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Weniger ist oftmals mehr – eine Woche danach

Endlich – meine Beine waren erholt, zumindest fühlte ich es so. Ich wollte ja eigentlich eine Woche wirklich pausieren, regenerieren und evtl. wenn es sein muss nur leichtes Radfahren oder zügige Spaziergänge anstellen. Zumindest habe ich mir das nach dem 30er Lauf in den Voralpen geschworen. Aber mein Läuferherz wollte was ganz anderes. Schon am dritten Tag schrie es nach Auslauf, nach meinen Wäldern, nach einem gemütlichen Lauf und so nahm ich kurzer Hand am Mittwoch meine Schuhe und lief los. Zuerst ging es noch ganz gut, doch dann – nach 2 km – schmerzte wieder die Wade. Und weil dies nicht reichte meldete sich auch gleich wieder die Achillessehne hinzu. Dabei war ich ja wirklich nicht schnell und …. na ja, ganz ebene Flächen waren es nicht, ich wollte einen kleinen Trail machen und etwas Hügelig laufen usw. Vielleicht etwas zu früh angegangen, aber was soll´s, ich bin die 7,5 km dann doch noch recht gut durch gekommen. Zuhause ging es mir dann schon mal wesentlich besser, denn so ein Auslauf ist doch das Beste was man tun kann. Den Fuß behandelte ich dann wieder mit etwas Salbe und bandagierte die Wade. Am nächsten Tag war nichts mehr zu spüren. Dennoch beschloss ich doch noch etwas zu ruhen und lief an diesem Tag nicht. Vorgehabt hätte ich es am Freitag, aber da kam mir dann was dazwischen und so versuchte ich mein Glück ein weiteres Mal am Samstag. Anfangs etwas schwer, aber dann kam ich in einen guten Rhythmus und hätte am liebsten noch weiter laufen wollen. Aber meine Vernunft siegte an diesem Tag und nahm mir dann lieber nochmals den nächsten Tag vor. So wurde die Wade wieder am Abend in eine Bandage gelegt und heute Morgen ging es wieder richtig gut. Prompt konnte ich statt die vorgehabten 7 oder 8 km gleich mal in 10,7 km ausweiten und wenn ich was zum Trinken mitgenommen hätte, wäre es wohl noch weiter gegangen. Aber es ist vielleicht auch ganz gut, wenn ich mal etwas langsamer und kürzer trete, denn mein nächsten Wettbewerb ist schließlich in 3 Wochen. Ganz untrainiert bin ich ja nicht und so schadet es meinem Körper sicher nicht, wenn ich jetzt mal etwas langsamer mache und versuche zu regenerieren. Momentan klappt das super, aber ich merke meine Ungeduld, denn je näher nun die Zeit rückt und ich in dieser Zeit wenig bis gar nichts mache, bekomme ich natürlich wieder mal etwas Schi….. Diese Unruhe, diese Unsicherheit, die habe ich immer noch – auch nach 10 Marathons, 2 Bergläufe, mehrere Sprints-Läufe, etc. Wenn ich dann den Wettbewerb gelaufen bin und (meistens besser als gedacht) ins Ziel laufe, bin ich so happy, das ich die Welt umarmen könnte. Deshalb denke ich, das ich bis jetzt noch auf dem richtigen Weg bin und mal das Sprichwort zu Herzen nehme: weniger ist oftmals mehr.

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