Benutzerbild von mja_su_1974

Hallo zusammen,

ich stehe am Anfang meines Läuferdaseins und möchte gerne Leistungsfähigkeit testen lassen. Dazu habe ich jetzt zwei verschieden Alternativen gefunden. Zum einen bei der Deutschen Sporthochschule in Köln einen Leistungstest basierend auf Laktatmessung i. V. m. Atemgasanalyse und Bestimmung der HFmax, zum anderen bei Leistungsdiagnostik.de einen Leistungstest basierend ausschließlich auf der Atemgasanalyse OHNE Ausbelastung und OHNE Bestimmung der HFmax und OHNE Laktatmessung.

Für mich als Laien stellt sich nun die Frage, welcher dieser Test ist aussagekräftiger? Reicht ein Test mit der Atemgasanalyse aus? Alle Trainingspläne, die ich kenne kenne, basieren auf den prozentualen Angaben der HFmax. Wenn diese nicht bestimmt wird, wie kann ich dann die Trainingspläne umsetzen? Laut Aussage des Anbieters kann ein Trainingsplan erstellt werden, der die individuellen Werte auf das Genaueste berücksichtigt. Allerdings kostet dies dann wieder 55 EUR / Monat.

Ich möchte für mich einfach nur wissen, in welchen Bereichen ich vernünftig trainieren kann um den ein oder anderen 10km-Lauf in 1:00:00 zu laufen bzw. wie ich den HM in 02:30:00 oder besser schaffen kann. Grundsätzlich bin ich kein Wettkampftyp. Laufe nur aus Spaß und der Gesundheit wegen. Aber man sollte sich ja auch Ziele setzen ;-)

Hat vielleicht der ein oder andere Erfahrungen sammeln können, gerade mit den beiden Anbietern Sporthochschule Köln www.zeld.de oder www.leistungsdignostik.de

Gruß Marc

Laktattest oder Atemgasanalyse

Hallo Marc
Wer hat dir denn gesagt das du einen solchen Test überhaupt machen sollst.Bei dem was du machen möchtest (1h für 10Km 2:30 für HM) brauchst du keinen Test. Kauf dir lieber eine gute Winterausrüstung Schuhe, Jacke, Hose zum Laufen.
Mein Tipp: Schließe Dich einem Lauftreff an,oder noch besser nimm Kontakt zu einem Lauftherapeuten (gib es mittlerweile in ganz Deutschland)auf. Dort kannst du für das Geld was der Kurs kostet einen ganzen Laufkurs belegen. Die Zeiten die du laufen möchtest kann man mit 2-3 mal wöchentlich laufen in ca. 1 Jahr gut erreichen.
Gruß Peter

wenn, dann beides und noch dazu ...

... eine laufsportärztliche Untersuchung. So würde ich es machen bzw. ich hab's so gemacht. Gute Diagnostiker sichern Laktatwerte ohnehin durch Atemgasanalyse ab, die zudem noch weitere interessante Details zur Trainingsplanung liefern kann.

Mein Tipp: Leistungsdiagnostik plus Komplett-Check inkl. wichtiger Blut- und Urinparameter in der Lüdenscheider Sportklinik Hellersen bei Dr. Ernst Jakob machen. Die sind sehr erfahren und betreuen schon seit Jahrzehnten zahlreiche Hobby- und Spitzenathleten, Olympiateam Skilanglauf etc.

http://www.sportmedizin-hellersen.de/

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Meine Leistungsdiagnostik sah so aus

Leistungsdiagnostik mit Sonnenblume

Ich habe dann in der Auswertung die Pulswerte für die Standard-Trainingspläne schwarz auf weiß bekommen, laufe jetzt also nicht nach % der HFmax, sondern z. B. Tempodauerlauf bei HF 186 bis 200 und GA1 bei HF 162 bis 175. Meine HFmax ist 212.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

zu beginn

ist eine leistungsdiagnostik völlig ausreichend.

Mir persoenlich

waere vor allem wichtig dass der Test auf einem Laufband durchgefuehrt wird, nicht auf einem Ergometer. Als zweiten Anhaltspunkt wuerde ich den Preis bzw den Preisunterschied nehmen und ob ich bereit bin soviel fuer die Leistung auszugeben

cour-i-euse

Hi, ich habe dieses Jahr

Hi,

ich habe dieses Jahr einen Test auf einem Laufband mit Atemgasmessung und Herfrequenzmessung machen lassen. Das ganze hat mich ca. 90 EUR gekostet und die Auswertung war sehr gut: man bekommt genau aufgezeigt, wo die Grenzen der Pulszonen liegen und in welchen Zonen man wie trainieren soll. Das ganze hilft Dir dabei, letztendlich im Training nicht zu übertreiben.

Wenn man diese Infos erst mal hat, kann man sich auch selbst einen Trainingsplan machen. Ein wenig abschauen von den gängigen Trainingsplänen (Steffny etc.) und das reicht. Damit solltest Du Deine Ziele sehr gut erreichen können.

VG, ken

gar keine

Leistungsdiagnostik.
du kannst vernünftig trainieren indem du deine HFmax ermittelst und danach deinen Plan abstimmst. Das reicht aus in diesem Leistungssegment.
Mir persönlich wär dafür jeder Cent zu schade, aber das ist eben Ansichtssache.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

gar keine II

..zumindest jetzt noch nicht.
Lauf Dich erstmal in Form, mach paar kleine Wettkämpfe und dann kannste Dir das immernoch überlegen, ob Du dafür Kohle ausgeben möchtest oder Dir lieber das 13. Paar Laufschuhe davon kaufst.
Ob es sinnvoll ist für Dich, das kommt auf Dein Laufziel an. Aber JETZT ist es meiner Ansicht nach zu früh.
Viel Spaß beim Laufen!

Mach die Leistungsdiagnostik in Kombination

Hallo Sportkamerad Marc

Wie Du gerade feststellen kannst, gehen die Meinungen über die Notwendigkeit einer Leistungsdiagnostik weit auseinander.

Ich persönlich kann diesen Schritt aus langjähriger Praxis nur empfehlen.

Die Leistungsdiagnostik ermittelt nicht nur den Ist-Status eines Sportlers und das gilt für einen Anfänger genauso, wie für einen fortgeschrittenen Sportler, sondern, es wird auch die gesundheitliche Eignung aufgezeigt.
So können auch versteckte Herz-Kreislauferkrankungen oder Anzeichen dafür angezeigt werden.

Die Trainingsempfehlungen aus dieser Diagnostik, führen zu einer Vermeidung von gesundheitlichen Schäden, aufgrund falscher Trainingsbelastungen und natürlich zu einem optimalen Training in den richtigen Belastungsbereichen.

Dabei möchte ich mich auch der Empfehlung vom Sportkamerad Klada anschließen.
Wenn es der Geldbeutel erlaubt, mache einen komplett Check, das heißt Gesundheitscheck, Lauf- und Ganganalyse und Muskelanalyse, dort gibt es häufig sehr interessante Erkenntnisse über seinen eigenen Körper..

Zur Beantwortung Deiner Frage:
In jedem Fall sollte es ein Laktattest in Kombination mit der Spiroergometrie sein.

Dieser Test sollte natürlich auf dem Laufband erfolgen, weil hier Deine Laufgeschwindigkeit in km/h als Intensität und die sich daraus ergebene Pulsfrequenz ermittelt wird, während auf dem Fahrradergometer, die Leistungsfähigkeit in Watt ermittelt wird.
Die Werte vom Fahrrad sind aber auf das Laufen nicht übertragbar.

Warum nun beides:
Bei der Spiroergometrie wird die VO2max als Indikator für Deine Ausdauerleistungsfähigkeit ermittelt. Ein weiterer Punkt ist, das anhand der Sauerstoffaufnahme auch eine Trainingsempfehlung im Hinblick auf die Energielieferung gegeben werden kann.

Der Kern ist aber, das Ermitteln der Schwellenbereiche (aerob und anaerob).
Beim Laktattest können sie genauer ermittelt werden als bei der Spiroergometrie.
Das liegt daran, das beim verändern Deiner Ausdauerleistung, die Spiroergometrie nicht ganz so sensibel reagiert, wie Laktat.
Insofern können Trainingsempfehlungen über Intensitäten und Dauer, durch einen Laktattest genauer bestimmt werden.

Mit sportlichen Grüßen
Udo

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