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Hab’ ich eigentlich in meinem bisherigen Läuferleben gar nichts gelernt? Wofür stöber ich denn immer in den Foren herum und lese alle möglichen und unmöglichen Läuferberichte? Alles für die Katz’!
Wie alles begann: gestern abend mit einem riesen Hunger nach Hause gekommen. Ok, so eine kleine Portion Müsli vor einem Lauf geht immer. Ich muss meinem Körper halt eine Stunde Zeit geben, um den Kram wegzuverdauen. Also, Müsli gemacht und verspachtelt – immer noch Hunger. Im Kühlschrank waren doch noch eine Portion Griespudding und ein Milchreis – her damit. Na, das fühlt sich doch schon viel besser an. Jetzt nur noch eine Stunde warten, dann kann der Lauf beginnen.
Das Unheil nimmt seinen Lauf: in der Zwischenzeit kann man ja schon mal alles bereit legen, den Gremlin starten und auf den Balkon legen, die Schuhe bereitstellen, langsam anfangen sich umzuziehen – fertig.
Jetzt noch 20 Minuten warten bis die Stunde um ist, dann kann es los gehen. Jetzt noch 18 Minuten warten, noch 17 Minuten.
Jetzt aber! Nee, immer noch nicht, dauert noch 15 Minuten. Aber der Magen fühlt sich doch schon wieder ganz aufgeräumt auf. So leer wie der war, ist eh schon alles durch. Außerdem sollst du eh nicht zu schnell laufen – und bis du dann am „Berg“ bist ist die Viertelstunde auch vorbei.
Stimmt eigentlich, dann also los.

Der Anfang war ok, die erste kleine Rampe ging noch, danach wurde schon das Laufen im flachen Bereich anstrengend. Der Magen begann langsam zu rebellieren (da war wohl doch noch nicht alles durchgeschleust – ach nee), Berg ab ging wieder den Umständen entsprechend gut, aber dann kam mein „Berg“ (na ja, was man im Flachland halt so „Berg“ nennt). Die ersten paar Meter hab ich mich noch joggend hoch geschleppt, bin dann aber schnell auf „gehen“ umgeschwenkt.
War ja klar!!! Wie doof muss man denn auch sein!!! Vor dem Lauf mehr essen als sonst und dafür den Start vorverlegen – wie dämlich!!!

Als ich oben war bin ich dann innerlich fluchend nach Hause gejoggt. Am Ende habe ich genauso lange gebraucht wie sonst auch – und das mit Gehpause!!! Shit – was wäre das für eine Superzeit geworden, wenn ich nur ein bischen länger gewartet hätte mit dem Start!!!
Naja, zumindest weiß ich jetzt, dass ich „schnell“ laufen kann, wenn ich meine Musikmaschine (als Taktgeber) zu Hause lasse (da war nämlich ausgerechnet heute der Akku leer).

Ich bin schon gespannt, war mir Lektion 3 bescheren wird.
Bis demnächst,
die_alternative

4
Gesamtwertung: 4 (2 Wertungen)

Erfahrung

also diese Erfahrung durft ich auch schon machen ;-) Und ich hab wirklich eine Stunde gewartet, nach dem Müsli!! Aber Müsli braucht wohl etwas länger, um beim Lauf nicht weiter zu stören.

laufend laufen

Bei mir reicht normalerweise

Bei mir reicht normalerweise eine Stunde um 50g Müsli sicher durch den Magen zu schleusen, das hatte ich schon mehrfach ausprobiert. Aber das sind mit Sicherheit Werte, die jeder für sich selber herausfinden muss. Wenn ich das Essen auf das Müsli beschränkt hätte, wäre alles wohl auch nicht so dramatisch geworden - außer dass ich dann ausgehungert auf die Strecke gegangen wäre. Diese Erfahrung hebe ich mir dann für einen anderen Lauf auf - ist bestimmt auch interessant. ;-)

Bananen!

Genau deswegen kommen mir vor einem Lauf nur Bananen in den Magen. ;) Die gehen auch direkt bevor man losläuft noch problemlos rein (und bleiben ruhig). Bei meinen Kurzstrecken bis ca. eine Stunde gemütlich laufen reicht das immer.

Honig

Brötchen mit Honig oder Rosinenbrötchen mit Butter. Hat bisher vor jedem langen Lauf funktioniert. Aber ich kenn das, wenn der Hungerast zwischen Arbeit und Laufen kommt. Da bin ich auch schon mal erst um 10 losgekommen.
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