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Hallo ihr Lauf-Verrückten ;-)

Ich möchte am 2. Oktober den Marathon in Köln laufen.
Wie schon die beiden Jahre zuvor, habe ich mich mit dem Trainingsplan
"Marathon - Ankommen ist alles" von Runner's World vorbereitet.

Den ersten habe ich mit 4:38h und den zweiten mit 4:10h geschafft und fühlte mich dieses Jahr trotz meiner 54 Jahre noch besser in Form.

Blöd ist, dass ich mir dann Ende August beim Holzhacken die Axt ins Bein geschlagen und eine solide Fleischwunde zugefügt habe.
Gut ist, dass weder Knochen, Muskel oder Sehnen etwas abbekommen haben und ich nach 14 Tagen Bein hochlegen wieder den ersten Lauf machen konnte.

Aber der Rückstand ist schon krass!
Die ersten Läufe waren sowohl für Muskeln wie auch für die Ausdauer eine Herausforderung. Aktuell bin ich am Sonntag 5 km warm gelaufen und habe dann den Brückenlauf in Köln geschafft (15 km).

Nach Plan sollte ich diesen Sonntag mit 3 Stunden die längste Strecke laufen, das wären ca. 30 km. Ich glaube nicht, dass ich die schon schaffe, werde es aber versuchen.

Der langen Frage kurzer Sinn:
Der Plan sagt, nach diesem 3 Stunden-Kauf kommt nur noch wenig Lauf und viel Erholung.
Was würdet ihr mir raten, wenn ich die 3 Stunden nicht schaffe: Soll ich den Sonntag darauf noch einmal richtig Gas geben oder besser nach Plan erholen?

Und wenn jemand weiß, wo ich günstig Beinschützer bekomme, wär das auch nicht schlecht ;-)

Bloß nicht nachholen!

In den letzten 14 Tagen vor einem Marathon ist Herunterfahren zwingend angesagt, du willst ja fit und erholt den Marathon laufen. Wenn du bei deinem letzten Lauf merkst, dass du die 30 km niemals durchhalten wirst, brich lieber nach 10 km ab und versuche es spätestens zwei, drei Tage später nochmal (falls sich das werktags bei dir einrichten lässt), sonst versuch einfach so viel wie möglich langsam zu laufen, zur Not mit Gehpausen. Wenn es dein erster Marathon wäre, würde ich von einem Start abraten, aber du hast ja schon gefinisht und du wirst keinen übertriebenen Ehrgeiz an den Tag legen. Wenn deine Grundfitness stimmt, dann wirst du locker ins Ziel kommen. Und wenn du beim Marathon merkst, dass die Kraft nachlässt - sofort auf regelmäßige Gehpausen (und wenn es nur jeweils 1 Minute ist) umstellen. Viel Spaß dabei!

Ich war übrigens mitten in der Marathonvorbereitung richtig krank, habe zwei Wochen ganz verpasst und konnte die nächsten drei Wochen nur relativ locker trainieren. Versäumtes kann man nie nachholen - also habe ich praktisch alle Tempoeinheiten gestrichen und mich ganz auf die Ausdauerbereiche konzentriert. Bestzeit wird es sicher nicht, aber mit nur 7 statt 12 Wochen richtiger Vorbereitung kann man das wohl auch nicht erwarten ;-)

Training holt man nicht nach.

... ist das erste, was mir dazu einfällt.
Chillen brauchst du nicht so sehr. Hast du ja schon.
An der Ausdauer würde ich mit nem nicht ganz heilen Bein auch nicht mehr zu viel arbeiten.
Bleibt noch etwas Tempotraining (ohne Überlastung der Beine).
Zwei Wochen vorm M gilt prinzipiell die Devise nix mehr zu übertreiben.
Einfach drauf zukommen lassen und sehen was geht.
Viel Spaß in Köln.
;-)

mein bischen senf

da Du den M kennst ist es nicht ganz so krass, d.h. Du weißt was Du da planst
tempotraining halte ich aber für unfug weil Du eh keine zeitambitionen haben kannst/solltest!
wenn Du für lange kanten keine zeit mehr hast aber anders disponieren kannst könntest Du doppeleinheiten machen morgens früh vor der arbeit 10 und abends nochmal 10-15, denn es geht ja in erster linie um eine möglichst kurzfristige "schonende" anpassung aller komponenten, und am meisten werden die gräten leiden die nix mehr gewohnt sind, also bänder sehnen gelenke, die kannst Du auch mit fehlender regeneration noch fordern/trainieren leidensfähiger zu werden (in maßen! mit wacher beobachtung!!)

ansonsten gilt mMn auch ein bischen
"tapering" wird meistens völlig überbewertet

soll sagen, wenn Du Dich kennst und Deine reaktion auf belastung, spricht nicht grundsätzlich was dagegen eine woche vor dem M noch einen lockeren langsamen 30er zu machen, das ist eine ganz persönliche einschätzungssache, da kann man keine generellen pauschalabsge oder zurede zu machen!

viel spaß, wir (über- 8-)sehen uns

The goal of science is to build better mousetraps, the goal of nature is to build better mice!

ähnliches Problem

Hallo,

mir geht es ähnlich, auch wenn ich eine Woche mehr Vorbereitungszeit habe. War ebenso verletzt und muss am WE mal sehen, ob ich 30-35km hinbekomme. Ideal für sowas ist immer die Generalprobe in Köln, nur war die schon. Da läuft man 7km Runden so viel man will. Und betreutes laufen ist auch immer einfacher als alleine durch den Wald.

Ich habe mir für diesen Sonntag den wep-Strom-Lauf in Hückelhoven ausgeguckt und laufe da erst mal dem HM und dann mal sehen, ob ich noch weiter will. Ich laufen dann entweder noch die 10 hintendran oder wenn es super läuft bis 35 und geh den Rest einfach (ggfs. bis zum Taxi).
Sollte das ganze nicht hinhauen, dann laufe ich lieber morgens HM und abends nochmal 10, als es dann später nachholen zu müssen. Oder eine Woche vor dem Marathon dann 35km auf Sa. So. verteilen und danach jeweils noch ein wenig Fahrrad fahren.

Viel Erfolg in Köln!

nicht nachholen

...und am Tag X langsamer laufen.
Ich probier mal in 8 Tagen, wie sich ein Marathon ohne 30er in der Vorbereitung anfühlt. Ich werde berichten.
Viel Glück für Dein Vorhaben wünsch ich!

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