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Nach all den vielen Forumsbeiträgen zum Thema „Radkleidung für den Winter“ war heute Testfahrt angesagt. Sonnige 5 Grad. Brrr.

Das Hauptproblem ist immer der Kopf. Schwitzen, nasse Haare, Fahrtwind, Schnupfen. Ich hoffe, das Zwiebeln heute hat sich gelohnt.

Ein Stirnband über die Ohren und für einen warmen Nacken. Darüber der Zopf. Eine dünne Mütze mit Windstopper vorne. Helm auf. Und ein Schal, den ich unter dem Helmgurt durchfädle über das Kinn. Dann Funktionsunterhemd, angerautes Shirt mit Kapuze, Softshell Jacke. Dazu dicke Handschuhe und angeraute lange Radlerhose. Radrock als Nierenwärmer drüber.

Schatz kann ein Grinsen kaum unterdrücken. Ich verstehe gar nicht, warum. Wir pedalieren entspannt in den sonnigen Herbsttag. Etwas langsamer als sonst. Durch die Nase atmend kriege ich nicht genug Luft für höheres Tempo. Und durch den Mund Atmen will ich meinem noch immer nicht ganz ausgeheilten Hals nicht antun.

Nach einer knappen dreiviertel Stunde sind wir am Wendepunkt. Jetzt ist schon klar. Wir müssen zügig zurück. Keine langen Pausen, in denen ich auskühle. Und der Kopf wird schon wieder kalt. Mist. Also Helm runter, Kapuze des Shirts drüber und Helm wieder drauf. Wird langsam eng. Ich fühle mich ziemlich unbeweglich. Und dann wieder das unterdrückte Grinsen von Schatz. „Was machst Du eigentlich wenn’s richtig kalt wird?“ „Auf jeden Fall nicht mehr radeln.“ Oder zumindest nicht mehr so lange. Nach einer Stunde werden die Füße kalt. Die Temperatur an Kopf und Nacken reicht mit den 4 Schichten bis daheim.

Und dann sehen wir ihn, den Barfußläufer. Also richtig barfuß, mit den Laufschuhen in den Händen. Schatz meint noch „Mir wäre es langsam zu kalt. Und das noch auf Asphalt.“ Aber der Läufer macht alles richtig. Auf Asphalt trainiert man seine Hornschicht an den Füßen am besten. Purer Neid steigt in mir auf. Aber irgendwann ist auch meine Achillessehne wieder heile. Dann werde ich mit Barfußlaufen auch wieder anfangen. Basta!

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