. Da ich aber sehr zeitnah zum Einrenken bin (Sonntag verklemmt, Montag eingerenkt), wird's hoffentlich morgen wieder gut sein! Außerdem habe ich bunte Tapes auf den Rücken und die Hüfte geklebt bekommen und war gestern zur Krankengymnastik. Morgen wieder.

Vor etwas über einem Jahr hatte ich das schon mal, bin zu schnell wieder gelaufen und schwupps, war es wieder verklemmt. Dann habe ich Krankengymnastik und Akupunktur bekommen und bin erst wieder gelaufen, als ich schmerzfrei war. Und es hat über ein Jahr gehalten. Hatte die letzten Monate die Rumpfstabi etwas vernachlässigt und die Scheißkälte hat wohl auch dazu beigetragen dass ich es mir wieder verklemmt hatte. Wenn man anfällig dafür ist, vor dem Laufen immer warm machen und dabei das ISG mobilisieren, damit der Bereich gut durchblutet ist. Lass' dir von deinem Physiotherapeuten dafür ein paar Übungen zeigen!

:-) cc

Danke fuer Deine Antwort

Woran erkenne ich denn dass das ISG blockiert ist? Im Netz liest man ja ne Menge darueber. Ich habe aber noch keine ordentliche Definition von "Blockade" gefunden.

Was die Bewegungsfaehigkeit angeht wuerde ich sagen dass alles in Ordnung ist und nichts verklemmt. Meiner Meinung nach steckt da im Gelenk halt die Entzuendung bzw. ist ein Nerv noch gereizt.

(Ich habe auch die Theorie aufgestellt dass die ganze Geschichte mit der Grippeschutzimpfung zusammen haengt. Ein Freund, ein Dr. med., erzaehlte mir dass es sowas wie ne "Gelenkgrippe" gibt (was aber nichts mit der Influenza zu tun haben muss). Ich habe mich dieses Jahr zum ersten Mal impfen lassen und zwar zwei Wochen bevor die Probleme begannen. Nach der Impfung war ich dann ein paar mal Laufen bei nasskaltem Wetter und mein Idee ist dass dann das Immunsystem ausgetickt ist... is aber wie gesagt nur sone Theorie von mir, die Belastung durchs Training hat wahrscheinlich mehr Anteil)

Gruss,
pu

Selbstdiagnose.....

Ursache & Diagnose

Störungen in diesem gelenkartigen Bereich sind überwiegend auf Fehlhaltung der Wirbelsäule, Abnutzungserscheinungen oder Beinverkürzung zurückzuführen. Durch diese Indikatoren kann es zu einer Blockierung im Iliosakralgelenk kommen. Die Blockierungen können aber auch als sog. Begleitblockierungen bei Lendenwirbelerkrankungen auftreten. Meist besteht gleichzeitig auch ein sog. Beckenringsyndrom. Neurologische Ausfälle bestehen nicht.

Ansonsten sind Iliosakralgelenkerkrankungen auf Entzündungen, hpts. rheumatischer Ursache, zurückzuführen. Hauptsächlich ist dies bei Morbus Bechterew der Fall, wo es zu röntgenologisch typischen Veränderung der Iliosakralgelenke kommt. Entzündlich-rheumatische Ursachen können darüber hinaus auf die Schuppenflechte, Virus- oder bakterielle Erkrankungen und auch Magen-/Darmerkrankungen zurückzuführen sein.
Zur Diagnose sind daher auch Blutuntersuchungen notwendig, ebenso Röntgenbilder bzw. Computertomographie (CT) und evtl. auch ein Knochenszintigramm, das speziell entzündlichen Knochen- und Gelenkveränderungen sichtbar macht.

Adieda
Spindoc
Der mit dem Hund läuft!

Aber was soll man machen

Man kommt nicht umhin sich "schlau" zu googeln ;-).

Morbus Breschnew (auch komme ich nicht umhin diesen Begriff jedesmal falsch auszusprechen bzw. falsch zu schreiben, is halt meine Eselsbruecke ;-) kann ich so gut wie ausschliessen kommt es doch nicht in der Familie vor.

Wie auch immer, muss mich sowieso nochmal beim Onkel Dr. zurueck melden wenn ich ausm Urlaub zurueck bin ...

P.S.: das definiert aber immer noch nicht den Begriff "Blockade"

Arzt

Gehe zum Arzt, ein guter Orthopäde kann das ganz leicht feststellen. Bei mir äußert sich eine Blockade durch starke Schmerzen im unteren Rücken - mehr auf einer Seite. Man kann noch Laufen - aber es tut eben weh. Das ISG ist nur ein kleines Gelenk mit kleinem Spiel, kann aber dennoch großes Aua machen ;-) Wenn die Blockade länger besteht, ist eine begleitende Entzündung wahrscheinlich.

Mein Orthopäde hat sich meinen Rücken/Hüfte angeschaut, ich musste ein paar Schritte gehen - auf Zehenspitzen, ferse und normal, dann hüftbreit stehen und mich langsam nach vorne beugen (da sieht der Fachmann wohl, dass eine Seite eher losgeht als die andere), dann hat er bei mir im Liegen noch die Beine gecheckt, ich musste mich aufsetzen (Beine gestreckt lassen), ja und dann auf die Seite legen und er hat das eine Bein genommen und das ganze zurechtgerückt.

Wie gesagt - guter Orthopäde und dann Physio. Wenn du einen guten Physiotherapeuten kennst, kannst du auch erst mal da hin gehen, eine Blockade kann der auch erkennen und dir ggf. einen guten Arzt empfehlen!

:-) cc

Das eine hoert sich wie das Vorlaufphaenomen an

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Rueckenschmerzen/Diagnose/Iliosakralgelenk-Syndrom-Diagn-9560.html
(die Seite enthaelt auch sonst noch Infos zum ISG)

Gruss,
pu

ISG Blockade

Der weg zum Arzt ist sicherlich nicht verkehrt. Zur Diagnostik : in der Physiotherapie gibt es verschiedene Methoden, eine ISG Blockade festzustellen (Vorlaufphänomen). Aus Rückenlage oder im Sitzen/Stehen lässt sich bei geeigneter Bewegung feststellen, ob und auf welcher Seite es "klemmt". Ist bei netdoktor ja auch umfangreich beschrieben.

Zum Lösen gibt es für Masseure/Phyios im Bereich der Manuellen Therapie Möglichkeiten, genauso wir ein entsprechend ausgebildeter Arzt in der Lage ist eine solche Blockade zu lösen.

Weitere Untersuchungen wie CT, Röntgen etc sollten sich bei geeigneter Physiotherapie eigentlich meistens vermeiden lassen

yep!

Bei meinen ISG-Blockaden musste ich nie in die Röhre oder zum Durchleuchten! Wichtig ist halt, einen guten Arzt oder Physiotherapeuten zu haben!

:-) cc

Aber wie wuerdet ihr nun trainieren

Noch mal vielen Dank fuer die Infos. Nun noch eine letzte Frage: Wie wuerdet ihr nun anfangen zu trainieren. Ich habe mir, wie schon oben erwaehnt, fuer 2009 zwei Ziele gesetzt, eins fuer die 10000m und eins fuer die 21095m. Leider ist der Trainingsplan hammerhart.

Gruss,
pu

Erst mal schmerzfrei

Wichtig ist, dass du erst mal schmerzfrei wirst. Dann unbedingt Rumpfstabilisation machen - 2-3x/Woche sollte es schon sein. Also Übungen für Rücken und Bauch.
Beim Lauftraining sachte einsteigen und langsam steigern. Immer auf den Körper hören! Regeneration nicht vergessen. Das kann man z.B. mit Sauna gut unterstützen.

:-) cc

Grob schmerzfrei bin ich

War heut wieder laufen (15km), der Ruecken hat das ganz gut weggesteckt merke ich doch keine besonderen Aenderungen was das Gefuehl da hinten angeht. Bin also einigermassen guter Dinge.

Ich muss aber dazu sagen dass da noch was ist und zwar irgendwie ein dumpfes Gefuehl ... aber es hiess auch dass bei Beinlaengenausgleich die Muskeldisharmonien noch raustrainiert werden muessen und das kann bis zu sechs Monate dauern.

Glaub mir, Bauchmuskeltraining brauch ich nicht, da kannste Waesche drauf waschen (muss wohl Veranlagung sein so wie meine stark kurzsichtigen und glaukom gefaerdeten Augen und die Glatzenbildung auf meinem Kopf ;-). Hab aber mit Schwimmen angefangen, als Ausgleichsport, und denke dass das den Ruecken entlastet sowie stabilisiert. Auch hat der Onkel Dr. med. mir ne Rueckenschule aufgetragen (obwohl ich da etwas nachlaessig war). Dem muss ich aber dann auch naechte Woche Rechenschaft ablegen.

Gruss,
pu

Optik und Kraft...

Ein Waschbrettbauch heißt nicht, dass du gut ausgebildete Tiefenmuskulatur hast! Schwimmen und Rückenschule ist auch gut!

Gegen Muskeldysbalancen sind einbeinige Übungen gut, da kann das "stärkere" Bein nicht ausgleichen.

:-) cc

Naja ...

Naja, vielleicht sollte ich beim naechsten mal die Brille aufsezten bevor ich so einen grossen Mund habe ... ;-)

Heute erst

hier gelesen.
Bin erstaunt, dass es doch einige gibt, die mit dem Gelenk zur Zeit Probleme haben.
Was haben wir denn alle gemacht?
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LG Inumi
Wenn nicht jetzt, wann dann?

War jetzt endlich nochma beim Orthopaeden

Hatte eigentlich vorgehabt im Februar mit dem 10km Training anzufangen. War dann auch Ende Januar morgens vor der Arbeit Laufen um mich an die Belastungen heranzutasten. Das ging dann auch wirklich gut wenn ich auch nicht sagen wuerde dass ich damals die vollen 100% haette geben koennen. Dann hat mich aber leider eine Erkaeltung erwischt die noch nachwirkt d.h. ich war noch nicht wieder laufen. War vielleicht nicht mal das Schlechtests auf Belastung zu verzichten da ich momentan fast gar nichts mehr im Ruecken merke. Ich hoffe dass ich die Erkaeltung bis spaetestens Mo. los bin und dann wieder langsam Gas geben kann.
Mit dem Onkel Dr. med. bin ich so verblieben dass ich beim Fersenkeil im Schuh bleibe und mich nur melde wenn ich wieder Probleme bekomme. Schwimmen werde ich antuerlich auch beibehalten, habe naemlich nach 27 Jahren endlich den Trick raus mit der Atmung und dem Beinschlag (als Laeufer ist man immer versucht Vollgas mit den Beinen zugeben).

Gruesse,
pu

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