Benutzerbild von werderhardy

...da liest man morgens die Zeitung vor dem Laufen und traut seinen Augen nicht....Mann fragte nach Uhrzeit und wurde daraufhin zusammengeschlagen..im Radio wird gemeldet: 70jähriger Mann bat Jugendliche in der Einkaufpassage vom Rad zu steigen und wurde dann zusammengeschlagen.....Ja sag* einmal - in was für einer Welt leben wir eigentlich?
Das erste Mal seit vielen Jahren (hängt natürlich mit der Jahreszeit zusammen) war mir heute morgen mulmig zumute, als ich im stockdunkeln mit dem Rad zu meiner Laufstrecke fuhr....schutzlos..nichts dabei...tausend Gedanken schwirren durch den Kopf..gibt es Jogger mit einer Stromkeule in der Jackentasche?....Wer hört die einsamen rufe...gibt es einen Jogger-Pieper, der soviel Radau macht, dass jeder Leine zieht......komische Gedanken, ich weiß, passt nicht so in die heule Jogger-Welt, die wir uns manchmal erträumen....aber es wird vielleicht auch andere geben, die ähnlich empfinden....ich als gestandener Kerl oute mich mit Ängsten...wie muss es erst Frauen gehen?...ich glaube, die joggen besser erst los, wenn es hell wird...traurig aber wahr.
Als Student und Taxifahrer stieg bei mir mal einer mit einem Fäustel (Hammer) in den Wagen und sagte "ich mach dich platt - fahr los". Durch den Hilfeknopf war mein Wagen bereits nach ein paar Minuten umstellt von Kollegen.....Sowas müsste es auch für Jogger geben....trotz allem....ich hoffe ich bin ein Einzelfall und wünsche allen anderen einen schönen Tag!!!!!

0

Hemer ist ein übles Pflaster...

Hallo!
Meine Frau hat auch inzwischen ziemlichen Bammel, wenn ich mich auf den Weg mache.
Vor 1-2 Wochen war in meiner Kleinstadt Hemer eine Rentner morgens gegen 07:00 erstochen worden. Der Täter ist bis heute nicht gefasst.

Da macht man sich wohl ganz automatisch so seine Gedanken. Umso entspannter sind daher meine Läufe, seitdem ich mit einem Laufpartner unterwegs bin. Vor allem auch deshalb, weil wir erst gegen 20:00 loslaufen, bewaffnet mit Stirnlampe.

Michael der laufende Beamte

Grundsätzlich ...

.. hast du Recht.

Aber ich schätze die Gefahr lauert eher im stärker bevölkerten Gebiet, als im dunklen Wald - wer legt sich bei der Kälte schon auf die Lauer, um arme Jogger, die ja nix Wertvolles dabei haben (außer einem forerunner / Polaruhr vielleicht) zu überfallen ? Und selbst im Hellen kann das dann im Wald / auf dem Feld irgendwo abseits passieren. Wenn ich mal so überschlage, wieviele Kilometer (den größten Teil allein und auch reichlich in "einsamen" Wäldern) ich bisher zurückgelegt habe ... also ich bin etwas abgestumpft. Anfangs hatte ich auch mehr Angst, aber wenn Jogger/innen belästigt oder ausgeraubt werden, dann eher dort, wo öfter eine/r vorbeikommt.
Ich wünsch uns allen, so etwas NIE zu erleben !! Und viel Spaß weiterhin - genießt die Landschaft und die Luft ... es ist trotzdem besser als an belebten Straßen !!

P.S.: Deshalb laufe ich auch ohne Ohrstöpsel ;-)

Aleine im Wald und der Stadt

Ich kann Laufzicke nur recht geben, alleine im Wald zu laufen, egal um welche Uhrzeit macht mir nichts aus. Im Gegenteil da fühl ich mich eher geborgen. Auch glaub ich im Gelände eher die Chance zu haben einen bösen Buben anzuhängen. Mullmig wird's mir eher wenn ich abends oder Nachts in einem Stadtpark unterwegs bin, sei's jetzt in Regensburg oder in Landshut. Da lungern schon oft mal üble Gestalten rum.
Richtig mit der Angst bekam ich's aber vor gut zwei wochen als ich für unser Haus Monatstickets für den RVV (Regensburger Verkehrs Verbund) kaufen musste und mit gut 300,-- Abends in der Nähe des Bahnhofs unterwegs war. Ende Dezember wenn's wieder soweit ist geh' ich sicher nicht mehr allein!
Das ich mich im Wald sicherer fühle kann aber auch mit meiner Kindheit und dem Aufwachsen in der Oberpfalz zusammenhängen, wir waren praktisch Tag und Nacht im Wald unterwegs und in den Zeltlagern schliefen wir auch oft mal ohne Zelt einfach auf einer Lichtung oder im Wald. So was prägt.

ich laufe immer morgens um

ich laufe immer morgens um halb sechs auf einer bei Tageslicht sehr belebten Joggingstrecke. Jetzt im Winter bei morgentlichen Temperaturen um den gefrierpunkt oder weit drunter, ist es natürlich nicht so belebt, zumal die Strecke zwar überwiegend sehr gut beleuchtet ist, aber man ab und an doch mal in dunkle Ecke kommt.
Angst habe ich morgens komischerweise nie, eher abends, vielleicht unterliege ich dem Trugschluss dass Triebtäter keine Frühauftsteher sind oder ich in meiner Heimatstadt sicher bin.
Abends an der Isar oder im Englischen Garten in München hatte ich da wesentlich mehr Schiss ;o)

Wer mich im Dunkeln klaut, bringt mich im Hellen wieder!!!!

Da ich Arbeitszeiten von 8.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends habe, kann ich von November bis Februar nur mal am Wochenende im Hellen laufen.
Mir fehlt allerdings auch irgendwie das "Angstgen". Ich weiß nicht, ich mach mir da eigentlich gar keine Gedanken drum, wohne allerdings auch im ländlichen Bereich und hier ist es auch recht ruhig. Am wohlsten fühle ich mich auch im Wald, da kann es höchstens mal sein, das einem eine Wildschweinhorde begegnet... (Was natürlich auch sehr gefährlich werden könnte)
Auf Drängen meiner Familie hin habe ich mal einen "Selbstverteidigungskurs" gemacht und nehme einen sog. "Schrillalarm" mit. Das Teil ist ganz klein, man kann es an einen Reisverschluß, Hosenbund oder Schlüssel befestigen, es soll zum einen Angreifer verschrecken und gleichzeitig Helfer aufmerksam machen. Hört sich an wie die Alarmanlage eines Autos, ist allerdings lauter.
Hoffe aber das ich beides nie gebrauchen muß...

Gruß
Karin

Angst nö

ABer ich laufe generell lieber in Gesellschaft. Wenn alleine und in Dunkelheit, dann an einer belebten Straße oder auf dem Sportplatz, wo immer auch andere ihre Runden drehen. Handy habe ich immer dabei. Wald alleine finde ich halt nicht so doll, trotz Stirnlampe kann ich den Weg zu schlecht erkennen (klebe auch ungern mit der Stirn auf dem Boden).

Da werden traurige Erinnerungen wach....

Ich bin zwar weiblich und furchtlos bei Dunkelheit auf einsamen Wegen unterwegs (Leichtsinn) aber es kommen mir dabei auch oft wieder die Gedanken an ein Bekannten. Der wurde in der Dämmerung überfahren und liegengelassen...
Er hatte eine Frau und zwei kleine Kinder gehabt...

Petaluda

Angst iin der Dunkelheit?

"werderhardy" sehr guter Beitrag. Recht hast Du!

Allerdings hat dieser Beitrag mich jetzt auch erst auf die Idee gebracht, dass mir vielleicht jemand auflauern könnte hinter der nächsten Ecke. (Mir als Mann!?)
Nachdenklich bin ich geworden und vielleicht sollte ich meine Laufzeiten doch soweit wie möglich in die hellen Tageszeiten verlegen?

Gruß
Catalina

kein Leichtsinn, nur Wahrnehmungsverzerrung

auf die oben gestellte Frage, in welcher Welt wir leben.
In einer Welt, in der die gefühlte Angst durch schwer zu füllende Zeitungen ansteigt.
Angriffe auf Personen sind in den letzten Jahren rückläufig. Natürlich hilft es dir nicht, wenn Du der 1 Mensch aus deiner Region bist, den jemand zusammenschlägt. Auch gibt es Regionen, in denen Angriffe auf Personen zunehmen. Diese sind in der Minderzahl.
Straftaten mit Sachbeschädigung nehmen zu. So gesehen musst du dir um dein geparktes Auto im Wald mehr Sorgen machen als um dich selbst.

Wer es genauer wissen will, kann die Kriminalstatistiken für seine Region recherchieren.

marcus

Laufen in Leipzig

ich bin letzte Woche im

ich bin letzte Woche im dunklen und alleine meine Rheinstrecke gelaufen. ISt halt ein bißchen Licht durch den Mondschein gewesen und am Rhein entlang ein paar Schiffe, aber das wars. Außer der Garmin und dem Ipod noch nicht mal ein Handy dabei. Hatte ehrlich gesagt aber auch keinen bammel. Den hatte ich eher abends vor gut einem Monat als ich durch Seitenstraßen im Iran gejoggt bin. Ich glaube, jemehr man darüber nachdenkt, desto größer wird auch der Angstzustand. Sicher ist es nirgendswo, vor allem je mehr Leute sich irgendwo befinden, desto unsicherer ist es für einen. Zumindest wenn man z.T. die Gewalttaten liest die in der letzten Zeit ausgeübt wurden. In einer vollen Straßenbahn dem richtigen gegenüber zu stehen ist wohl eher da, als alleine irgendwo abends auf einer kaum besuchten Laufstrecke zu begegnen. Natürlich muß man nicht unbedingt die Gefahr heruaskizzeln, aber die 10 km oder jedenfalls noch ein bißchen mehr möchte ich nicht 5 x auf einem Rundkurs laufen.
Also immer nur guten Mutes und schönen Abend

Danke Marcus!

Deine sachliche Art, an solche Themen ranzugehen, gefällt mir immer wieder.
Ich laufe eher selten im Dunkeln, aber wenn, dann hab ich nicht mehr und nicht weniger Angst als im Hellen. Mir ist in meinem (zugegebener Maßen recht kurzen) Joggerleben erst einmal was komisch vorgekommen. Da ist mir im Wald ein Radfahrer eine Weile hinterher gefahren. Waren vielleicht drei Minuten - aber es waren wohl die längsten drei in meinem Leben. Dann ist er einfach an mir vorbeigefahren. Das war am hellichten Tag. Und vielleicht ist er ja nur langsam gefahren, um sich mal in Ruhe die Nase zu putzen (oder was auch immer).
Beste Grüße, WWConny

Ängste im Dunkeln

Hi Karin!!!
Danke für deine Zeilen - hat mich sehr gefreut. Nach dem Lesen deiner mail habe ich auf meinem Weihnachts-Einkaufszettel noch einen Punkt hinzugefügt: Schrillalarm! Insofern danke ich dir für deinen Tipp. Es muss ja nie zur Anwendung kommen das Ding. Aber vielleicht kann man damit sogar mal einem anderen Menschen helfen, der in Gefahr gekommen ist...wie gesagt: verrückte Zeit z.T. in der wir leben! Dir noch einen schönen Tag und generell eine schöne Weihnachtszeit! LG Hardy

das Rad hinter einem....

Hallo Conny!

Auch dir "Danke" für dein feed-back! Community heißt für mich auch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und des gemeinsamen Empfindens. Ich glaube, dass diese "x-Minuten mulmiges Gefühl" wohl schon viele erlebt haben. Man fühlt sich selbst also nicht so allein mit seinen Gedanken und dies lässt die Welt schon wieder ein wenig besser aussehen.....Auch dir alles Gute und eine schöne Weihnachtszeit! LG Hardy

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links