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Hallo zusammen,

bin gestern den München-Marathon gelaufen und im Ziel hat meine Garmin-Forerunner eine Gesamtstrecke von 42,55 Kilometer angezeigt; also ca. 350 Meter zu viel. Sicher, man läuft nicht immer die Ideallinie, aber ich bemühe mich schon stets die Kurven günstig zu schneiden.

Auch ist mir aufgefallen, dass man in diesem Jahr bei Kilometer 36 wieder die Schleife Richtung Odeonsplatz laufen musste und bei Kilometer 34 zusätzlich den Bogen bis zum Platz zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus. Im letzten Jahr ist man gleich am Karolinenplatz um den Obelisken gelaufen.

Irre ich mich nun völlig, oder sind wir tatsächlich zu lange gelaufen? Bei meinem Tempo immerhin eine zusätzliche Zeit von fast 2 Minuten. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße,
dieLunge

Hi

In Füssen zeigte meine Garmin 1 km zu viel an...
Ist schon gemein, wenn man den Endspurt dann schon einleitet. Das nächste mal orientiere ich mich an den Strecken km.

München

Servus,
bin auch ihn gelaufen, mein Garmin(auf meinen ist meistens genauer verlass) zeigte 42,8km an.Einer der ersten drei hat auch bei der Siegerehrung gesagt das es sein längster Marathon gewesen sei.

Grüße

Ist völlig normal!

Hej,

bei mir ist es auch so. Der Garmin liegt auf freier Strecke, wie dies bei einem Marathon in der Stadt ohne großartige Bäume überm Kopf meist der Fall ist, immer drüber. Ich habe beobachtet, dass es so 10-20m pro km sind. Am Ende piept er dann für den nächsten geschafften km immer schon ewig vor dem km-Schild. Das ist natürlich blöd, wenn man die Zielzeit daran orientiert, aber die km-Angaben der Veranstalter müssen ja auch in Zeiten der offiziellen GPS-Zulassung für Marathon-Läufe, noch einen Sinn haben.

In einem Wald, in dem der Satelliten-Kontakt doch hin und wieder mal schwach ist und in dem dann auch noch starke Höhendifferenzen dazukommen, habe ich es auch schon einmal umgekehrt erlebt.

Letztlich kannst Du aber bei großen Wettkämpfen, wie den Marathons in den größten deutschen Städten davon ausgehen, dass die Strecke quasi passt - bis auf ein paar Toleranz-m, damit die Strecke auf keinen Fall zu kurz ist. Sollte aber wirklich mal etwas schief gelaufen sein, dann wird das bestimmt schnell bekannt.

TSCHÖ Sascha

Bei mir zeigte er am Ende

Bei mir zeigte er am Ende sogar über 43 km an, und während dem Wettkampf nervte die Abweichung zwischen Kilometermarkierungen und Garmin-Anzeige nur noch. Da aber meine Kilometerzeiten plausibel klingen, gehe ich von einem korrekt vermessenenen Wettkampf aus.

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VEX WÜTEND! ... MUSS ... BEZWINGEN ... IANBANKS!!!

Normal!

Bei großen VEranstaltungen sind 350 (Mehr-)Meter absolut normal. In Hamburg oder Berlin sind´s bei mir 400 - 600 Meter. Vielleicht halte ich mich zu oft an den Verpflegungsstellen auf??
LG Peter

GPS

Also GPS ist ja an sich nie genau. Bei einer Positionsbestimmung sind bis zu 3m Differenz noch gut, es können auch mal 10 sein. Wenn man das ganze dann auf eine Laufstrecke umlegt, auf der zig Punkte makiert werden, je nach Einstellung der Uhr alle paar Sekunden, ist eine größere Differenz sogar normal. Hatte schonmal das Glück, einen offiziellen Vermesser begleiten zu dürfen. Auf der 21,1 KM Strecke, hat mein Fahrradcomputer 21,08 KM angezeigt, mein GArmin 22,4 und das offizielle Messgerät exakt 21,1 KM.

Von demher ganz normal!

laufend laufen

Zu lang

Hallo,
Garmin und co werden überbewertet.
Ein solcher Marathon wo theortisch Weltrekord gelaufen werden kann ist die Strecke
schon genau vermessen - so etwas läßt sich keiner dann nachsagen.
Die Vermessung der Strecke ,meine Erfahrung, erfolgt von beiden Seiten also einmal in und einmal entgegender Laufrichtung. Damit sollte sie stimmen.
Zum Test mit Garmin und co das auch mal machen - müsste ja gleich sein ?

Köln HM

Habe gerade die Strecke vom Köln HM von meinem Forerunner hochgeladen. Da zeigte er mir 21,8 KM an. Gut, Überholmanöver, Kinder abklatschen und Verpflegungsstellen waren dabei ;). Ausserdem hatte ich kurzzeitig im Tunnel kein GPS Signal. Bei Wettkämpfen gehe ich aber auch nach den offiziellen KMangaben an der Strecke und nicht nach der Forerunneruhr.

Trau eher den Veranstaltern

Ich lauf jetzt seit 2009 Wetkämpfe mit meinem 305 und einmal (in Zahlen 1) beim HM in Steinberg (Oberpfälzer Winterlaufserie 2010) stimmten die Werte über ein.
Heuer in Füssen lief ich den Gramin-Marathon knapp unter 4h. Den Füssner-Romantik-Marathon in 4:02:XX. Blöd, aber is so!
Ausser bei Wettkämpfen stöhrt's mich nicht. Ob eine Lauf 20km oder 20,35km ist macht mir nicht viel aus, ich mess es auch nicht nach.


Uli

Nun, und letztlich: für

Nun, und letztlich: für Deinen Garmin erhältst Du auf dem Eichamt vom Eichmeister kein Eichsiegel. ;)

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Mein Senf dazu

Ich schieße ja selber oft gerne gegen (nicht amtlich vermessene) Streckenangaben.

Aber beim München Marathon glaube ich schon, dass die Strecke stimmt.
Aus mehreren Gründen, u.a. (neben bereits genannten):

- Vermiss mal die Strecke per Idealline möglichst genau über OSM oder Google-Satellit-Karte. Das ist auch öfter noch ungenau, aber meist besser als die GPS-Messung, sieh z.B.
meine Streckenvermessung, da habe ich sogar noch ein paar Meter beim Start draufgeschlagen.

- Ich habe grade mal nachgeschaut: Die kleine Schleife zurück zum Odeonsplatz war letztes Jahr auch drin. Direkt am Karolinenplatz wurde auch nicht gewendet, sondern genauso wie in diesem Jahr über den Platz zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, die Strecke ist absolut identisch.

- Letztes Jahr zeigte mein Garmin 43,31 Kilometer an (da habe ich aber auch noch nicht drauf geachtet, möglichst die Ideallinie zu laufen, also z.B. immmer an der Kurveninnenseite entlang), in diesem Jahr 42,82.

- GPS hat schon teilweise deutliche Messfehler (vor allem in Wäldern und Häuserschluchten), die man mit Auswertungs-Software oft auch sehen kann:

Kleiner Tip: An den Zwischenmarkierungen immer die GPS-gemessenen Kilometer anschaun. Dann kann man sich frühzeitig drauf einstellen, dass man die entsprechenden Meter mehr laufen muss.
Beispiel: Ich bin beim 5KM-Schild und auf meiner Uhr stehen 5,1km. Dann weiß ich, dass ich bis zum Ende etwa 100m mehr laufen muss.

Andere Methode: Man rechnet generell mal mit 10-20m Messfehler pro km bei der Berechnung der Pace bzw. Zwischenzeiten. Dann wirds aber schwieriger mit der Korrektur, falls doch wesentlich mehr oder weniger Messfehler rauskommt.

Deine Strecke sieht aus, als

Deine Strecke sieht aus, als ob Spiderman unterwegs war. Schön über die Häuserdächer ;)

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GPS ist nie ganz genau...

Das ist auch meine Erfahrung. Obwohl meine Garmin auch schon mal drunter war.

Ich habe aber auch mal in einem Bericht über die Vermessung von Strecken gelesen, dass die offiziellen Strecken bei gewerteten Wettkämpfen immer einen Tick zu lang geplant sind. Man will verhindern, dass bei eventuell folgenden späteren Nachmessungen eine zu kurze Strecke festgestellt wird und dann die Rekorde bzw. Platzierungen wieder aberkannt werden müssen. Ist wohl schon passiert und deshalb versucht man vorzubeugen.

Siehe auch bei Wikipedia unter dem Stichwort "Jones-Counter". Oder auch hier.

Viele Grüße
Uwe

@running_with_sc

Genauso sieht es bei mir in engen Häuserschluchten wie in Berlin-Steglitz oder am Kudamm auch aus. Kein Wunder also, dass die Garmine da mehr anzeigt.

Ich kalkuliere bei der Berechnung der Zwischenzeit gerne die Abweichung gleich mit ein. Wenn ich die Pace für z. B. einen HM berechne, rechne ich einfach mit 21,5 km statt mit der Originallänge. Das sollte hinkommen und falls die Garmine doch unerwartet exakt misst, dann bin ich halt noch einen Tick schneller als gewollt.

Uwe

Marathon München

Hallo,

auch ich bin am Sonntag den München Marathon gelaufen. Ab ca km 33 zeigte meine Garmin-Uhr auf einmal ca. 300 m mehr an, das fand ich auch sehr seltsam, am Ende bin ich dann ca. 400 m mehr gelaufen, bei meinem Mann war es ähnlich, und er hat das Top-Modell von Garmin.

Ich hatte die Uhr bereits beim Nürburgringlauf (24,4 km) getestet, da waren es dann ca. 100 m zuviel.

Am Ende mußten ja alle diese Strecke laufen, ich für mich bin zufrieden.

Lg

Monika

habe mal gehört

dass alle offiziell vermessenen Strecken etwas zu lang sind - damit sie nicht aus Versehen zu kurz geraten, dann werden die Rekorde nämlich nicht gewertet! (wie bei der WM 100km in Gibraltar geschehen)

In Köln hatte ich 42,3km auf der Uhr, das war mal supergenau. Top war bislang Biel mit 103,4km statt 100km.... und die 3km können schon ganz schön weh tun... Aber vielleicht lag das auch an mir, ich bin Meisterin im Verlaufen (Karlsruhe 2009, Albmarathon 2010).

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

GPS-Genauigkeit

...ist relativ.

Unter optimalen Bedingungen kommt man schon mal nah dran. Aber wann gibt es die denn schon?

Ich bin seit über 6 Jahren aktiver Geocacher und nutze mein GPS vor Allem dafür. Das GPS ist deutlich unhandlicher als eine Armbanduhr, sollte aber die Messgenauigkeiten einer ARmbanduhr locker erreichen... und manchmal wundert man sich dabei wirklich, wie unterschiedlich zum Teil sogar identische Geräte messen.
Erst nach einiger Zeit vor Ort "pendeln" sich die Geräte ein und kommen schliesslich zu ähnlichen Ergebnissen.
Und dass die Messgenauigkeit in der Stadt größer ist, als im Wald, weil man ja den Himmel sehen kann, ist auch nur bedingt wahr. Denn in der Stadt sehe ich ja auch nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels, unmrandet von massiven Häusern, die keine GPS-Signale durch lassen. Im Wald sehe ich den Himmel zwar nicht, aber das Blätterdach schirmt GPS-Signale nicht vollständig ab.

Es gibt professionelle Geräte, die schon genauer werden, weil sie Streuungen der Signale mit einrechnen. Die sind allerdings deutlich teurer und m.E. nicht im Armbanduhrformat erhältlich.
Aber selbst Vermesser nutzen (soweit mir bekannt) GPS nur zusammen mit eingemessenen Referenzpunkten...

Hilft also alles nichts: die Geräte können einen ziemlich guten Hinweis auf die Pace oder die absolvierte Strecke geben, aber sie sind (und können)nicht 100% genau sein.
Verglichen mit den Möglichkeiten vor 15 Jahren ist das doch aber schon ziemlich unglaublich...

Bisher konnte ich auch ohne Jogmap laufen :-)

Strecke zu lang und km Schilder

Hallo zusammen,

ich war am Sonntag auch dabei (7305) und habe mehr oder weniger km für km gestoppt und bin sehr gleichmässig gelaufen, gewisse geringe Schwankungen von bis zu 25 Sekunden konnte ich sehr gut mit bergauf (wie km 16-17) oder bergab erklären (28-29 km) oder evtl. Verpflegungen. Alle Zeiten lagen jedoch zwischen 4:15 und 4:40/km.

Allerdings gab es einen ganz seltsamen Ausreisser von km 36 (Ende Theresienstr.) und km 37. Diesen km habe ich mit 5:29/km gestoppt: Definitiv bin ich da auch nicht langsamer gelaufen. Deswegen frage ich mich schon, ob die Schleife nach Ende der Theresienstr. so seine Richtigkeit hat und 1 min länger als alle anderen km würden über 200m bedeuten.

Bei aller "Jones-Vermessung" ..., kann es nicht sein, dass am Tag des Rennens die Wendepunkt-Zäune falsch aufgestellt werden? Das ist natürlich rein spekulativ.

Ist dieser lange Kilometer eigenltich jemandem anderem auch noch aufgefallen?
Grüße an alle
alpinerunner

Jetzt wo Du es erwähnst

Jetzt wo Du es erwähnst (muss das aber erst zuhause in meiner Uhr nachschauen und vergewissern), hatte ich gegen Ende des Rennens einen Kilometer mit 7:15 min. gestoppt - ohne nennenswerte Unterbrechung - Gesamtpace 5:36, und auch da schön gleichmäßig gelaufen. Also selbst wenn man "Verdrücker" im vorherigen Kilometer berücksichtigt ein sehr ungewöhnlicher Ausreisser von mir.

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Vielen Dank für die interessanten Antworten!

Ich kann mir schon vorstellen, dass die GPS-Uhren auf eine solche Distanz eine gewisse Abweichung aufweisen, was mich aber misstrauisch gemacht hat - und hier auch schon einige Male erwähnt wurde - ist die plötzliche massive Abweichung ab ca. Kilometer 36.
Bis dahin hatte ich im Direktvergleich mit meiner Garmin stets einen Unterschied von deutlich unter 100 Metern und plötzlich waren es ca. 350 Meter .... und das genau nach der Schleife "Theresienstraße - Odeonsplatz.

Ok, werde künftig solche Diskrepanzen vorsorglich einplanen und den Lauf-Assistent danach ausrichten.

DieLunge
80809 München

bin auch gelaufen. Mir ist

bin auch gelaufen. Mir ist aber schon ab KM 5-6 aufgefallen, dass bei verdammt vielen Läufern um mich herum, die GPS Uhren deutlich zu früh gepiepst haben. Laufe selber komplett ohne GPS Uhr, mir reicht die gute alte Stoppuhr in meinem Handy aus. Muss aber zugeben, dass ich bei KM36 nach langer Pause erst wieder draufgeschaut habe.

Leider ist auf der Homepage der Streckenplan nicht mehr einsehbar, da waren nämlich auch, wenn man in die Strecke geklickt hat, die KM Markierungen.

Zusätzlich zu teilweise engeren Häuserschluchten sind ja auch noch mindestens 2 große lange Unterführungen gekommen.

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