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Zunächst Glückwünsche und Respekt an die München- und Brockenläufer, tolle Berichte und Bilder. Besonders die Winterbilder aus dem Harz sind eindrucksvoll.
Statt wie Zausel (noch ein Glückwunsch!!) durch Lübeck zu laufen, hat es mich zum Baldeneysee in Essen gezogen. Ein reiner Marathonlauf (abgesehen von 4-er Staffeln) mit etwa 1500 Startern. Ich hatte schon viel positives von dem gut organisierten Traditionsmarathon gehört.
Also haben meine Frau und ich ein verlängertes Wochenende um den Lauf „gestrickt“und sind am Samstag angereist, haben bei Sauwetter im Start-Ziel-Gebiet meine Startunterlagen abgeholt. Dort fand gerade der Start für ein Walkingwettkampf des Walking-Days statt und die Teilnehmer/innen mussten Regen, Wind und Kälte trotzen. Der Blick über den See war nur grau und trostlos und der Wetterbericht machte kaum Hoffnung auf Besserung.
Am Sonntag dann die Überraschung: kein Regen und durch Dunst- und Nebenschichten deutete sich Sonnenschein an. Doch auch der Nebel sollte sich noch auflösen und der Lauf fand bei perfekten Bedingungen statt: sonnige 10-12° C und kaum Wind. Der Kurs ist flach, komplett asphaltiert, führt durch grüne Landschaften 2 Runden um den Baldeneysee – super.
Die Verpflegungsposten sind klasse organisiert, sehr lang gezogen, kein Gedränge – super.
Die Zug-Bremsläufer gut zu sichten, keine Riesengruppe im Gefolge – super.
Eigentlich wollte ich den Lauf als Vorbereitungslauf für Frankfurt sehen und nicht all zu schnell laufen. So wie es Uhrli in HH vorgemacht hat, wollte ich einen Genussmarathon laufen. Doch bei diesen Bestzeitenbedingungen konnte ich nicht anders, also schloss mich dem 3:30 – Zug an. Das Tempo war gut machbar und nach 5-6 km überholte ich die Zugläufer, um noch etwas freier zu laufen. Nun konnte ich auch besser die Natur und den herrlichen Blick über den See genießen. Alles war wunderbar!!
Aber es kommt so wie es kommen muss, wenn man über seinen Verhältnissen läuft. Ab km 25 wurde es doch recht anstrengend und ich musste eine Entscheidung treffen. Entweder das Tempo so lange beibehalten bis ich wirklich eingehe und eventuell reicht es dann zu einer PB. Dann werde ich aber erheblich Körner lassen und in der nächsten Woche mehr Zeit zur Regeneration benötigen. Oder ich nehme das Tempo raus, laufe den Marathon mit einer guten Zeit ruhig zuende. Dann werde ich auch in 3 Wochen ohne Probleme 42,195 km laufen können.
Die Entscheidung war dann ein Kompromiss, bis 30km wollte ich das Tempo noch halten und dann den Zug laufen lassen.
So habe ich es dann auch gemacht und bin mit meiner zweitbesten Marathonzeit (3:39:43) unbeschadet im Ziel angekommen.
Am Nachmittag zogen dann Regenwolken auf, da konnte ich dann mit meiner Liebsten und Dauergrinsen das SPA-Angebot des Hotels nutzen.

Reinhard

weise Entscheidung!

Hallo, Reinhard,

Doppelgratulation

- zu der "nicht sonderlich schlechten" Zeit und
- zu der weisen Entscheidung, es nicht zu übertreiben

Und deine neue PB erreichst du dann beim nächsten Lauf.

Gruß

Volker



Jogmap Schleswig-Holstein - neongelb beflügelt

Unbeschadet im Ziel

Unbeschadet im Ziel anzukommen ist sowieso das Allerwichtigste. Wenn das zusätzlich in einem solchen Tempo geschieht, ist es grandios. Herzliche Glückwünsche zu diesem tollen Ergebnis!

Ich glaube, Jogmap-SH besteht hauptsächlich aus Rasern und/oder Kilometerfressern. Weiterhin guten und verletzungsfreien Appetit. Ich freue mich auf´s Gruppentreffen (vor allem, weil ich weiß, dass ihr auch langsamer laufen könnt).


Jogmap-Schleswig-Holstein - de neongelen Löper ut´n Norden

Danke für die Glückwünsche, Heiner1960!

und die sende ich dir zurück! Klingt ja prima. Für mich war Lübeck auch PB, aber frustrierend wars doch, meine Laufpartnerin zog auf halber Strecke plötzlich das Tempo an und liess mich locker stehen, als uns der spätere Síeger überrundete, das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. Da ich mich aber hatte verleiten lassen, zu schnell zu starten, lief ich schon auf Anschlag und konnte nicht im geringsten mithalten... Hab den Lauf dann noch mit Anstand zuende gebracht und war letztlich ganz zufrieden. Nächsten Sonntag Lübeck Halbmarathon, bist du auch dabei?

zausel

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@ Zausel

Hallo Gaby,
am nächsten Sonntag werde ich in HL an der Strecke stehen und euch Teilnehmern/innen zujubeln, denn eine Woche später ist Frankfurt "zu rocken".
Die Zufriedenheit über die eigene/n Laufgeschwindigkeit/Leistung ist ein schwieriges Thema, obwohl es so einfache Wahrheiten gibt.
Denn es ist doch ohne Einschränkungen toll, das wir eine Sportlichkeit besitzen, die es uns ermöglicht an Wettkämpfen, wie überall zu lesen, teilzunehmen.
Und wenn wir uns schon mit jemanden vergleichen wollten, dann sollten wir es doch mit uns selbst tun und bemerken, dass wir uns entwickeln.
Aber was nützen mir diese Ansichten? Kaum habe ich eine Startnummer auf der Brust, verhalte ich mich (du wirst denken, typisch männlich) wie eine Mischung aus Midlivekriesengeschüttelter - euch werde ich es zeigen - Männchen und einem albernen vorpupertären- ha ha, ich kann euch alle überholen - Jüngchen.
Volle-Pulle-Tempo laufen, auf jede Sekunde achten und ärgern, wenn Andere überholen oder mann das Tempo nicht halten kann.
Blöd,blöd - aber irgenwie macht das alles genau so riesig Spaß!!
LG Reinhard

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