Benutzerbild von ralphatnotes

Hallo zusammen,

ich trage mich mit dem Gedanken am diesjährigen Kölnmarathon meine Premiere über die 42 km zu machen. Leider kam das Training aus diversen Gründen aber zu kurz. Leider konnte ich keine langen Läufe durchführen. Die Zielzeit spielt für mich bei meinem ersten Marathon nur eine sehr untergeordnete Rolle (geplant waren 4 1/2 Stunden)

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ich das Wagnins trotzdem in Angriff nehmen kann.

Hier einige Eckdaten:

- 4 Teilnahmen an Halbmarathons in ca. 1:55:00
- ca 1.300 Trainingskilometer / Jahr
- 3 - 4 mal 10 km / Woche
- in den letzten Wochen 3 - 4 mal Strecken zwischen 20 un 25 km
- 10 KM-Rennen in 0:47:48

Mich würden euere Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema interessieren.

Viele Grüße
Ralph

jeder wird hier schreien: nein

natürlich ist es möglich. Mein erster Trainingsplan sah ausdrücklich lange Läufe nur über max 2,5 Stunden vor, das waren bei mir damals glatt 23km. Ich bin 2x25km gelaufen und habe damit meinen ersten Marathon gut überstanden (über die Zeit schweigen wir allerdings lieber; ich nehme an, du willst besser sein als 4:44). War übrigens Köln.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Ich persönlich finde lange Läufe wichtig!

Nicht wegen irgendwelcher schlauen Bücher, sondern aus meiner persönlicher Erfahrungen. Muskulär fühle ich mich mit längeren Läufen besser vorbereitet, wenn ich einige Mal über drei Stunden gelaufen bin. Ansonsten brechen mir (Superschwergewicht) nach zweieinhalb Stunden die Beine weg. Ich würde an deiner Stelle einfach noch mind. einen langen Lauf am Wochenende ohne Tempovorgabe machen, wenn es sich einrichten lässt. Ansonsten finde ich die Eckdaten deines Jahre durchaus Marathontauglich.
Viel Erfolg wünscht der
Kenianer

Barfuß aus dem Jogmap-Shop

Ja

Wenn Du nicht zu schnell angehst und beißen kannst, schaffst Du den Mara bestimmt.

Hab ja auch erst einen und einen 51er, aber mit jedem längeren Lauf (ab 30 km) tun mir die Knochen weniger weh und der Körper gewöhnt sich dran.
Auch der Kopf lernt damit umzugehen. Nach dem 51er Berglauf hatte ich gar keine Knochenschmerzen mehr und ich konnte den Lauf richtig genießen.
Du wirst den Mara kräftig merken, vor allem die letzten 10 km und die nächsten zwei Tage.
Würd auch noch zwei 30er einbauen in 06:00-06:30er Tempo oder noch langsamer, dann weißt Du was wir meinen.
Hoffentlich hält alles!

Viel Spaß in Köln:o)

Lieben Gruß Carla-Santana

Ankommen

...wirst Du schon irgendwie. Du musst sehr sehr vorsichtig angehen!!! Vielleicht die ersten 10km in etwa 1h-1.05h (grobe Schätzung).
Wenn es wieder so warm wird wie beim letzten mal dann wirst Du sehr viel gehen müssen (vor allem gegen Ende).

Grüße,

Michael

es ist noch Zeit...

...für einen 30er. Den würde ich machen - für den Kopf!
Ansonsten: wenn Du es nicht zu schnell angehst in Köln, könntest Du das durchaus anständig über die Bühne kriegen.
Viel Erfolg!

@Carla-Santana & ralphatnotes: Lieber 7:00min/km

Ich würde die langen Trainings-Läufe an seiner Stelle lieber "noch langsamer" laufen.
Eher um die 7:00min/km.
6er-Schnitt ist ja fast schon sein HM-Renntempo!
Und 6:30 machen keinen hinreichend großen Unterschied.

In der Vorbereitung auf meinen 2. Marathon (da hat es mit den Sub3 dann geklappt) hatte ich mehrere LongJogs um die 6:00 drin - einen sogar in 6:37min/km.
Ich weiß immer gar nicht, warum alle ihre langen Läufe immer so schnell machen wollen...
Die nützen dann doch gar nix.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Warum nicht?

Warum nicht?

Besser wäre zwar mit aber langsam wird's auch ohne 30er+ gehen.

In meinem 1. Trainingplan (Sub3 nach Manfred Steffny) waren auch, wie bei Strider, keine Über-30er drin - nur max. 28km.
Gut, hat damals nicht ganz geklappt mit den Sub3 aber den Marathon (1. Köln Marathon 1997) durchgestanden hab ich schon.
Bei späteren, erfolgreichen Versuchen bin ich dann auch lieber bis zu 36km in der Vorbereitung gelaufen - besser issas ;-)

Und wenn Dir die Zielzeit nicht so wichtig ist...
Striders 4:44 klingen ja bei Deiner HM-Vorleistung auch machbar und das ist ja eine respektable Zeit für einen 1. Marathon! Schöne Schnapszahl nebenbei ;-)

Aber sowohl für den Marathon als auch für womöglich noch zu tätigende LongJogs sollte gelten: schön langsam.
Letztere nützen nämlich sonst recht wenig, Du musst ja deinen Fettstoffwechsel trainieren - und dazu nötigst Du Deinen Körper - gerade wenn die Läufe nicht allzu lang sind - nur dann, wenn Du langsam läufst.

Warum machst Du übrigens nicht einfach noch ein, zwei Um-die-30er?
Ist doch noch ein bisschen Zeit bis dahin.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

P.S.: Hast Du, in Anbetracht Deines Benutzernamens, was mit Lotus Domino/Notes zu tun? Ich nämlich schon.
Falls ja: Dann renn mal schön Kollege, falls nein: denn renn mal schön!

Hallo Ralph, aus meiner

Hallo Ralph,

aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, dass die langen Läufen zwischen 28-35 km langfristig nicht zu ersetzen sind, weder durch andere Sportarten wie 4h Radfahren noch durch Wochenkilometer (7 x10km).Ich kann Dir aber dahingehend Hoffnung
machen, da ich viele Leute kenne, die mit einer ähnlichen Trainingsleistung wie Du sie oben beschrieben hast, den Marathon geschafft haben. Viele die die langen Läufe ausgelassen haben, begegnen allerdings dem "Mann mit dem Hammer" irgendwo zwischen km 30-35. Wenn die Oberschenkel glühen und die Waden hart werden hilft nur noch die eigene Willensstärke, die ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.

Wenn Du nach Deinem Marathondebüt aber irgendwann auch an der Zeit arbeiten möchtest, wirst Du um die langen Läufe nicht drumherum kommen.Es ist wie immer im Leben: ohne Fleiß, kein Preis.
Marathon sub 3 ohne die langen Läufe ist ähnlich utopisch wie "Reich ohne Arbeit" oder "Schlank ohne Verhaltensänderung"

Viel Erfolg bei Deinem Marathon-Debüt

Ruhig...

Aloa,

falls sich das "Marathon sub 3 ohne die langen Läufe ist ähnlich utopisch wie ..." auf mich bezog:
Das habe ich auch nicht geschrieben - 28km würde ich nun schon als langen Lauf bezeichnen.
Und falls Du diesbezüglich anderer Meinung bist:
Für 3:07 hat's immerhin gelangt - also 7 min. schneller auf 42,2km ist ja nun nicht "utopisch".

Es ging ja nun aber auch nicht um Marathon Sub3 sondern um Ankommen und wenn in einem damals sehr anerkannten Laufbuch (Marathon Training von M. Steffny) für Sub3 "nur" 28er vorgesehen waren, dann soll das auch nur zeigen, dass bloßes Ankommen auch ohne super-lange Läufe möglich sein sollte.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Wenn du leiden willst - mach's

Gehen wird es sicher irgendwie, Spaß machen wird es m. E. ab ca 30K nicht.

Ich weiß nicht, warum man sich schlecht vorbereitet einen Mara antun sollte.

„Bevor Dada da war, war Dada da." (Hugo Ball)


BORN to move

ohne 30er

ist auch von der sonstigen Konstitution abhängig.
ich bin z.B. in D´dorf 4:09 gelaufen und hatte nur einmal 28km und zwei 25er. Dafür wie du HM Wettkämpfe, die du ( hab ich mal gelesen!) wie einer 30 er werten kannst.Ich hatte weder muskuläre Probleme noch sonst was und war in der W 55.
Mir hilft parallel zum Laufen die Rumpfstabilisation im Studio( s.o. )Dadurch läufst du gerade bis zum Schluss, das spart Kraft!....und macht Spaß bis zum Schluss!!!!
Viel Glück in Köln!


'http://www.jogmap.net/laufstrecken/34437.jpg'

ich habe bei meinem ersten

ich habe bei meinem ersten marathon auch max 25km gelaufen. Bin diese Jahr den hambrug marathon gelaufen in 4:02. Ich denke dein ziel ist realistisch.
Wünsche dir viel erfolg.

MFG
Fabio

mach Dein Ding

wenn Du Dich gut fühlst dann mach das einfach, ich sag immer am Ziel, jetzt einfach Spaß haben, wenn nun einige sagen, aber ab km 30 kommt wahrscheinlich der Hammermann, wer nicht wagt der nicht gewinnt, und wenns nicht mehr geht dann geh einfach ein Stück, den die Zeit ist egal ....

einen dreißiger...

...würd ich an deiner stelle schon noch machen, egal, wie lange du dafür brauchst. jetzt samstag oder am we danach. später auf keinen fall mehr. und schöööön langsam, so um die 6:45min/km.
wenn du den ohne quälerei schaffst, kannste beruhigt starten...
____________________
laufend ist noch keinen ihrer marathons ohne 30er gelaufen: happy

Zeit für zwei längere ist noch

mach einfach noch zwei längere an den jeweils beiden nächsten Wochenenden. Danach bleibt dann immer noch eine ausreichende Zwei-Wochen-Tapering-Phase.
30km oder mehr müssen es für's Nur-Ankommen nicht unbedingt sein. Ein paar langsame 2,5h - 3h sollten aber schon dabei sein.

meine Taktik wäre jetzt:

t-3)jetzt am WE 25km mit 6:40 = rd 02:45h

t-2)danach das WE 28km mit 6:40 = rd 03:00h (evtl letzte 5km mit Endbeschleunigung)

t-1)dann 22km mit regenerativen 7:00 = rd 2,5h

t0) Marathon mit sub 4,5h finishen (bei 'ner Sportwette würde ich auf 04:23 tippen ;-) )

Volker

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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...

Vielen Dank,

für die guten Ratschläge und Tipps. Ich denke, ich werde mich erst spät anmelden und bis dahin noch zwei lang Läufe einstreuen. Für mehr wird die Zeit wohl nicht reichen.

Gruß
Ralp

P.S
@ Don Carracho Ja, der Nickname hat mit Lotus Notes zu tun. Beruflich kümmer ich mich um dieses oftmals sehr seltsame Programm.

Entgegen vieler Kommentare

halte ich die 4,5 Std ohne lange Läufe für nicht realitisch.
Die HM Zeit von knapp unter 2 Std wäre als Grundlage bei einer ausreichenden Vorbereitung zwar kein Garant aber doch geeignet um die Zielzeit zu erreichen. Außerdem lese ich aus den angegebenen Daten nirgendwo 70 km heraus, allensfalls 50 km.
Aber, nichts ist unmöglich, nur, und das ist das Gute am marathon, den heutzutage fast jeder laufen möchte, ohne entsprechend in Vorleistung zu gehen, er verzeiht eben meist einen unzureichenden Trainingszustand nicht, und dann tuts halt zum Glück den meisten Teilnehmern weh.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

ich habe...

...meinen ersten marathon nur mit trainingsläufen um die 20 km hinter mich gebracht und fand 4h17 nicht so schlecht. den zweiten habe ich auch nicht anders trainiert und war schon sub 4 h. also nur zu, du wirst das schaffen.

Moinsen

...wie du habe auch ich dies Jahr für meinen ersten Marathon nur ein Ziel. Ankommen und gut aussehen dabei.

Ich laufe ebenfalls wie du in Köln. Ziel: vorm Besenwagen über die Ziellinie kriechen.

Ich habe letzte Woche Sonntag meinen aller ersten langen Lauf gemacht der über 25 km war (genau gesagt 30,7 m). Meine PB beim HM ist 2:13. Trainiere momentan nach Steffny auf 4:45h. Bei dem Wetter letzten Sonntag im Ruhrgebiet. war ich mehr wie froh als die km rum waren und ich endlich die Beine hochlegen konnte. Tat schon ganz schön weh, aber drei vier Stunden später gings mir wieder gut.

Ich werde mir auf jeden Fall noch so einen langen Lauf gönnen. (28-30km).

Also, wenn du so wie Du schreibst die Zielzeit völlig egal ist, biete ich dir an mit dir zusammen zu laufen. Spass dabei zu haben (frag den Dober-run mal nach dem Duisburg HM) und den Kölner zeigen das wir wir beide mit einer Marathonbestzeit von dort verschwinden....

Schönen Tag noch...

Gruß

Andreas

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.*.Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen.*.

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