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Seit etwa drei Jahren habe ich mir einen Forerunner 305 gekauft. Ich finde es super, den eigenen Lauf so genau steuern zu können - genaue Streckenabmessung, Pulsdurchschnitte, min/km pro kilometer, Höhenmeter, max speed usw, und laufe seitdem regelmäßig mit dem kleinen Laptop als Armuhr, um mein Training optimal und genau zu steuern.
Am Sonntag stand morgens um 05:30 ein langsamer Lauf über 15 km an. Aufstehen, Zähne putzen, Wasser trinken, dick anziehen (damnit, 4 Grad!) und los. ABER: mein FR meint "low battery". Also ohne FR los. Ich muss sagen, ich habe das Laufen neu entdeckt. Ich habe viel mehr die Umwelt genossen, den Sonnenaufgang, die Bäume, den Wald und überhaupt den Lauf an sich, anstatt alle 3 Minuten auf die Uhr zu gucken. Ich bin langsam gelaufen, was mir sonst schwer fällt, war (gefühlt, nicht gemessen) im richtigen Pulsbereich, und die Strecke kenne ich eh auswendig, also weiss ich ganz genau, wieviel ich gelaufen bin. Ich habe mir überlegt, viel öfters ohne FR 305 zu laufen. Das macht viel mehr Spass, nimmt den Leistungsdruck weg und holt die Freude zurück. Geht´s euch auch so, oder ähnlich?

Laufenden Gruß,

3
Gesamtwertung: 3 (3 Wertungen)

Ist ja lustig,

gestern hat mir bei einem geplanten 30er ca. bei der Hälfte der Akku meines Garmin den Geist aufgegeben. Und es war ähnlich wie bei Dir, einfach das Laufen pur geniessen, das Wetter war zumindest bei uns noch toll, Leute und Landschaft beobachten, sich keine Gedanken um Pace und Puls zu machen, einfach gelaufen. Ich kannte die Strecke nicht, habe mich nach Gefühl orientiert, am Ende waren es dann sogar 33 km (In Jogmap nachgemessen) und ich habe mich echt super gefühlt. Wobei ganz ehrlich, so im Nachhinein hat mir dann die Auswertung doch ein bisschen gefehlt...

JogOn
Agurion

Hi :-))

Hallo,

ja, da kann ich nur zustimmen. Ich hatte mir den FR 305 gekauft, um einen Überblick über meine Leistung zu bekommen und um auch in einer neuen Umgebung einen Überblick über die Streckenlänge zu bekommen.

Früher - gemeint, als ich halb so alt war wie jetzt - bin ich einfach nur gelaufen. Ich hatte keine Ahnung von speziellen Laufschuhen oder Funktionskleidung. Sportschuhe an und los. Und es war wunderbar. So habe ich viele, viele Jahre meine Kilometer runtergespult. Ich kannte meine Strecken, die Reaktionen meines Körpers und es lief einfach hervorragend.

Und irgendwann wurde alles so kompliziert. Ich genießes es zwar, dass ich jetzt wirklich sehr gute (also für mich sehr gute) Laufschuhe habe, gleich mehrere Paar, weil man das ja so als Läufer so hat. Und auch meins Sammlung an Laufkleidung wächst. Und der Forerunner zeichnet fleißig die Strecken auf. Und manches Mal hab ich mich schon während des Laufes mit einem Blick auf die Uhr selbst frustriert. Falscher Trainingsansatz, zu viel, zu schnell, aber alles aufgezeichnet. Und irgendwann hatte ich so die Nase voll davon, dass ich meinen Forerunner in die Schublade verbannt habe und einfach nur gelaufen bin. Nur ich sein, in der Natur. Fühlen, was Laufen für mich ausmacht, was es mir bedeutet. Da war es wieder, das Gefühl von damals. Nur mit besseren Schuhen ;-)

Liebe Grüße,
Koru

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Ich praktiziere 3 Möglichkeiten:

a) Laufen ohne FR, sondern mit einer einfachen Stoppuhr
b) Laufen mit FR, so dass ich die ganze Zeit nach dem gewünschten Tr-Puls laufen kann
c) Laufen mit FR aber mit einem Display wo ich keinen Puls und/oder keine Geschwindigkeit/Streckenlänge sehen kann.

Möglichkeit c) kann ich nur empfehlen. Ich mache das, damit ich mit Spaß, nach Gefühl und von den ganzen Daten ungestört laufen kann, aber trotzdem später zu Hause was nachschauen kann, falls mich irgendwelche Daten später doch interessieren sollten.

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