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So, weiter geht es mit dem Bericht zu meiner Odyssee durchs Lande.
Wer die Vorgeschichte noch nicht gelesen hat, kann dies hier tun:
erster Gesang

Samstag morgen kehrte ich dann Frankfurt den Rücken, um in Richtung Saarbrücken weiterzufahren. Klar, wenn ich schon mal in der Gegend bin, nutze ich natürlich die Gelegenheit, meinem lieben Buddy strider einen Besuch abzustatten. Es klappte alles wie am Schnürchen, nach Abholung am Bahnhof, vielen interessanten Erläuterungen zu Saarbrücken, fuhr strider mich nach Dudweiler zur Vorstellung ihrer komplett anwesenden Kinder. Nach Vertilgen einer leckeren Läuferlasagne stand der Hauptteil, der Nachtwächterlauf in Ottweiler(10km), einem kleinen Fachwerkort 30 Km nördlich von Saarbrücken mit strider und ihrer zweitältesten Tochter auf dem Programm. Der Lauf war sehr schön, Start 17:45 in einer von Fackelträgern beleuchteten Alststadtrunde, welche 4x durchlaufen wurde und auch einige kleinere Anstiege bereithielt, hatte also seinen besonderen Reiz. Da strider und ich uns bereit erklärten, mit ihrer Tochter mitzulaufen, die ihre 10km-Bestzeit gerne verbessern wollte, liefen wir die ganze Zeit eher am Ende das Feldes, trotzdem noch mit einer guten Pace und mit sehr guten 1h04 ins Ziel. Striders Tochter unterbot ihre Bestzeit gleich um 5 Minuten, war zwar sehr erschöpft, aber Mutter und Tochter strahlten im Ziel um die Wette. Schön!!
Um den Jogmap-Nachwuchs braucht es uns also nicht bange zu sein.
Das einzige Ärgernis war ein schnellerer Läufer, dem es anscheinend nichts ausmachte, ein 12jähriges Mädchen beinah über den Haufen zu rennen, nur um vielleicht eine Sekunde schneller sein zu können. Und wir liefen schon extra meistens nicht nebeneinander und auch eher am Rand.
Nach dem Lauf hatten Strider und ich ein kleines Zeitproblem: Um 21 Uhr sollte unsere Zugverbindung nach Hamburg abfahren, wir hatten nur diese eine Möglichkeit, so daß wir gleich nach dem Lauf abdampften, uns mehrfach über aus dem Nichts erscheinende Schleichfahrer aufregten und nach kurzem Umzieh- und Duschstopp weiter auf den Weg zum HBF zu machen. Im Saarland ist zwar nichts wirklich weit weg, aber unter Zeitdruck kommt es einem so vor:-).
In Frankfurt begann dann der unbequemste Teil der Fahrt: Sowohl der Gott des Umweges, der Gott der Nackenschmerzen, wie auch der Gott des Einschlafes hatten uns auf dem Kieker. Der Zug fuhr die Strecke Frankfurt-Hamburg über Köln und das Ruhrgebiet (eigentlich eine der schönsten Strecken Deutschlands: zwischen Mainz und Bonn am Rhein entlang, es war aber leider stockdunkel), wir konnten keine annähernd bequeme Schlafposition finden (ich spüre meinen verspannten Nacken immer noch) und immer, wenn ich kurz vor dem Einnicken war, schickte der Gott des Einschlafes entweder völlig besoffene MSV Duisburg-Fans (ich wurde immer froher darüber, das St. Pauli seinen einzigen Auswärtssieg diese Saison bisher ausgerechnet in Duisburg verbuchen konnte), eine zur Unzeit Fahrkarten kontrollierende Schaffnerin oder einen zweiten Schaffner vorbei, der ein Organ hatte, als wäre die Lautsprecheranlage im Zug komplett ausgefallen. Was natürlicherweise ausgefallen war, war der Regler für die Lautstärke der Lautsprecheranlage. Leise stellen ging nicht!!
So kamen wir völlig übermüdet und gerädert um 7 Uhr morgens am Hamburger HBF an.
Und was die beiden tapferen Helden dann noch erlebten, lest ihr im dritten Gesang:-).
Gruß, Marco
You´ll never wasfüreinestrapaze alone

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Sogar den Jogmap-Nachwuchs hasiert!

Einfach toll!

Was deine Odyssee angeht, denk' dran, spätestens am 26.04.2009 hast du DEIN Heimspiel und alle kommen zu dir! ;-))

Schalt' jetzt mal wieder ein paar Gänge herunter, auf dass du fit bleibst!;-))

LG

MC :-)

laufend fit und gut drauf!

Gold-Hase!

Und ich sach' noch: Du sollst keine anderen Götter neben dem Laufgott haben...

Aber ein echter Goldhase bist du!

:-) cc

Schöner Bericht

klasse geschrieben!!!
Judith war übrigens nur an dem Abend erschöpft: gestern konnte sie schon wieder Bestzeit schwimmen und - was viel wichtiger war - ihr jüngere Schwester wieder auf Abstand bringen. Man glaubt gar nicht, was 10km Läufe so alles schaffen....

Dann schreib mal den 3. Teil!!

Bei so einem Programm...

...kannst Du wenigstens jetzt schon sicher sein, dass Dich so ein popeliger 100km-Lauf nicht wirklich an die Grenzen bringen würde - ich bin ja schon erschöpft vom Lesen.

Amüsiert aber auch. :)

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de nihilo nihil

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