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was als der ultimative Abschluss des Laufjahres 2011 mit einer PB geplant war ist im Nichts von einem Totaleinbruch untergegangen.
Geplant und trainiert hatte ich für eine max. Zielzeit von 4.20 Std.
Die erste Hälte des Marathons lief super,ich hab mich richtig gut gefühlt, glaube auch nicht dass ich mit einer HM Zwischenzeit von 2:06 oder so überpact habe. Ganz klar hatte ich die angepeilte Zielzeit vor Augen. Doch ab km 30 haben mich Krämpfe geplagt, die mich wieder und wieder aus dem Laufrythmus gebracht haben. Bei km 33 hab ich gedacht "steig aus und lass es gut sein für heute". Aber im ständigen Wechsel gehen, laufen,gehen laufen..... hab ich mich dann doch bis zum Ende durchgequält und war bedient von der Zielzeit 4:51Std. Das ich noch unter 5h geblieben bin grenzt für mich schon an ein Wunder. Geblieben sind mir die Erkenntnisse das zum Einen auch in meinem Leben als Läufer nicht alles klappt wie geplant und zum Anderen aber auch, dass man die Zähne zusammenbeißen und andere diverse Körperöffnungen zusammenkneifen und doch das Ziel als solches erreichen kann. Aussteigen kann ja jeder. Oder hätte ich meinem Körper zuliebe doch aufhören sollen???
Meine Erschöpfung und die Frustration über diese mittelschwere Laufkatastrophe sind dieser Einsicht und mittlerweile auch ein klein wenig der Freude durchgehalten zu haben gewichen. Nie wieder Marathon hab ich mir geschworen - aber nur einen kurzen Moment und dann hab ich mir den Termin für´s nächste Jahr schon in Gedanken vorgemerkt.
Joggermausi08

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der wievielte?

mein erster Marathon war super, mein zweiter ging total in die Hose. Drauf trainiert, super gefühlt, nur eingebrochen - und nicht mal Krämpfe gehabt. Passiert immer wieder. Die Enttäuschung ist groß und ich kann es verstehen. Da hilft nur eins: weiterlaufen. Das hast du goldrichtig gemacht. Und Marathon gefinished ist mehr als so mancher von sich behaupten kann. Die Zeit hat nicht sollen sein. Kommt wieder! Alles Gute.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Es ging mir genauso

in Wien. Da habe ich stolze 5:07 gebraucht und meine PB um eine halbe Stunde überschritten. Die Medaille hängt aber bei mir zu Hause, und ich trainiere auch fleißig für Vienna City Marathon 2012. Wenn´s dir Spaß macht, bleib einfach dran, einen schlechten Tag erwischt jeder.
Ich wiederhole immer für mich: nur 1% aller Läufer weltweit finisht einen Marathon. Das habe ich irgendwo gelesen, und bin ja stolz, dazu zu gehören, solltest du auch.
Das Versprechen, nie wieder Marathon zu laufen, war bei mir auch sehr kurzlebig, das sollte man nicht so ernst nehmen.

Ich bin zwar selbst noch

Ich bin zwar selbst noch keinen Marathon gelaufen, aber ich weiß, dass ca. bei Kilometer 30 der Mann mit dem Hammer kommen soll. Ich denke, du hast ihn gesehen und bist ihm nochmal davon gelaufen... Respekt.

Nicht traurig sein. Meinen

Nicht traurig sein. Meinen ersten Marathon habe ich nach gut 33km abgebrochen und war erst versöhnt mit mir, nachdem ich zwei weitere gelaufen bin (übrigens keinen davon mit einer Zielzeit von max. 4:20, dafür bin ich schlichtweg zu langsam).


Jogmap-Schleswig-Holstein - de neongelen Löper ut´n Norden

Ich finde,

..das hast Du richtig gemacht.
Wegen Krämpfen muss man nicht unbedingt abbrechen, ist ja keine Krankheit.

@strider

auch bei mir der 2. Mara. Muss wohl daran liegen oder ist wie beim Kinderkriegen, beim 1. ist man relativ entspannt aber beim 2. weiß man was auf einen zukommt, da sind der Respekt und die Anspannung größer. Vielleicht war´s auch nur dass ich es zu sehr wollte eine neue PB einzufahren, hätte vielleicht nicht so verbissen sein sollen?!

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