Hallo zusammen,
im März habe ich angefangen zu Laufen. Ich bin dann gleich beim ersten Mal 6 Km gelaufen und war dann erstmal etwas platt.
Die weiteren Läufe waren dann 1-2 mal wöchentlich ca.4Km und der letzte Lauf war denn ca. 8 Km(das war nicht geplant, hat sich so ergeben...)

Später habe ich dann erfahren, dass ma so ja nicht anfängt und sich langsam steigern sollte.

Im Sommer war es mir dann zu warm und ich habe nur Gymnastik und im Verein Sport gemacht.

Mit welcher Streckenlänge wäre denn ein Wiedereinstieg sinnvoll.....?

LG
Feli

Hallo Feli, Absoluten

Hallo Feli,

Absoluten Anfängern wird ja meist empfohlen langsames Laufen und Gehen abzuwechseln (alle 5min oder so) und so erst mal 30min am Stück zu lauf/gehen und nicht in Kilometern zu rechnen sondern in Zeit. Dann wird oft empfohlen ca. 3 Wochen das gleiche Pensum zu machen, bevor man sich steigert - um höchstens 10min mehr und auch nur dann, wenn man sich fit fühlt - sonst, noch eine Woche dran hängen. Und wenn man dann bequem 45min durchhält, fängt man an, die Gehpausen zu schrumpfen, sodass man z.B. 5min läuft und nur 2min geht usw.
Ich selbst bin dafür allerdings auch(?!) zu ungeduldig (fange gerade wieder mit dem Laufen an, wobei ich früher Wettkämpfe gelaufen bin und Laufen/Gehen daher ein bisschen zu langweilig finde, auch wenn es vielleicht viel vernünftiger wäre).

Bei Dir hört es sich so an, als seist Du ja nicht unfit - immerhin kann nicht jeder 6km oder 8km mehr oder weniger ohne Übung laufen, auch wenn er hinterher platt ist... Ich versuche den Wiedereinsteig jedenfalls anders und vielleicht ist das auch was für Dich. Ich hab mir vorgenommen, in den ersten drei Monaten nicht mehr als 20km die Woche zu laufen und nicht häufiger als jeden zweiten Tag. Vorerst laufe ich Strecken zwischen 3.5 und 5km auf wechselnden Untergründen, wobei ich die Strecken relativ flach wähle. Wenn ich mich nach 2 Monaten etwas fitter fühle, werde ich etwas einbauen, das wir früher im Training gemacht haben - nennt sich Fahrtspiel. Das heißt nichts anderes, als dass man mit der Geschwindigkeit spielt. z.B. bis zum nächsten Laternenpfahl zügig, dann bis zur nächsten Ecke langsam, vollgas bis zur Brücke usw. Man kann das spontan selbst entscheiden. Anstrengender ist es in einer Gruppe, in der jemand anders vorgibt, wie und wann man das Tempo ändern soll...

Wenn ich erst mal drei Monate geschafft hab, werde ich mich zur Motivation mal bei einem Volklauf über 5km anmelden und sehen, wo ich stehe. Dann kann ich auch langsam wieder an echte Tempoarbeit, Hügeltraining und Intervalltraining denken - aber das muss man ja nicht unbedingt sein. Stattdessen oder zusätzlich kann man dann ja auch langsam die Strecken ausbauen. Nach meiner Erfahrung sollte man aber durchaus ein halbes Jahr erst mal Grundlagen schaffen, bevor man lange Läufe jenseits der 10km macht, dann ist das Verletzungsrisiko geringer und wenn man das Pensum locker schafft, macht es einem auch mehr Spaß.

Mir hilft es, wenn ich aufschreibe, was ich pro Woche mache - wieviel Kilometer und wie schnell. Ich schreibe auch auf, wenn es irgendwo zwickt. Einserseits hilft es der Motivation, wenn man die ganzen Einträge sieht und sein Büchlein füllt. Andererseits ist es eine Kontrolle, damit man sich nicht übernimmt. Wenn man Wehwehchen aufschreibt, kann man evtl. auch Rückschlüsse ziehen, wie es dazu gekommen ist und geeignete Verbesserungen treffen (z.B. Schuhe sind zu ausgelatscht, zu weit gelaufen, zu wenig Pausentage etc.)

Hoffe, das waren jetzt nicht zuviele Weisheiten auf einen Haufen - jeder hat natürlich eine etwas andere Philosophie...

Viele Grüße und viel Erfolg,
die Öcherin

Hallo Öcherin

Hallo Öcherin,

vielen lieben Dank für die ausführlichen Tipps :-)

Ok, dann werde ich jetzt mal meine Ungeduld zügeln und mich diesmal
langsam an das Laufen rantasten.

Den Ratschlag mit dem Lauftagebuch finde ich sehr gut, so behält man den Überblick.

Also nochmal, vielen Dank für Deine Mühe... :-)

Viele Grüße
Feli

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