Benutzerbild von Thomas_Kramer

Hallo zusammen,
ich hatte nach einem 20km Lauf vor ein paar Wochen plötzlich Knieschmerzen. Und zwar am rechten Knie aussen, sobald es bergab ging oder ich Treppen herunter lief. Ich pausierte danach für 1,5 Wochen. Als ich danach wieder mit einer kürzen 8km Strecke das Laufen wieder aufnahm hatte ich plötzlich die Knieschmerzen schon während des Laufens. Es ist also schlimmer geworden. Der Orthopäde konnte auf dem Röntgenbild nix falsches Erkennen, genauso wenig beim Abtasten des Knies. Er meinte es müsse was mit meiner Statik sein, sprich ich würde irgendwie falsch laufen. Das kam mir schon sehr komisch vor, da ich eher eine Diagnose in Zusammenhang mit den Sehnen oder Bändern erwartet hatte. Er verschrieb mir Einlagen, die zusammen mit meinen Laufschuhen bei Runners Point analysieren liess. Die Einlagen passten zu meinen Schuhen. Auch meinte der Onkel Doc ich solle beim Laufen nicht pausieren, sondern einfach (auch trotz Schmerzen) weitermachen. Ich könne sogar meinen Halbmarathon laufen. Das kam mir sehr merkwürdig vor. Aber na gut, ich fing wieder an zu Laufen und absolvierte auch den Halbmarathon (unter teilweise heftigen Schmerzen). Als die Schmerzen beim Laufen mit den Einlagen immer stärker wurden bin ich wieder zum Orthopäden. Er beharrte auf seiner Meinung, dass es eine Weile dauern würde, bis mein Knie sich an die Einlagen gewöhnt hätte und ich trotz Schmerzen weiterlaufen sollte. Er gab mir zudem auf Krankengymnastik für das Knie zu machen, um die Muskulatur am Knie aufzubauen. Als ich nach einer Kernspintomographie (MRT) fragte, meinte er, dass dies bei mir nicht notwendig sei, da alles in Ordnung sei. Ich solle in 2 Wochen wieder kommen. Mittlerweise sind die Schmerzen beim Laufen kaum noch aushaltbar. Ich bin jetzt soweit zu einem anderen Ortophäden zu gehen, um mir eine Zweitmeinung einzuholen.

Wenn jemand von Euch ähnliches erlebt hat oder eine Vermutung hat, woran es liegt, würde ich mich freuen, wenn ihr hier was posten würdet. Tausend Dank.

Läuferknie

Hallo Thomas,
ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem. Ich war damit zwar noch nicht bei einem Arzt, aber an deiner Stelle würde ich den Doc wechseln.
Nachdem was ich in der Läuferbibel, von Mathias Marcquart gelesen habe, ist das einfach eine Überbelastung und eventuell bei mir eine Blokade im Rücken. Ich habe mich bei einem guten Ostepathen manuell therapieren lassen, außerdem verzichte ich auf die Tempoläufe. Heute bin ich 32 km gelaufen und habe das Knie nur am Berg gespürt. Das war vor der Behandlung anders.

Knieschmerzen

Auweia, ganz ehrlich, spätestens in dem Moment, in dem mir der Arzt empfohlen hätte sogar einen HM mit Schmerzen zu laufen, hätte ich mich anderweitig umgesehen.

Ich laufe mittlerweile mit einer Schiene am rechten Knie und orthopädischen Einlagen, dafür schmerzfrei. Ebenso war bzw ist es ein Problem mit der Statik. Mein rechtes Bein knickt beim auftreten minimal nach innen, sodass der Muskelstrang der rechts aussen vorbei führt, ohne Schiene nach ca 3 Km doppelt so dick ist wie der am anderen Bein, von den Schmerzen mal ganz abgesehen.

Es hat ne Weile gedauert bis der Dok mir die Schiene verordnet hat, aber dank dessen sind 12 - 13 km schmerzfreies laufen wieder drin.

Viele Grüße und viel Erfolg bei deinem Problem

Auweia....

Hallo,

ich bin übergewichtiger Laufanfänger (bald gewesen)und habe mich mit diesem Problem auch ein halbes Jahr rumgeplagt. Wie Du die Symptome beschreibst ist es lt. Wiki ja das "Das Läuferknie oder Ilio-tibiales Bandsyndrom (ITBS) oder Tractussyndrom ist ein weitverbreitetes Schmerzsyndrom, das durch Überbeanspruchung des Bewegungsapparates vor allem bei Läufern auftritt." Dort ist auch eine mögliche Therapie angegeben, die Du mit deinem Orthopäden besprechen solltest. In der Tat wird ein MRT dann nicht notwendig sein, wenn man das ITBS eindeutig diagnostiziert hat. Nur mit diesen Schmerzen kann man nicht lange laufen und ich glaube auch ,sollte man nicht laufen. Ich habe meine Schuhe gewechselt und bin kurze Strecken mit harten Turnschuhe langsam gelaufen, bergab gegangen. Vor dem Laufen habe ich insbesondere Dehnübungen für die Knie- und Hüftpartien gemacht. Bei Auftreten des Schmerzen habe ich zwischendrin angehalten und nochmal gedehnt, oder auch nur mehrmals in die Hocke gegangen, das hat kurz etwas gelindert und dann bin ich nur noch abgekürzt zurück gelaufen. Dann habe ich mehrer Tage dazwischen pausiert, bis ich beim normalen Gehen und Treppeabwärts nichts mehr bemerkte, dass dauerte so 2-4 Tage. Damit konnte ich immer ein Stück weiter laufen bis die Schmerzen wieder anfingen. Nach nun einem halben Jahr bin ich diesbezüglich bis 20km fast beschwerdefrei, bergab passe ich immer noch auf. Zum Dehnen habe ich jedoch meistens keine Lust mehr.
Insofern ist meine Erfahrung damit, dass ich durch das reine Pausieren das Problem nicht wegbekommen habe, da es danach sofort wieder auftrat. Aber ich habe es aufbauend bis zum Beginn des Schmerzes rauslaufen können.
Bewusst ausdauernd mit Gewalt über den Schmerz würde ich nicht machen, soviel Vertrauen hätte ich nicht zu meinem Orthopäden, zumal ich in diesem Zusammenhang nirgends eine dahin gehende Empfehlung gelesen habe, dass wäre mir als Einzelmeinung meines Arztes zu wenig.
Ich denke, Du musst deinen Umfang zunächst einschränken und ausprobieren, mit welchen Kombinationen Schuhe-Einlagen-Strecke Du am besten klarkommst.

Dabei wünsche ich Dir schnellen Erfolg

Grüße

Seit wann und wie intensiv läufst Du denn?

Hi,

ich hatte zu Beginn meiner Läuferkarriere auch Knieschmerzen und eine ähnliche Diagnose vom Arzt. Fakt ist ja, dass sich Gelenke, Sehnen und Bänder an die "neue" Belastung langsamer gewöhnen und anpassen als die Muskeln, falls Du also noch nicht so lange laufen solltest und tendentiell eher etwas viel willst, könnte das schon auch zu Schmerzen führen, bezieh das mal in Deine Überlegungen mit ein. Und dann müsstest Du tatsächlich weitermachen, allerdings unterhalb der Schmerzgrenze, und einfach etwas Geduld haben, bis sich auch alle nichtmuskulären Teile Deines Körpers an die Belastung gewöhnt haben. Bei mir sind die Schmerzen inzwischen komplett vorbei.

JogOn
Agurion

nochmal...

Hallo,

beim Weiterlesen habe ich gerade diese Seite wieder gefunden. Die angegebenen Therapien decken sich sogar mit den von mir oben beschriebenen eigenen Erfahrungen und hören sich m.E. vernünftiger an als das, was dein Orthopäde Dir rät.

http://www.sportordination.com/laeuferknie_itbs.htm

Grüße

Läuferknie

Auch bei mir stellte sich mal die Diagnose....Läuferknie.....
und wenn es das bei dir tatsächlich sein sollte dann ist das behutsame weiterlaufen sicher eine Möglichkeit, es durch ....**Auslaufen **** zu kurieren.
Ich bin auch weitergelaufen, täglich sogar . Beim Start hatte ich immer relativ starke Schmerzen die dann aber nach ca 2 km nachgelassen haben. Bei mir hat es einige wochen gedauert bis ich wieder schmerzfrei war . Allerdings hatte ich auch keine >Einlagen oder sonstiges.

Das war eben meine Erfahrung.....

LG und Gute Besserung
Bandit

"MRT ist bei Ihnen nicht notwendig"

Kommt mir irgendwie sehr bekannt vor. Mein Sportarzt wollte mir auch die MRT, die mir seine Vertretung schon verschrieben hatte, wieder ausreden. Es sei "nur" eine Bänderdehnung. Ich hab die MRT zum Glück trotzdem machen lassen: Meniskuseinriß! Wenige Tage später lag ich auf dem OP-Tisch. Als der Sportarzt nach drei Wochen aus dem Urlaub kam, meinte er nur: "Oh, da hab ich mich wohl geirrt!"
Ich würde jedenfalls auf einer MRT bestehen, notfalls zu einem anderen Arzt gehen. Die beschriebenen Symptome hören sich sehr ähnlich wie bei mir an, bei mir war es nur der Innenmeniskus, bei Dir wohl Außen. Und eingerissen scheint er auch noch nicht zu sein, das hättest Du wahrscheinlich gemerkt. Ich wußte sofort, dass da was kaputtgegangen war. Aber lass das auf alle Fälle abklären, bevor schlimmeres passiert.
Ich laufe seit gestern, 6 Wochen nach der OP, wieder, Gott sei Dank!

Liebe Grüße
Renate

03.10. 6h-Lauf in Kleinkarlbach
23.10. Drachenlauf
12.11. 6h-Lauf Troisdorf

Kleine Hilfe

Hallo Thomas,

Ich bin Physiotherapeutin und kann nur vermuten, was es ist. Die genaue Lokalisation Deiner Schmerzen ist erstmal sehr wichtig. Ist es am Gelenkspalt oder am Wadenbein ( sitzt etwas tiefer und man fühlt einen runden Knochenkopf ) Oder sitzt es dazwischen ?
Ist es während des Laufens passiert ? Bist Du vielleicht vorher oder auch vor Tagen ( oder Wochen ) umgeknickt ? Wenn Dein Arzt nichts findet, ist das gut ! Das heißt, Du hast kein strukturelles Problem, sondern ein funktionelles. Das müsste Dein Physio aber eigentlich austesten können. Vielleicht hast Du eine Blockierung am Fuß. Wenn Du mit den Einlagen mehr Schmerzen hast, dann lass sie weg. Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers und es ist fatal sie länger zu ignorieren. Du könntest Dir damit dann ein tatsächliches Problem züchten. Falls Ich Dir noch weiterhelfen kann, will ich das gerne tun.

Viele Grüße

Running Conni

Osteopathieforum Osteocracks

www.osteocracks.de

Hi Conni, vielen dank für

Hi Conni,

vielen dank für Deinen Support.
Bzgl. der Lokation des Schmerzes: es ist am rechten Knie rechts neben der Kniescheibe an der Seite. Es schmerzt nicht, wenn ich mit den Fingern oder Hand dran rumknete, aber es schmerzt wenn das Bein angewinkelt und dabei eine hohe Belastung drauf ist (z.B. beim Treppen runtergehen oder beim Bergablaufen).
Ich habe mir jetzt nochmal neue Laufschuhe gekauft. Vielleicht hat die Dämpfung der alten Schuhe mit der Zeit nachgelassen und die Belastung für das Knie war dann wohl zu hoch. Mal schauen.
Ansonsten bin ich gar nicht umgeknickt. Es fing auf einmal nach einem 20km Lauf an. Also nicht während des Laufens, sondern erst danach. Die Schmerzen gingen auch schnell wieder weg (über Nacht). Nach dem nächsten Lauf hatte ich dann die gleichen Schmerzen wieder anschliessend. Dann habe ich erstmal 1,5 Wochen pausiert - dachte an eine Überlastung oder so was. Nach dieser Zeit bin ich dann wieder Laufen gegangen und hatte ich wieder diese Schmerzen, diesmal sogar noch schlimmer. Dann bin ich zum Arzt.
Werde mir jetzt bei einem anderen Ortophäden eine Zweitmeinung einholen. Die Beiträge in diesem Forum haben mich in diesem Beschluss bekräftigt. Ich denke so wie Du auch, so ein Signal vom Körper wird schon einen Sinn haben. Einfach so weiter zu laufen mit Schmerzen fine ich nicht sinnvoll.
Danke nochmals für Deinen Support. Freut mich, so viele Meinungen hier zu bekommen. Man fühlt sich gut aufgehoben in dieser Community. :)

Ja, das ist gut, wenn Du Dir

Ja, das ist gut, wenn Du Dir eine zweite Meinung holst. Es kann aber sein, dass derjenige auch nichts "Strukturelles" findet. Es wäre vielleicht sinnvoll, jemanden zu Rate zu ziehen, der Dich auf "funktionelle Störungen" testet. Also ein Manualtherapeut ( Physio oder Arzt ). Beschwerden, die auftauchen und trotz Pause nicht wieder verschwinden, haben ihren Entstehungszeitpunkt nicht selten in der früheren Vergangenheit. Wenn der Körper einer "Belastung" ausgesetzt wird, die er in diesem Moment nicht mehr kompensieren kann, taucht ein Schmerz auf der bleibt. Ich wünsche Dir viel Glück!

Osteopathieforum Osteocracks

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Hatte letztes Jahr auch

Hatte letztes Jahr auch Probleme mit dem Läuferknie, geholfen hat mir die Physiotherapeutin die mir zum Aufbau der Oberschenkelmuskulatur geraten hat. Der Orthopäde wollte nur Fotos machen und mir neue Schuhe aufschwatzen...
Nach ein paar Wochen Laufpause und den passenden Übungen hatte ich nie wieder Probleme!

Hallo Thomas

bei mir fing es im Nov. 2010 nach einem Lauf über 30 km an.
Ähnlich wie bei Dir, war ich im Alltag schmerzfrei, aber beim laufen Schmerzen nach 3-4 km. Bergrunter, auf meiner Hausrunde bei ca. 7 km, hätte ich heulen können, solche Schmerzen hatte ich. Zuerst zu dem einen Orthopäden "dann laufen sie halt weniger, sie werden auch älter", bin ich im im Feb./März dann zu einem anderen, selbst laufenden Orthopäden.
Mit der Diagnose Läuferknie (bestätigt nach MRT) hat mein Orthopäde mir im April 4-6 Wochen Laufpause verordnet. Ich habe 5 genommen ;-). Auf den Aufnahmen war zu erkennen, dass Band und Sehe aneinander reiben und deshalb die Beschwerden auch immer erst nach 20-30 Min. Belastung auftraten.
In der Zeit bin ich geschwommen (Kraul, weil Brust geht aufs Knie!) und Crosstrainer ging auch. Bei mir ist vermutlich ein Bänderriss vor 3 Jahren die Ursache. Ein befreundeter Physio hat zusätzlich meinen Fuß manuell behandelt. Es hat lange gedauert, aber letztendlich war die manuelle Therapie, die Laufpause und Dehnübungen für die Knieaußenseite das, was mir geholfen hat. Mittlerweile kann ich wieder 20 km laufen und ich wünsche Dir das gleiche!
Aber es braucht Zeit. Ach ja, da muß man dran glauben, aber zusätzlich habe ich eine 3 Monatskur mit Ackerschachtelhalm-Kapseln gemacht.

Alles Gute von der Kniescheibe ;-)

Hallo! Ich hatte dieses

Hallo!

Ich hatte dieses Problem vor einem Jahr auch nachdem ich regelmäßig (alle 2 Tage) trainiert habe. Bin daraufhin zu meinem Physiotherapeuten gegangen und der hat festgestellt, dass ich Schuhe mit viel zu viel Korrektur habe. Wohl bemerkt: diese wurden mir auf dem Laufband angepasst und ausgemessen. Mein Physiotherapeut meinte, dass ich gar keine Korrektur brauche und lieber ganz normale Schuhe allerdings mit vernünftiger Dämpfung aber OHNE Korrektur brauche. Auch wenn diese mir im Laufschuhspezialisten-Laden empfohlen wurden. Ich habe mir neue Schuhe gekauft. Die Schmerzen wurden langsam weniger und sind heute weg.

LG

Läuferknie

Hallo,
ich hatte letztes jahr ähnliche probleme.ich habe nach einem 15km lauf zu hause schmerzen bekommen, die so akut waren, dass ich ohne schmerzen keine Treppen mehr runter laufen konnte. ich bin damals auch zu verschiedenen Ärzten gelaufen, die aber nichts konkretes gefunden haben.
Erst ein Besuch bei einem guten Physio brachte die erlösung. nach zwei bis drei sitzungen dort, konnte ich wieder zu laufen beginnen.

Ich hatte einen blockierten Nerv im Rücken (Stabilitätsprobleme) und die typischen symptome des "läuferknies". Mit der mobilisierung der Triggerpunkte ist es stetig besser geworden. Leider kommen die Schmerzen immer wieder einmal zurück.

Gute Besserung

Hallo Thomas, mir ging es

Hallo Thomas,

mir ging es ähnlich wie Dir. Bisweilen laufe ich wieder völlig ohne Knieprobleme.

Folgendes hat bei mir geholfen:
- Pause
- Verstärktes Muskeltraining! (keine Ahnung, wie das zusammenhängt, aber es scheint zu helfen)
- Einlagen (die hast Du ja schon)

Auf jeden Fall würde ich nochmal einen anderen Arzt konsultieren.

Aber probiere es wirklich mal mit Muskeltraining. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen!

Gruß
Alex

Hallo Thomas, mir ging es

Hallo Thomas,

mir ging es ähnlich wie Dir. Bisweilen laufe ich wieder völlig ohne Knieprobleme.

Folgendes hat bei mir geholfen:
- Pause
- Verstärktes Muskeltraining! (keine Ahnung, wie das zusammenhängt, aber es scheint zu helfen)
- Einlagen (die hast Du ja schon)

Auf jeden Fall würde ich nochmal einen anderen Arzt konsultieren.

Aber probiere es wirklich mal mit Muskeltraining. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen!

Gruß
Alex

Es ist

das IT-Band, welches kurz unter dem Knie am Fibula-Köpfchen ansetzt, sich als breite Sehne am Oberschenkelknochen außen vorbei bis zur Muskulatur an der Hüfte und Gluteus Maximus(großer Arschmuskel) fortsetzt. Bei deinen Schmerzen ist die Stelle am Oberschenkelknochen entzündet, an der das Band vorbeiläuft. Das mußt du als erstes lindern z.B. mit Magerquarkpackung. Als Paralleles mußt du die beschriebene Muskulatur dehnen bis zum geht nicht mehr. Das ist langwierig, aber nötig. Gleichzeitig sind einbeinige Kniebeugen zu machen, wobei darauf geachtet wird, das das Knie nach vorn gerade läuft. Ist anstrengend. Diese Kniebeugen kräftigen die bei Läufern meist unterentwickelte Muskulatur am Gesäß.
Das Ganze ist eine muskuläre Dysbalance, wobei die Bein- muskeln kräftiger sind, als der Rest. Wahrscheinlich bist du nur am laufen und nicht am dehnen. Für Dehnungsübungen mußt einfach googlen.
Um aber weiter zu laufen, gehen auch Sprints bis etwa 200-300m. Dabei werden die Knie nicht so gewinkelt wie beim Langstreckenlaufen. So kann man trotzdem was machen und rostet nicht ein. Ich würd sowieso nicht völlig pausieren, sondern in Bewegung bleiben mit geringen Umfängen.
Muskeln immer im warmen Zustand dehnen. Bringt mehr.

habe ich vor einigen Wochen

habe ich vor einigen Wochen an meinem linken Knie auch wieder gehabt. Nach dem dritten lauf schmerzen. Da ich das schon mal hatte, sofort zum Knochenbrecher. Der schaut sich meinen Rücken an, da hamma es...gedrückt, hat knacks gemacht und schon war es wieder o.k.....Wenn die Wirbeln im gesamten Rückensystem sich verstellt haben, so ist es bei mir drückt es irgendwann auf`s Knie!!!

Alles andere kenne ich nicht...

Nur jeder Mensch ist anders"

Nachtag: Die Lösung zu meinem Problem

Letztendlich habe ich dann noch eine professionelle Laufanalyse machen lassen.

Das Ergebnis war: Ich habe das IT-Band Syndrom (Läuferknie).
Mit einer Kamera-Analyse auf dem Laufband wurde dann folgendes festgestellt:

Füße und Knie:
Mein Füße knicken leicht nach innen ein, daher wurden mir auch die Stabilitätsschuhe bei Runners Point angedreht.
Mit den Stabilitätsschuhen wird mein Einknicken korrigiert, jedoch dabei die Kniehaltung und Kniebewegung verschlechtert. Die richtige Kniehaltung und Kniebewegung ist (und das wurde ausgetestet) bei neutralen Schuhen ohne Zwischensohle und insbesondere bei Natural-Running Schuhen besser. Doch bei denen knickt ja der Fuß ein. Ein Teufelskreis. Daher kam auch der Experte ins Schwitzen bzgl. einer Empfehlung. Dazu später mehr.

Oberkörper:
Bei der Analyse des Oberkörpers fiel auf, dass ich mich zur linken Seite lehne, wenn die Belastung auf dem rechten Bein ist. Beim anderen Bein passiert das nicht, was zeigt, dass meine rechten Abduktoren (Muskeln um die Hüfte herum) nicht genug gekräftigt sind. Die mangelnde Kraft in diesen Muskeln würde ich durch das seitliche Gegenlehnen ausgleichen wollen. Diese falsche Haltung könne auch dazu beitragen, dass die Sehne langgezogen wird und dadurch eher über das Kniegelenk reibt als es sonst der Fall gewesen wäre.

Beine:
Beinhaltung soweit okay, jedoch stellte man fest, dass ich zu stark mit der Ferse auftrete (typischer "Heel-Striker"). Und zwar so, dass ich bei jedem Auftreten extrem stark abbremsen würde. Das Abbremsen hat zur Folge, dass die dabei entstehende Kraft und Rotation u.a. durch das Knie (mit einer Federbewegung) absorbiert werden muss. Das würde extrem den Meniskus (und natürlich auch das IT Band) beanspruchen, das mitverantwortlich für meine Knieschmerzen sein kann. Durch die ständige Federbewegung beim Laufen würde ich auch jedes Mal unbewusst Krafttraining für die Oberschenkel und Wadenmuskulatur ausüben, das dazu führt, dass zu viele Muskeln aufgebaut werden, die dann der Bewegung der Beine schaden. Und genau das ist auch bei mir der Fall, da ich mein Bein nach dem Abrollen gar nicht mehr richtig ausstrecke. D.h. die Bewegung meiner Beine beim Laufen hört eigentlich viel zu früh auf.
Schon scheiße wenn man vor Kraft kaum Laufen kann. ;)

Die Empfehlung:
1.) Ich sollte keine Stabilitätsschuhe mehr tragen, sondern eher Richtung neutrale Schuhe ohne Zwischensohle oder Natural-Running Schuhe gehen (letzteres wäre das beste). Damit hab ich dann das Problem mit der falschen Kniebewegung erst mal vermieden.
2.) Ich muss spezielles Krafttraining für die Abduktoren machen. Damit wird sich meine Ausgleichsbewegung mit dem Oberkörper verringern, was meinem Knie auch gut tun wird.
3.) Ich soll beim Laufen darauf achten, wie ich niht mehr mit der Ferse zuerst aufsetze, um ein Abbremsen und die damit verbundene zu starke Kniebelastung zu vermeiden. Ich sollte daher überdenken, meinen Laufstil zu ändern und beim Laufen eher auf dem Mittelfuss/Vorfuss(nicht die Zehen) zu landen. Jedoch muss ich dafür erst die Fußmuskulatur speziell auftrainieren. Mir wurde eine Weichmatte angedreht, auf der ich auf einem Bein balancieren muss. Ist recht schwierig, würde aber die Muskulatur trainieren. Auch sollte ich erst für mindestens 3-4 Wochen nur ganz kleine Strecken 4-5km mit Natural Running Schuhen laufen, damit der Fuß langsam die Muskulatur aufbauen kann. Man muss dabei sehr aufpassen, da man sich bei Natural-Running sehr schnell andere Probleme zuziehen kann (Achilles Sehne, etc.), wenn man es am Anfang gleich übertreibt. Mit dem Aufbau der Fußmuskulatur (das kann ein halbes Jahr dauern) wird sich mein Einknicken verringern. In 6 Monaten sollte man dann nochmal eine Laufanalyse machen und schauen, wie weit sich das Problem mit dem Einknicken verringert hat.

Nach der Laufanalyse habe ich mich ein wenig in das Thema Natural Running eingelesen. Die Bücher "Natural Running" von Danny Abshire und "Born to Run" von Christopher McDougall haben mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet, wie falsch ich doch die ganze Zeit gelaufen bin und wie all diese Läuferkrankheiten eigentlich entstehen. Ich bin seitdem nur noch mit den Nike Free Run Schuhen gelaufen und habe versucht, nicht mehr mit der Ferse zu landen. Und ich hatte sofort nach dem ersten Lauf keinerlei Probleme mehr mit dem Knie (IT-Band). Mittlerweise bin ich auf Newton Schuhe umgestiegen, die speziell für Natural Running konzipiert sind. Ich war echt überrascht, wie schnell sich mein Knieprobleme in Luft auflösen kann, wenn man nur richtig läuft. Ich kann jedem nur empfehlen, diese beiden Bücher zu kaufen und zu lesen, wenn man sich mit Läuferkrankheiten rumplagt!

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