
So, nach eine mehrmonatigen Pause (wobei ich selbst dort alle paar Wochen nur wohlgemerkt, auch mal ein Ründchen gedreht bin) fange ich mal wieder an zu laufen :D Bin noch ziemlich motiviert, letzte Woche war ich sogar fast jeden Tag laufen, bis ich gemerkt habe dass es doch noch etwas viel ist, jeden Tag seine 4km zu machen, nach einer so langen Pause.. Gestern bin ich dummerweise mit vollem Magen gelaufen, bzw. habe ich mir einen Berg zu essen gemacht, und dachte 2 Stunden reichen zum "Verdauen" in etwa aus - zumindest ist die Zeitspanne lang genug, um nichts mehr zu merken. Dem war aber irgendwie nicht so, beim Einschlafen hatte ich ganz schön Schmerzen auf der rechten Seite, dachte schon es wäre der Blinddarm :D Vermute aber das lag am Essen und laufen. Habe mich nach den 4km auch echt kaputt gefühlt, was sonst nicht so ist (mit leerem Bauch...).
Allerdings bin ich langsam wie eine Schnecke. Die schätzungsweise 4km laufe ich in ca. 30 Minuten. Wie kann ich mich denn steigern? Intervalltraining? Und wenn ja, wie? Eigentlich nutze ich das Laufen eher als Stressausgleich zum Job, mein Doc meinte mal ich solle abends gemütlich laufen, um Stresshormone abzubauen, und da nicht noch versuchen möglichst Leistungsfähig zu sein, d.h. zu hohe Ansprüche stellen (sonst werden wieder mehr Stresshormone ausgeschüttet als "vernichtet" werden...). Ich habe auch Lust wirklich jeden Tag zu gehen, auch weil das Wetter so schön ist zZ, aber meine Muskulatur ist nach 1 Tag wirklich hin, und nur 2km laufen bringts ja auch nicht, zumindest merke ich dass nach ca. 2km die Muskeln langsam warm werden und sich entkrampfen, aber dann schon wieder aufhören... lohnt sich das überhaupt?
Oder wird man mit der Zeit sowieso einfach schneller? Das wäre ja praktisch, wenn es nur durch dahintraben geschieht, ohne Intervalltraining machen zu müssen :D
- Blog von localhope
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


Langsam an....
Dein Körper zeigt Dir doch deutlich, dass es noch zuviel ist.
Du spürst schon die positiven Aspekte des Laufens und willst natürlich mehr davon, aber Deine sportlichen Ambitionen in allen Ehren, wenn Du jetzt schon mit Intervallen anfängst, wirst Du vermutlich ganz schnell durch Überlastung oder Verletzung ausgebremst und dann gehst Du zurück in die Spirale, zurück auf Los, aber erst nach der Verletztungspause.
Deine Laune wird im Keller landen.
Das willst Du bestimmt nicht.
Der Körper braucht einfach eine Zeit, um sich auf regelmäßiges Laufen einzustellen, auch, wenn Du lange vorher schon regelmäßig gelaufen bist, und ja, schneller wirst Du von ganz alleine.
Gönn Dir max. jeden zweiten Tag die 4 Kilometer und wenn sich alles eingespielt hat, steigerst Du die Strecke pro Woche max. um 1 Km, egal, in welcher Zeit.
Du wirst merken, dass Du weniger schwere Beine hast, wenn Du langsam läufst, als wenn Du Tempo bolzen gehst.
Wenn Du glaubst, Dich trotzdem nicht genug zu bewegen, geh schwimmen oder radeln oder mach irgendeinen anderen Ausgleichssport.
Wenn Du das 3-4 Monate so durchziehst, wirst Du Dich wundern, wie weit Du schon gekommen bist ohne Überlastung, Schmerzen, Muskelkater oder schwere Beine.
Dahintraben und genießen würde ich empfehlen.
Viel Spaß bei Deinen weiteren Läufen.
Lieben Gruß Carla-Santana
nix übertreiben
kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen!
Die ersten Erfolge der Trainingssteigerung machen "süchtig" auf mehr, doch sollten zu dem Zeitpunkt 3x pro Woche ausreichen - wobei eine lange und zwei kürzere Einheiten ratsam sind.
Langsam steigern, am Besten mit einer 4er Atmung laufen, bedeutet 4 Schritte einatmen, 4 Schritte ausatmen.
Wenn Du dann bei 10km angekommen bist kannst Du über die Steigerung der Geschw. nachdenken.
Bis dahin wirst Du die Signale Deines Körpers berücksichtigen müssen, als da wären Achilles, Knie, Muskeln...
Aber im Vordergrund sollte der Spaß am Laufen stehen, nicht der Zwang nach mehr von allem in kurzer Zeit.
Lieber nen Tag länger Pause machen, der Körper dankt es!
Also viel Erfolg in den nächsten Wochen...
Grüße
Alex
Danke für die netten
Danke für die netten Kommentare. Ihr habt wohl Recht, ich laufe einfach so gerne. Früher bin ich jeden 2. Tag um die 7 km gelaufen, oder auch mal 10 auf nem Sonntag, wenn Zeit da war. Manchmal musste ich mich richtig motivieren, bzw. einfach loslaufen, auch wenn ich keine Lust hatte (was vorkam). Heute habe ich das gar nicht und könnte am liebsten jeden Tag laufen gehen. Muskelkater habe ich eigentlich nie nach dem Laufen, was auch daran liegen könnte, dass ich eben nur dahintrabe, und mich keinem Druck aussetze wie zB "ich muss soundsoviele km in der und der Zeit laufen". Das war früher mal. Allerdings habe ich tatsächlich schwere Beine. Gestern war ich radeln und vorgestern laufen, ich denke aber dass ich heute nicht laufen kann aufgrund des Radelns gestern, wg. schwerer Beine. D.h. heute Regeneration.
Eigentlich müsste ich es langsam wissen. Letztes Jahr kam ich in diese Spirale aus Übertraining. Meine Zeiten wurden immer schlechter, ich habe daraufhin noch mehr trainiert, was natürlich nichts gebracht hat, aber im Eifer sieht man nicht, dass man zuviel tut, sondern versucht durch noch mehr Training die schlechten Zeiten rauszuholen. Klappt natürlich nicht.
Ich würde so gern einen Halbmarathon mit einem Bekannten mitlaufen, im September, aber vermutlich werde ich es bis dahin nicht schaffen, ausreichend und mit Erfolg zu trainieren (oder, oder??? :D )
Das mit der vorgegebenen Atmung schaffe ich nie. Immer wenn ich versuche ein bestimmtes Schema zu nutzen (wie die oben erwähnte 4er Atmung), bekomme ich Seitenstechen. Ich verfolge die Einstellung, dass mein Körper sich seine Atmung selbst reguliert, damit bin ich bis jetzt am besten gefahren. Ich laufe meist so, dass ich nie völlig außer Atem bin. Im Moment bremst mich eher meine Muskulatur, d.h. ich kann irgendwie keine größeren Schritte machen, sonst Seitenstechen oder wirklich außer Puste / k.O. Wenn ich so laufe wie ich mit gut fühle, atme ich ruhig und gleichmäßig, damit gehts mir ganz gut. Oft fühle ich mich statt matt und abgekämpft, ausgeglichen und wohl nach dem Lauf, und ich glaube daher dass mein Training nicht das schlechteste ist.
Aber schwere Beine habe ich dann meist schon, ja :D
PS: Knie, Achilles oder sonstwelche Probleme habe ich zum Glück nicht, daher fiel es mir immer schwer einzusehen, dass ich mich manchmal überlaste. Manchmal sticht es im Knie beim Auftreten, wobei ich dann eben aufhöre, am nächsten Tag ist es dann weg. Toi toi toi dass es so bleibt!