Hallo mitnander,

Ich habe seit Jahren gelegentlich Knieprobleme und führe diese auf eine leichte Pronation beider Füße zurück.
Um auch einem Hallux vorzubeugen, habe ich mir überlegt ob es nicht sinnig wäre längere Strecken mit Einlagen zu laufen.
Was dankt ihr? Bringts was? Wer stellt gute her? Was kosten die?
Gruß aus der Kälte Andi

Arzt/Krankenkasse

Wenn du Einlagen brauchst, zahlt die die Krankenkasse; Gang zum Arzt oder Orthopäden fällig. Wenn du keine brauchst, ist die Frage eh überflüssig. Angepasste Einlagen kosten so um die 150 Eur.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Einlagen!

Ich hatte vor zwei Jahren auch immer Probleme, mal mit dem Knie, mal mit den Sehnen unter dem Fuß, im Fußgelenk etc.

Meine Lebensgefährtin - erfahrener mit Ärzten etc. als ich - lief schon ein Jahr lang mit extra für sie angefertigte Einlagen. Sie hatte keine Probleme mehr und wurde immer besser.

Kurz oder lang, ich bin nach Osnabrück - eine Strecke 40 km - und habe mir beim Motion-Team (Orthopäden mit Lauferfahrung) auch Einlagen bauen lassen. Die Orthopäden haben mir geraten, zum Hausarzt zu gehen und ein Rezept für die Einlagen ausstellen zu lassen. Die Abrechnung mit der Krankenkasse haben die Orthopäden geregelt. Beim ersten Mal wollte die Krankenkasse nicht zahlen, aber die Orthopäden haben es hartnäckig weiter versucht und beim zweiten Versuch hat die Kasse einen Zuschuß geleistet.

Ich kann die Einlagen nur empfehlen und laufe nicht mehr ohne. Im Training, Wettkampf, egal ob 5 km oder Ultras, ich laufe nur noch mit den Dingern.

Die 80 km nach Osnabrück haben sich also gelohnt. Such Dir einen guten Orthopäden, auch wenn es weiter weg ist, Deine Füße danken es Dir!

Sportliche Grüße und viel Erfolg

Jörg

Die billigen sind Mist

Naja, selbst bei den einfachen Einlagen darst du mittlerweile draufzahlen. 30€ durfte ich mal hinblättern. Nach meinen Erfahrungen sind die aber totaler Schrott, zum Sporteln total ungeeignet. Für meine Angepassten habe ich 90€ zugezahlt, die sind sehr, sehr gut.

Warum unbedingt Einlagen?

Es gibt viele mögliche Gründe für Knieschmerzen, Einlagen sind auch kein Allheilmittel und helfen nur bei bestimmten Problemen. So lange kein Sportarzt oder Orthopäde die Einlagen unbedingt verschreibt, gibt's keinen Grund sich Einlagen anfertigen zu lassen.

Mir haben orthopädische Einlagen mal geholfen aber das Ziel muss immer sein irgendwann ganz ohne Einlagen zu laufen. Eine Fehlstellung sollte längerfristig muskulär ausgeglichen werden und nicht durch Einlagen. Vielleicht lässt sich dein Problem anders lösen (Ausgleichsgymnastik, Laufschuhe im Wechsel tragen, andere Schuhe, Änderungen in der Tr-Belastung... etc.)

Ausgleichsgymnastik?

Es soll Fußfehlstellungen geben, da kannst Du Ausgleichsgymnastik machen bis Dir schwindlig wird. Fußfehlstellungen bleibt Fußfehlstellungen, da helfen am besten Einlagen und keine Ausgleichsgymnastik oder ein paar weitere Treter.

Just my 0.02€.

Einlagen

Ich hatte immer Einlagen und immer Beschwerden.

Erst durch eine vernünftige (aber auch teure) Laufbandanalyse, von allen Seiten filmend, wurde mir richtig geholfen.

Die haben nämlich festgestellt, dass mein Knie routiert (von ganz außen nach ganz innen). Die Folge waren ITBS-ähnliche Beschwerden und Knieschmerzen.

Jetzt habe ich zwar wieder Einlagen, aber welche, die dieses Problem angehen. Das Knie macht nicht mehr was es will und ich habe seit einem Jahr Ruhe. Ein ganz neues Laufgefühl.

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Zitat: "Es soll Fußfehlstellungen geben, da kannst Du ..."

wozu die vom Fragenden angesprochene "leichte Pronation" und der "VORBEUGUNG des Hallux valgus", wenn denn sicher diagnostiziert, mit ziemlicher Sicherheit NICHT gehoert.

lieben Gruss

cour-i-euse

kein Allheilmittel

Ich bekam auch unheimlich viele Ratschläge, als mein Fuß im Frühjahr meckerte.
Auch meine leichte Überpronation re.sollte mit Einlagen nach Computerdarstellung des Fußdrucks behoben werden.Ich freute mich richtig darauf, nun problemlos laufen zu können.
Nach Einweisung habe ich die teuren ( 139€ ) Dinger vorsichtig eingelaufen. Nachdem ich über 5km keine Probleme hatte, durften sie mit auf einen längeren Lauf ( 1Std).
Ich war noch nie so froh zu Hause zu sein.Nach 12 Laufjahren hatte ich erstmals Blasen vom Feinsten und in der Folge ( ich habs nochmal probiert ! )bekam ich große Probleme mit meinem "Fahrgestell" und " Rücken ", die erst verschwanden, als ich wieder OHNE lief.....und das auch nur ganz laaaaaaangsam.
Letztenendes haben mir diese Dinger einen wettlampflosen Sommer und Herbst verpasst! Wenn´s gut weitergeht, kann ich wenigstens Silvester wieder wie gewohnt mein Laufjahr beenden!
Aufbau der Fußmuskulatur ist aus meiner Sicht inzwischen der bessere Weg.
Dazu gehe ich ins Studio, laufe kleine Strecken mit dem Nike free und ab und zu abseits der Strecke auf holprigen Wegen.
Ich wünsche dir die richtige Entscheidung!

'http://www.jogmap.net/laufstrecken/34437.jpg'

?

robind, erst mal danke für deine Meinung.
"Fußfehlstellung bleibt Fußfehlstellung"??? Von wegen! Fast alle Fehlstellungen im Körper sind auf muskuläre Dysbalancen zurückzuführen und im Fuß haben wir eben extrem viele Muskeln, die bei fast allen Menschen untertrainiert sind. Einlagen sind genau das was keine muskuläre Dysbalance behebt sondern eben verstärkt bzw verewigt.

Ich bin Überpronierer, habe jahrelange Erfahrung mit Kniebeschwerden, Orthopäden, Laufeinlagen und Laufen ohne Einlagen. Ich bin seit ein paar Jahren kniebeschwerdefrei, seitdem ich geschafft habe allmählich immer weniger mit Einlagen zu laufen. Ich kann dir sagen, wenn du eine muskuläre Dysbalance im Fuß oder Fußgelenk hast, kannst du Einlagen tragen bis es dir schwindelig wird, du wirst immer Beschwerden haben.

Dann nochmal mein Senf

Ich hatte immer Beschwerden (extremer Spreizfuß, ganz leichte Überpronation), bis ich Einlagen bekam. Bin damit dann 5 Jahre problemlos gelaufen: Einlagen plus gestützte Schuhe, selbst 100km. Bis zu diesem Jahr. Da ging immer weniger, immer mehr Knieprobleme. Dann erst auf ungestützte Schuhe mit Einlagen umgestiegen, schließlich aus der Not heraus (in meine Kinvara passten die Einlagen nicht...) erst den HM, dann den Marathon in leichten, ungestützten Schuhen ohne Einlagen gelaufen: Riesensprünge in der Zeit, keinerlei Beschwerden!! Nix, niente, nada.

Es gibt eine Zeit für Einlagen und eine fürs Wegwerfen derselbigen. Schuhfachverkäufer und Orthopädiefachmann meinen, ich hätte wohl meine Muskulatur genügend gekräftigt.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

mir geht es wie strider

mal geht es mit und mal geht es ohne Einlagen besser!

Wenn die Beine Sorgen machen, auf Ursachenforschung gehen. Wenn es mit entsprechender Laufdiagnose und den dazu passenden Schuhen nicht optimal läuft, dann könnten Einlagen unterstützen und helfen. Kann aber auch einfach ein völlig anderer Schuh helfen. Unterstützende Gymnastik auf jeden Fall nie verkehrt ;-)

Ich habe Einlagen für die Alltagsschuhe bzw. für die Arbeit, wo ich viel gehen muss, aber auch welche für die Laufschuhe. Zur Zeit habe ich bei der Arbeit Einlagen drin, beim Lauftraining oder Wettkampf nicht. Manchmal fühlt sich der Fuß seltsam an und ich habe die Eingebung, dass ich vielleicht auch beim Training mal die Einlagen reinlegen sollte und schaue, ob es dann besser läuft.

Meine Erfahrung: die Gräten verändern sich immer wieder und Füße und Beine danken mir allgemein die stetige Abwechslung von unterschiedlichen Schuhen mal mit mal ohne Einlagen.

Also ausprobieren, was dir gut tut!
KOR WhiteTara

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