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Das was jetzt kommt, gehört vielleicht nicht in einen Läuferblog. Für alle die weiterlesen, es ist mein Weg aus der Traurigkeit.

Der Heilige Abend. Der Tag für die letzten Besorgungen, für die Vorbereitungen für das Fest der Liebe. In diesem Jahr habe ich den wohl schwersten Beweiß meiner Liebe zu erbringen gehabt. Mein kleiner treuer Freund bereitete mir Sorgen. Er wollte nicht mehr aufstehen, er wollte nicht mehr fressen und schaute mich nur aus seinen rehbraunen Augen traurig an. Er hat seine großen Schmerzen vor uns verborgen. Montagabend hat er mich noch stürmisch begrüßt, als ich aus Thüringen wieder kam. Mit keinem Gedanken hätte vermutet, dass heute unser letzter gemeinsamer Weg zu gehen war. Die große Sorge um ihn hat mich doch in die Klink getrieben. Die Tatsache zu ertragen, dass ich ihn nicht mehr bei mir haben werde, war schwer. Ich musste ihn von seinen Schmerzen befreien. In meinen Armen ist er eingeschlafen. Die Wohnung ist so leer ohne ihn. Kein Schwanzwedeln begrüßt mich, kein Wuff, kein Pfiepen, weil das Fressen nicht schnell genug serviert wird. Nach einem traurigen Heiligabend und wenig Schlaf in der Nacht, bin ich am 1. Feiertag zu einem Lauf aufgebrochen. Es wäre sein Wetter gewesen. Sonnig und kalt. Außer Regenwetter mochte er es, wenn es morgens kalt war und die Wiese vom Reif bedeckt war. Die Gerüche sind dann um so intensiver. Meine Runde führte mich auf unserer früheren große Runde um den Kienberg und an der Wuhle entlang. Ein Lauf um Abschied zu nehmen. Von nun heißt es: Ich hatte einen Hund, einen lieben kleinen treuen Freund, der mir immer gefolgt ist und mich nie im Stich gelassen hat.

Heute war ich dann zum Hohenschönhauser Weihnachtslauf. Wieder war es knackig frisch. Als erstes läuft mir auf dem Weg zum Start ein kleiner Beagle vor die Füße. Schon wieder standen mir die Tränen in den Augen. Oh man, das kann ja was werden! Es ging dann aber doch ganz gut.
Ich war mit Paarlauf verabredet und zusammen sind wir dann auf die Strecke gegangen. Ein hübscher kleiner Lauf zu Weihnachten, genau richtig um den Kalorien zu Leibe zu rücken, die in der Advents- und Weihnachtszeit allerorten lauern.

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Das ist ja traurig

Liebe Inumi,
tut mir sehr leid um Deinen getreuen Begleiter. Ob an Weihnachten oder einem anderen Tag, es tut immer furchtbar weh. Ich habe auch schon einen Hund einschläfern lassen müssen und bin wochenlang wie ein Wesen von einem anderen Stern durch die Gegend gelaufen, Stöckchen zum Werfen aufgehoben u.s.w.
Lass Deine Tränen fliessen wenn Dir danach ist, die Trauer brauch ihre Zeit.
Wünsche dir viel Kraft und Mut zur Trauer
Ulrike

Liebe Inumi, mir standen

Liebe Inumi,
mir standen beim Lesen Tränen in den Augen, ich kann sehr gut mit Dir mitfühlen- ich mußte -leider- auch schon einige Tiere beerdigen.
Und gerade bei Hunden sind es die gemeinsamen Wege, die nun allein gegangen werden, die immer wieder die Erinnerungen wecken.
Sei ganz fest gedrückt
Astrid

Liebe Inumi!

Bin in Gedanken auch bei Dir. Werde heute eine Kerze ins Fenster stellen und verschuchen dir ein bischen Last abzunehmen.

Oink aus dem Wald.

Liebe Inumi!

Das ist sehr traurig. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, und dass irgendwann der Schmerz nachlässt und eine schöne Erinnerung an einen wunderbaren Freund zurückbleibt, die Dich lächeln lässt, wenn Du an ihn denkst...
Ich bin in Gedanken bei Dir.

Viele Grüße,
Anja
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Ich will - ich kann - ich werde es schaffen... solange es Spaß macht!!!

Traurig


Liebe Inumi,
ich trauere mit Dir. Du hast Deinem treuen Gefährten den größten Liebesbeweis geschenkt: Du hast ihn von seinen Schmerzen erlösen lassen.
Dein Schmerz wird noch dauern,aber denke dann daran, wie Ihr Eure Runden gelaufen seid.
Es kommt die Zeit, da Du lächeln kannst, wenn Du an Deinen kleinen Freund denkst.
Lass' Dich umarmen und drücken.
Liebe Grüße und ganz viel Kraft
Gisela

Oh man...

...das tut mir unendlich leid! Ist schon schlimm, wenn ein so treuer Freund eine verläßt...und dann auch noch zu Weihnachten... Du Arme!
Fühl Dich mal ganz dolle gedrückt!

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Hallo Inumi!Es tut mir sehr

Hallo Inumi!
Es tut mir sehr weh zu hören, dass du deine Fellnase hast gehen lassen müssen. Mir graut es vor dem Tag, wo ich mal von einem meiner Tiere Abschied nehmen muß.......
Dein Süßer sitzt jetzt bestimmt auf einer saftigen, schönen grünen Wiese auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke!
Schau dir doch mal das Video zum Regenbogenland auf dieser Seite
http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html
an.....
Laß dich von hier aus mal ganz fest drücken,
traurige, liebe Grüße
Frank

Das tut mir auch leid. Was

Das tut mir auch leid. Was hat er denn gehabt?

Danke für eure

tröstenden Worte und Umarmungen. Die Tränen trocknen langsam.
Es ist leer hier geworden. Ich staune wie viel Präsenz er gehabt hat. 11 Jahre lang war er an meiner Seite. Mit ihm habe ich mir den Kindheitswunsch nach einem Hund erfüllt. Seit ich mich, vor 3,5 Jahren, von meinem Mann getrennt habe, hatte ich ein schlechtes Gewissem dem kleinen Kerl gegenüber. Er musste mehr Zeit allein sein als vorher. (Das mochte er nicht sonderlich.)Ich habe sehr mit mir gerungen ihn zu behalten. Da hat das Herz sich gegen den Verstand durchgesetzt. Ich konnte ihn nicht weggeben, schon gar nicht ins Tierheim. *Grusel*
Die große Wiese hinter der Regenbogenbrücken. Ja ich weiß was du meinst. Wenn ich ihn ganz losgelassen habe, wird er dort mit den Freunden vom Beagleclub umhertollen. Ich sehe eine Beaglemeute in voller Fahrt vor meinem geistigen Auge. Ein schöner Anblick.

@ Waldmann: Er hatte einen großen Tumor im Bauch, der schon gestreut hatte. Keine Hilfe mehr möglich. Die Ärztin hätte ihm noch schmerzstillende Spitzen gegeben, aber ich hätte es nicht ertragen, ihn weiter so leiden zu sehen. Der Abschied hätte nur länger gedauert.
Keiner, der ihn in den letzten 14 Tagen gesehen hat, hätte das vermutet. Er war fröhlich und verfressen wie immer. Bis zum Heiligabend.
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LG Inumi
Wenn nicht jetzt, wann dann?

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