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...und ich hatte doch gedacht, als es losging, ich laufe dann eben so ab und zu mal, locker bleiben, keine besonderen ziele setzen, spaß haben und sich vielleicht auch mal - und dann auch nur ein bißchen und hin und wieder - fordern.
doch mit der regelmäßigkeit (so drei mal pro woche) kam die frage: warum? warum bei regen, warum bei müdigkeit und warum, wenn mir diese zeit doch anderswo fehlt? doch irgendeine verborgene ahnung wisperte: du wirst schon noch erfahren warum. also setzte ich mir ein ziel: september, 10km in geilenkirchen, aber bitte locker bleiben, spaß haben und auch nur ein bißchen fordern, sind ja schließlich noch zweieinhalb monate; versuchs mal und wenn nicht, was solls denn du warst nie ein läufer und wirst nie einer sein. leichtathletik, handball, badminton und immer irgendwie und gerne hanteltraining - ja, ausdauer - niemals!. zehn wochen und 1:01:55 später war ich - nach kurzer tempoverschärfung - also bitte! - im ziel, aufrecht und locker eingelaufen, bei vollem bewusstsein, sprachfähig und ohne schnappatmung.
da war sie die kleine belohnung und ein: ach ja, na guck mal, hmh - und jetzt? vielleicht weiter, 13 km waren es ja schon mal im training, da war doch dieser winterlauf, von dem die anderen sprechen und wenn du niemandem sagst, dass du dich anmeldest kannst du ja immer noch ... außerdem: 18,4 km sind doch mal was, solange du locker bleibst und spaß hast und dich ab und zu mal ein bißchen forderst...
na, dann lauf doch mal mit uns am sonntag um den see, sagten die freunde, marathon-läufer einige, nachdem die liebste nicht schweigen konnte und sowieso recht hatte, weil es in der gruppe ja schöner ist. und so waren es dann 16km, aufrecht und irgendwie auch locker mit einer netten trainingspartnerin, die das gleiche tempo geht, unterhaltsam (tatsächlich - ich kann 112 min laufen und trotzdem - mit atempause - sprechen) und anders. Gestern legten wir sogar am schluß noch zu und waren nach 1:30:17 min (nur) die 14 km-runde (wir müssen uns schließlich schonen) gelaufen.
am sonntag ist es soweit und etwas beunruhigt bin ich schon; 18,4 km - soweit bin ich noch nie gelaufen, vor allem aber - was kommt dann? werde ich es schaffen, mir den spaß zu erhalten, wenn dieses ziel erreicht ist? ist eine pause - hast du ja verdient (vielleicht) - der köder des inneren schweinehunds? kommt ehrgeiz oder gelassenheit? bleibt der blick für die schönheiten der strecken oder nur noch der auf die uhr (vor zwei wochen war ich nach 59 gefühlten hey-bin-ich-gut-drauf-minuten im nachhinein gemessene, frustierende nur (?) 10,7 km gelaufen; allerdings mit zwei ätzenden steigungen - hat eigentlich jeder irgendwelche ausreden und seit wann achte ich so auf die zeit?).
bevor ich begann, das zu schreiben, sah ich mir im web trainingspläne an, 10km schneller als 50min, steigerungs-, tempoläufe, fahrtspiel, las wieder über herzfrequenz und trainingspuls, von gel und power-riegeln und isotonischen getränken (grundgütiger, ist der am sonntag bei km 6 geplante ovomaltine-riegel vielleicht doch nicht das richtige?)

und warum mache ich das eigentlich und wie mache ich es richtig, mit welchem schuhpaar und welchen shirts und soll ich wirklich dünne wollsocken drunter und windbreaker um die hüfte, HAB ICH GENUG NUDELN?

oder doch wieder ganz einfach so: zum frühstück gibts den üblichen milchkaffee und toast mit marmelade. vielleicht haben wir am sonntag ja glück und es hat geschneit. die schritte, die atemzüge würden gedämpft klingen, meine laufpartnerin und ich leise sein und manchmal den finger heben: sieh mal! schön, nicht?
und vielleicht sollte ich dann ab montag ab und zu mal laufen, locker bleiben, mir keine besonderen ziele setzen und spaß haben und mich hin und wieder mal ein bißchen fordern.

fühlt sich gut an.

bleibt gesund

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Sehr schön zu lesen...

.. bei mir hats auch so angefangen, es gab zwar ein Schlüsselerlebnis, das mich bewogen hat, mit dem Laufen anzufangen, aber der große Ehrgeiz war anfangs nicht da, nur der kleine. Zwischendurch immermal die Sinnfrage, aber eigentlich war jeder Lauf irgendwie schön, auch wenn das Schöne sich manchmal auch nur auf die Badewanne danach reduzierte.
Am Sonntag (also gestern) saß ich dann mit meinem Mann halb elf immernoch am Frühstückstisch und wir haben gequatscht und gequatscht... Da purzelten aus meinem Mund doch Worte wie: "bin mal gespannt, wie das wird (der Hermannslauf, 31km), wie sich so eine lange Strecke anfühlt. Wenns gut wird, vielleicht probier ich ja dann im Herbst mal 'nen Marathon". Ein breites Grinsen ging durch sein Gesicht: "Ich habs gewusst!" Das Grinsen ist bis heute nicht gewichen.

Ja! Es fühlt sich gut an! Du hast sowas von recht!

Alles Gute, wünscht WWConny

Sehr schön,

so kann doch nur jemand schreiben, der in spätestens zwei Jahren selbst bei einem Marathon am Start stehen wird. Wenn ich so zwischen deinen Zeilen lese, dann habe ich das Gefühl, dass da jemand gehörig in Gefahr ist, dem Laufvirus vollends zu verfallen. Viel Spaß bei den 18,3 km, mach dir nicht zuviel Sorgen, dass klappt schon (blöder Spruch! dass sagen die, die schon mal länger gelaufen sind, immer).
Nur eine Bitte, nimm keinen Ovomaltine-Riegel bei km 6, es sei denn, du hast ihn schon hinreichend ausprobiert im Training.
Alles Gute, wünscht der Kenianer

Willkommen

im Club! Bei mir fing es mit einmal die Woche Lauftreff an, daraus wurde ein zweites Mal und eher gegen meinen Willen der erste 5km Volkslauf, dann die 10km ("He, wir laufen morgen früh, lauf doch mit!"). Mittlerweile habe ich den 5. Marathon absolviert und es macht immer noch Spaß, auch wenn ab und an ein bisschen Ehrgeiz dabei ist.
Erhalte dir den Spaß!

Sehr nett...

danke für die netten kommentare, ausgesprochen zuversichtlichen prognosen und praktischen tipps (frage an kenianer: kein ovomaltine wegen möglicher technischer komplikationen beim essen-während-des-laufens oder zu erwartender magen-darm-seitiger sensationen?). ein sehr freundlicher eindruck von der IG laufen.

schönen tag

musste fast weinen

soooo schoen kann laufen sein, wenn selbst das lesen ueber die laeufe anderer schon emotionen hervorruft.
Danke fuer den Blog!
Ich hab uebrigends meine Uhr weggeschmissen. (Wer braucht denn sowas!! )

ups......

.....also das kenn ich doch alles irgendwoher.Geilenkirchen sozusagen von Geburt an (bin aber jetzt ein Nordlicht). Wie oft habe ich mich schon bei Regen, Wind und Kälte gefragt, wie bescheuert man eigentlich sein muß, um bei dem Wetter zu laufen??? Ist keine Gundvoraussetzung, erleichtert die Sache aber sehr, und ich bin nie der einzige Depp, der unterwegs ist.
Ich bilde mir auch ein, nur so zum Spass zu laufen. Ehrgeiz ist nicht so mein Ding und der Wettkampfgedanke ist mir ziemlich fremd. Aber wie freue ich mich, wenn ich nach dem eintragen eines neuen Laufes sehe, dass ich ´ne halbe Minute schneller unterwegs war als sonst, und der erste HM war ein echtes Highlight. Laufen heißt für mich mittlerweile Lebensqualität pur, und auf die will ich nicht mehr verzichten.
Also hat Spass gemacht deinen Blog zu lesen und daher: nich´lang schnacken, Kopp in´n Nacken!

Antwort

zweiterem!
Außerdem würde es mir den Hals zu schleimen, so dass ich kaum mehr vernünftig atmen könnte, wegen dem ganzen ausspucken!

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