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Für Läufer wird ja immer propagiert, esst Kohlenhydrate sonst kommt der Hammermann.

Wer ernährt sich den stark Low Carb bzw High Eiweß (Logi, Atkins, Dukan) und läuft damit erfolgreich.

Würde mich mal interessieren, wann die Kohlenhydrate wirklich gebraucht werden oder ob es mit einer Low Carb Ernährung möglich ist zu laufen und der Körper sich die Energie von wo anders holt.

Ich futtere, was mir zwischen die Kiemen kommt, aber ...

... es gibt so so janz schicke Trainingsvarianten, die genau das fördern, wonach du fragst - Trainieren hauptsächlich in der Fettverbrennung:
- einen Tag am Abend einen Tempodauerlauf absolvieren (z.B. 20km mit 80-85%Pmax)
- im Anschluß ordentlich dehnen, Wasser trinken (nur Wasser!) und
- nichts mehr essen (der Sinn liegt im leeren der KH-Speicher beim Lauf und des nicht wieder Auffüllens danach)
- Früh aufstehen, Schluck Wasser und los auf einen langen, langsamen Dauerlauf (z. B. 30km, Wasser mitnehmen ist da dann aber sehr sinvoll). Man läuft quasi schon mit "leerem" KH-Speicher los...
Ich empfehle die Schrittweise einzuführen. Erst den ldl, dann nüchtern ldl, dann abends Tempodauerlauf ohne futtern und dann die Kombination. Gerade die Kombination ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr wirkungsvoll.
Weicherer können natürlich sich Abends auch Fleisch, oder Jemüse einpfeifen. Aber eher keine Schalkolade!
Im Anschluß an den ldl habe ich dann eigentlich immer Hunger.
;-)
PS: Die Spielereien sind fürs Training sehr sinnvoll. Im Wettkampf würde ich jede Gelegenheit nutzen KH's zuzuführen.
PS2: Ich hab mir das nicht ausgedacht. Ich denke sinngemäß findet man das bei Steffny. Allerdings habe ich in die Bücher vor 8, 9 Jahren letztmalig reingeschaut. Sicher bin ich mir bezüglich der Quellenangabe nicht mehr.

Kohlenhydratarmut

Ich verzichte weitestgehend auf Kohlenhydrate. Nehme diese lediglich über Obst zu mir, darauf möchte ich nicht verzichten. Nudeln, Kartoffeln oder Brot sind - bis auf die Phase vor Wettkämpfen und aussergewöhnliche Feiertage - von meinem Speiseplan verschwunden.
Und ich fahre ziemlich gut damit. Seit ich mich so ernähre, fühle ich mich fitter und ich schlafe auch besser/ruhiger.
Aber das musst du für dich selbst herausfinden, da gibt es leider keine Verallgemeinerungsmöglichkeiten.
Der eine verträgt es, der andere eben nicht.

Was das Training angeht: Du gewöhnst den Körper daran, mit wenig Kohlenhydraten auszukommen. Das kann für Wettkämpfe nicht schaden, wo du dann 'aus dem Vollen' schöpfen kannst.

Gruß
Kai

Wäre für mich interessant,

Wäre für mich interessant, zu erfahren, ob es überhaupt mal jemand geschafft hat, einen Marathon mit leeren Glykogenspeichern zu laufen.

Ich hab mal ne Lowcarb-Diät angefangen und wollte dabei auch weiter trainieren. Das Ergebnis war ständiges Schwächegefühl und sehr zuverlässige Leistungseinbrüche. Hab das nach ner Woche abgebrochen. Der Fettstoffwechsel kann das nicht kompensieren.
Mittlerweile weiß ich, dass man sich mit solchen Experimenten erhöhten Verletzungs- und Infektionsrisiken aussetzt.

Selbst beim dünnsten Bleistift...

...sind die Fettdepots im Vergleich zu den KH-Speichern quasi unendlich. Dies allein ist schon ein Grund, es zumindest beim Training für lange und ultralange Distanzen nicht mit der Kohlenhydratmast zu übertreiben.

Spätestens wenn die Kohlenhydratzufuhr in der täglichen Ernährung auf 50g oder drunter sinkt, gerät der Körper in Ketose - aus Eiweiß werden Ketone gebildet, die von den anspruchsvollen Organen, dem Gehirn und der Muskulatur als Energieträger gegenüber der Glukose bevorzugt werden.

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, daß man zumindest auf meinem Joggerlevel (10km sub 45, Marathon im Bereich der 3:30, div. Ultras, darunter 50km Albmarathon in 4:34, 100km Biel in 9:44) mit fett- und eiweißzentrierter, kohlenhydratarmer Ernährung (so um die 50 bis maximal 100g KH täglich) nicht nur keine wesentlichen Leistungseinbußen (von der zwei-dreiwöchigen Übergangsphase abgesehen) zu beklagen hat sondern sich auch noch frischer dabei fühlt als mit Kohlenhydratmast. Allerdings gestatte ich mir WÄHREND langer und ultralanger Wettkämpfe durchaus Iso und hintenraus sogar Cola, was sonst tabu ist.

Btw.: "Logi" läuft für mich noch nicht richtig unter "Low Carb", da hier ziemliche KH-Bomben wie das meiste Obst oder Nüsse quasi kaum limitiert sind, ist aber auf jeden Fall schon mal besser als das übliche. Bei Atkins ist der Übergang etwas zu krass, ich würde da mehr dazu raten, bei der Umstellung schrittweise zu verfahren und die KH nach und nach zu reduzieren.

Weiterführend:

Logi und Low-Carb in der Sporternährung

Der Klassiker für den theoretischen Backround, absolut lesenswert:

Leben ohne Brot

+ + +

42 ist keine Antwort.

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low cab halte ich langfristig auf jeden Fall ...

... für die wirkungsvollste Variante der Ernährung. Weil der Körper über Monate und Jahre lernt, mehr Energie aus den Fettdepots zu ziehen und der Stoffwechsel entsprechend darauf trainiert wird. Gelegentlich vor Wettkämpfen alles zu leeren und dann – nach einem langen Lauf – die KH-Speicher randvoll zu machen ist aus meiner Sicht keine optimale Lösung, da die KH-Vorräte nicht mal für 3/4 eines Marathons reichen. Je besser aber der Körper gelernt hat, die anderen Energiequellen zu nutzen, umso besser wird er im Rennen darauf zurückgreifen können. Und KH-Zufuhr unterwegs halte ich auf jeden Fall für sinnvoller als die Mast vorab.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

@Dotterbart ernähre mich

@Dotterbart
ernähre mich seit über 6 Wochen sehr kohlenhydratarm und bin jetzt den Transviamala gelaufen. Keine Probleme, keine Schwächeanfälle nichts. Desweiteren bin ich in den letzen 4 Wochen fast nur Trails mit ordentlich Höhenmeter gelaufen und keine Probleme damit

warum?

...wahrscheinlich auch kein Alkohol, keine Knödel, keine Pizza...
OK, die Tage vor einem Wettkampf: geschenkt! Aber immer? Unvorstellbar!

Viele Grüße
GGWerner

@markusburkhardt Vielleicht

@markusburkhardt

Vielleicht muss man sich länger daran gewöhnen.
Pfadschleicher hat ja tatsächlich ziemliche manierliche Zeiten.

Da ich Vegetarier bin, wäre eine dauerhafte Lowcarb-Ernährung für mich aber sowieso eine viel zu grobe Einbuße von Lebensqualität, daher hab ich da nicht sonderlich viel Interesse dran.

Guten Tag, also ich ernähre

Guten Tag,

also ich ernähre mich seit mehreren Monaten von veganer Rohkost bei einem
Laufpensum von 50 - 55 Wochenkilometern und habe keinerlei Probleme.
Ich Esse keine Nudeln, Reis, Kartoffeln etc.

Meine Essgewohnheiten haben sich dahin verändert, dass ich viel mehr rohes
Fett zu mir nehme (Kokusmus, Leinsamen, Hanfsamen, Avocados)

Bei den Tempoläufen kann ich keinerlei Einbußen feststellen. Auch nicht bei
dem langen Lauf über 20 km jeden Sonntag.
Statt dessen hat sich meine Leistung durch den starken Gewichtsverlust sehr
verbessert.

So sieht´s aus:

Zitat Klada:

... für die wirkungsvollste Variante der Ernährung. Weil der Körper über Monate und Jahre lernt, mehr Energie aus den Fettdepots zu ziehen und der Stoffwechsel entsprechend darauf trainiert wird. Gelegentlich vor Wettkämpfen alles zu leeren und dann – nach einem langen Lauf – die KH-Speicher randvoll zu machen ist aus meiner Sicht keine optimale Lösung, da die KH-Vorräte nicht mal für 3/4 eines Marathons reichen. Je besser aber der Körper gelernt hat, die anderen Energiequellen zu nutzen, umso besser wird er im Rennen darauf zurückgreifen können. Und KH-Zufuhr unterwegs halte ich auf jeden Fall für sinnvoller als die Mast vorab.

Kann da nur voll zustimmen. Man sollte in dem Zusammenhang auch bedenken, daß ein Organismus, der an Kohlenhydrate als Energieträger gewöhnt ist, bei KH-Mangel erstmal Glukeoneogenese betreibt: Er stellt selbst Glukose her, und zwar aus körpereigenem Eiweiß. Muskulatur, Immunsystem etc. werden dabei angegriffen, quasi verstoffwechselt. Lutz hat dies in "Leben ohne Brot" ausführlich dargelegt, auch mit Blick auf die langfristigen Konsequenzen. Nach Lutz gerät der Stoffwechsel des Kohlenhydratessers nämlich spätestens im Schlaf in einen KH-Mangelzustand*, da ja keine Kohlenhydrate zugeführt werden und die Glykogendepots für Ausnahmesituationen reserviert und nicht so ohne weiteres zugänglich sind. Der an Kohlenhydrate gewohnte Organismus betreibt also jede Nacht Glukeoneogenese aus körpereigenem Eiweiß mit nicht unbedingt erfreulichen Konsequenzen für Muskulatur, Gewebe, Organe, Immunsystem. Low Carb befähigt den Organismus, Fette und Ketone zu nutzen und mit dem Blödsinn aufzuhören.

Ganz einfach ist es nicht unbedingt, aber grade z.B. die "ich-treibe-Sport-und-nehm doch-nicht-ab-Fraktion" sollte sich vielleicht zumindest mal die "Logi-Methode" oder die "Steinzeitkost" näher ansehen. Mit ersterem dürfte kaum wer ein Problem haben.

*Eine "Kohlenhydratmangelkrankheit" gibt es natürlich nicht, da die Selbstschädigung des Organismus durch Glukeoneogenese ja grade durch nachhaltigen, langfristigen Kohlenhydratverzicht und den Umstieg auf andere, die eigentlich "normalen" Energieträger behoben wird. Das Fehlen einer Kohlenhydratmangelkrankheit zeigt widerum, daß Kohlenhydrate KEIN essentieller Nahrungsbestandteil sind.

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42 ist keine Antwort.

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Lebensqualität

Noch zur "Lebensqualität": Für mich wird der Verzicht auf die "Freuden" der KH-Mast durch ein verbessertes Allgemeinbefinden und das Verschwinden oder zumindest die Linderung diverser hartnäckiger Wehwehchen mehr als ausgeglichen (keine neue Karies mehr seit LC, Verschwinden von Sodbrennen und anderen Magen-Darm-Geschichten etc. etc.).

Aber nein, laut der, hihi, "seriösen und unabhängigen" DGE und anderer Koryphäen sollen ja selbst Diabetiker bis zu 60% der Energiezufuhr mit Kohlenhydraten decken - man wird einfach ohne Ende verscheiXXXert...

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42 ist keine Antwort.

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Der Schlüssel ...

... sind eigene Erfahrungen. Mach es! Lass es dir nicht erzählen oder diskutiere darüber. Spielt alles gar keine Rolle! Lass die KH weg und Laufe ...

Nach 4 Wochen kannst du berichten und ich bin sicher, das hättest du nicht für möglich gehalten ...

... es gibt nichts Gutes, außer man tut es

viel Erfolg!

Der Schlüssel ...

... sind eigene Erfahrungen. Mach es! Lass es dir nicht erzählen oder diskutiere darüber. Spielt alles gar keine Rolle! Lass die KH weg und Laufe ...

Nach 4 Wochen kannst du berichten und ich bin sicher, das hättest du nicht für möglich gehalten ...

... es gibt nichts Gutes, außer man tut es

viel Erfolg!

.....aber man sagt doch

.....aber man sagt doch " Ohne Brot kein Kot" .......sorry viel mir so ganz spontan ein .

Genieße die schönen Momente,denn es kann schnell anders kommen

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