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war es nicht ganz, hätte aber gut einer werden können, wäre da nicht der freundliche radfahrer gewesen an der weggabelung mit den unbekannten zielen auf den schildern. als schließlich klar war, dass mit stausee die wesertalsperre (eupen/achener gegend)westlich von der hochheide (venn) und nicht etwa ein erhoffter teich in der nähe des parkplatzes (östlich vom venn) gemeint ist, wurde der vage verdacht zur granitenen gewißheit. er meinte zwar noch, es sei auch möglich das tal zu unserer rechten ein paar kilometer weiter unten (!) zu durchqueren, dann am see entlang nach norden und dann wieder hoch und zurück, "aber das sind dann doch...," sagte er nachdenklich", ...naja, das ist wohl weit", und schwieg.

wir liefen den gleichen weg zurück; die sonne war nur noch eine ahnung zwischen den hohen bäumen. für den eisfall nahmen wir uns nun weniger zeit, fanden aber bald den einstieg zur durchquerung des naturschutzgebiets. der bach vereist, auf dem weg eine dünne schneeschicht, die gelaufene strecke befriedigende gewißheit, die vor uns liegende eine beklemmende ahnung ("acht kilometer, das ist jetzt nicht dein ernst"). raus auf die freie fläche und dann ein blick auf die tiefliegende sonne. "schön, nicht", sagte die laufpartnerin. ja, aber dann doch wieder falsch.

schließlich fanden wir den weg. zur belohnung tauchte die untergehende sonne das venn in ein sattes orange und wärmte uns (ein wenig) den rücken beim lauf. weil es ja irgendwie doch immer gut geht kamen wir nach 19,4 km in 2:12 wir bei einbruch der dunkelheit auf dem parkplatz an. auch wenn das (kurze) dehnen eher an eine reha-maßnahme erinnerte: der erste lauf 09 - die bislang längste strecke und tag 21, seit ich zuletzt geraucht habe. das fängt ja gut an!

bleibt gesund

ps. hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich für diese im langen mittelteil unbekannte, aber eigentlich wohlüberlegte strecke (geplant 15 km) eine karte bei jogmap erstellt, ausgedruckt und (peinlich, peinlich) laminiert hatte? das nicht nur der weg sondern auch kilometer UND streckenprofil sowie orientierungspunkte dargestellt sind? nein? sie lag auf dem schreibtisch. auch noch, als ich zurückkam.

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Schöne Geschichte!

Jaja, shit happens...

...aber erstaunlicherweise können einen solche Irrtümer auch ganz nett nach vorn bringen. Mein erster 10km-Lauf war mir in Holland "gelungen", als ich am Strand einfach die Zeit vergessen hatte. Als ich das erste mal auf die Laufuhr geguckt hatte, bin ich ziemlich vom Glauben abgefallen...

Und die ersten 13 hatte ich auf dem Tacho, als mir mitten in der Pampa mein GPSr – die "tragbare Landkarte" wohlgemerkt, nicht der Kilometerzähler am Armband - mit leeren Batterien abgekackt war. Beide Distanzen hätte ich eigentlich erst viel später auf dem "Plan" gehabt. Konnte sie aber anschließend locker beibehalten. Ich sag ja: Trainingspläne werden überbewertet ;-)

Viele schöne Kilometer noch!

P

+++ Laufen bringt dich nach vorn +++

die variante mit irrtum...

und rückweg heißt überraschung. venn mittel war der plan (beide ortsmarke roetgen). das gemeine: etwa bei km 8 geht rechts ein steg ab vom hauptweg und zum wanderweg ins naturschutzgebiet. auf den großen karten, die am wegrand stehen, ist der als rot-weiss gestrichelte west-ost-traverse eingezeichnet. wenn ihr zum steg über den getzbach kommt - dann seid ihr schon etwas zu weit, beim schild waldlehrpfad ternell laßt alle hoffnung fahren ;-D. viel spaß

und...

..hat der Schreibtisch den Weg gefunden?
Ich hab auch derartige ungeplante Streckenerweiterungen hinter mir - es war der Ausdauer durchaus zuträglich!
Ich wünsch Dir ein gutes (rauchfreies!!!) Jahr!
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"Geschwindigkeit wird total überbewertet, schließlich betreiben wir einen Ausdauersport!" marcuskrueger

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