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Laufe erst seit einem halben Jahr. Konnte bisher nur Erfahrungen mit Regenläufen sammeln, aber noch nicht mit Frost und Schnee. Also musste mein innerer Schweinehund oder auch das Teufelchen in mir besiegt werden.
Da ich seit Donnerstag schon frei habe, wollte ich eigentlich Freitag einen langen Lauf von ca. 10-11 km laufen. Aber das miese Wetter oder auch das kleine Teufelchen in mir lies mich freitagvormittag im warmen Bett liegen und dann gemütlich Kaffeetrinken. Und nachmittags ging es ja sowieso zur warmen Sauna – also nichts mit laufen bei dem kalten, nassen Wetter - so nach dem Motto, Samstag ist auch noch ein Tag.
Samstagmorgen, immer noch frostige Temperaturen, schneebedeckte Straße – sah sehr ungemütlich aus. Nach dem ich das Fenster öffnete, fühlte ich auch das unangenehme kalte Wetter und das Teufelchen wollte sich wieder unter die warme Bettdecke verkriechen. Ich suchte nach Ausreden, warum ich nicht laufen will – fand aber keine passende. Dann beschloss ich, wenigsten eine kleine Runde zu laufen. Suchte mir eine kurze Runde – genau richtig für meinen inneren Schweinehund, zog mich warm an, Stirnband um und los ging es. Die ersten hundert Meter waren hart. Die eingeatmete Luft war sehr kalt, automatisch fing ich an schneller zu atmen. Als ich dann am Acker lang lief, kam noch ein kalter Wind zu. Aber ich wusste, den ersten Kilometer hatte ich geschafft. Dann ging es wieder in die Siedlung rein und auch der zweite Kilometer war geschafft – also Halbzeit – den Rest schaffe ich auch noch! Mittlerweile merkte ich, dass ich mich doch zu warm angezogen hatte. Also wurden die Jackenärmel erstmal hochgeschoben. Die Atemluft war immer noch kalt, ich atmete immer noch schnell. Dann ging es die Treppe zur Brücke hoch. Da merkte ich, dass meine Beine noch sehr schwer waren, aber egal – weiter ging es. Wieder dem kalten Wind ausgesetzt lief ich weiter. Dann war auch schon der dritte Kilometer geschafft. Ich wusste es ist nicht mehr weit – nur noch um zwei Ecken herum und dann bin ich auch schon fast zu Hause. Schniefen lief ich weiter, die letzten hundert Meter bis zur Haustür. Da ich ja Kilometermäßig nicht viel geleistet hatte, nahm ich dann noch das Springseil und machte noch 4x40 Seilsprünge. Stolz, dass ich mich doch aufgerappelt hatte und dass das Engelchen in mir gesiegt hat, ging es dann unter die warme Dusche und dann gab es eine schöne heiße Tasse Kaffee.
Na mal sehen, was die nächste Woche bringt. Morgen geht es für ein paar Tage in den Harz – na ob ich mich da auch so motiviert bin?
Freu mich jedenfalls schon auf den 1.12. – da werde ich ja alle Fälle wieder angetrieben!

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der Lauf...

... war auf jeden Fall zu kurz! Der Genuss beginnt - gerade bei vermeintlich schlechtem Wetter, so richtig erst ab Kilometer 5. Also: versuchs doch übermorgen gleich nochmal! Wenn Du die klamottentechnische Optimierung dann noch hinbekommst, wirst Du es genießen!! Versprochen!

Viel Spaß beim Laufen wünscht WWConny

... Glückwunsch zum

... Glückwunsch zum gewonnenen Kampf gegen das böse Teufelchen! :-) Kann ich gut nachvollziehen, mir ging es heute genauso, und auch ich habe den inneren Schweinehund überwunden...
Bei mir wurden es dann fast 7km und ich muss Conny rechtgeben- ab KM5 hatte ich mich an die widrigen Umstände gewohnt und es hat richtig Spaß gemacht. Das einzige Problem war tatsächlich die kalte Atemluft. Stimmt es eigentlich, dass es bei diesen Temperaturen besser ist, durch die Nase zu atmen, da sich dann die Luft noch etwas erwärmen kann bis sie in die Bronchien gelangt?

PS: Grüße von meinem Schweinehund an dein Teufelchen- die Verlierer des Tages! :-)
Morgen heißt es wieder: auf in den Kampf! Hurra...

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