Benutzerbild von Dirk Stein

Gerade im Netz gefunden: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/11/04/2653196.xml

2 Läufer starben beim diesjährigen New York Marathon (einer davon "bewältigte" den Marathon nicht mal laufend, sondern GEHEND), 2 weitere erlitten Herzattacken, konnten aber noch gerettet werden.

Während der Berichterstattung wurde erwähnt, dass es über 100.000 Anmeldungen gab, an anderer Stelle wurde darauf hingewiesen, dass mit ca. 35.000 Finishern gerechnet wird (bzw. wurde). Also ´ne ganze Menge Leute, die sich offensichtlich deutlich überschätzt haben.

Ich möchte solche Meldungen möglichst nie mehr lesen müssen!!!

Deshalb, liebe jogmapper:
Wenn hier gefragt wird, ob Ziele realistisch sind und ich von bestimmten Vorhaben - zum Teil dringend und eindringlich - abrate, dann möchte ich niemandem irgendetwas vermiesen. Ganz im Gegenteil.
Und ja, man sollte sich Ziele setzen und diese auch verfolgen. Aber man sollte die eigene Leistungsfähigkeit REALISTISCH einschätzen und seine Ziele darauf abstimmen. Selbstüberschätzung und Übermut kann gefährlich sein - sogar lebensgefährlich.

Gruß
Dirk

Hallo, es ist richtig, dass

Hallo,

es ist richtig, dass es über 100.000 Anmeldungen gab, es wurden aber nur 38.000 Startplätze vergeben. Eine Finisherquote von knapp 1/3 wäre doch verdammt gering.

Zu dem zweiten Teil deines Kommentars stimme ich dir vollkommen zu. Einen Marathon sollte nie aus einer Bierlaune oder verlorenen Wette heraus gelaufen werden.

Letztes Jahr starben auch zwei Läufer beim Karstadt- Marathon, da soll es sich aber um trainierte Läufer gehandelt haben. Vielleicht sollte es sich wirklich durchsetzen, dass ein ärztliches Attest bei einer Anmeldung vorgelegt werden muss, bei einigen Marathonveranstaltungen im Ausland ist es bereits Pflicht. Einen 100% Schutz wird es trotzdem nie geben.

Viele Grüsse, Feldi

Mein Laufblog im www: run4fun

Todesfälle

Hallo zusammen,

beim Karstadtmarathon starben in der Tat zwei Läufer und ein Skater. Zumindest einer der Läufer wurde erst wiederbelebt und dann ist er wohl im Krankenhaus gestorben. Der andere starb wohl bei KM 40 ( ich habe ihn gesehen ) und hat bereits mehrere Marathonversuche gestartet und auch abgebrochen, ob er trainiert war und aus einer Bierlaune startete lässt sich mit Sicherheit weder bestätigen noch verneinen. Der Skater trainierte laut hörensagen wohl auch mit einer Erkältung. Was ich damit sagen will ? Ob jemand sich dem gesundheitlichen Risiko eines Marathons aussetzt, bleibt immer trotz Attest ihm selbst überlassen. Passieren kann es jedem. Das meine ich so, weil mein erster Sport eigentlich das Kanufahren ist und jedes Jahr dort soviele Sportler in Europa sterben wie Läufer letztes (Seuchen) Jahr weltweit.

Und wie schon oft gefordert,

Und wie schon oft gefordert, hier wieder meine Forderung nach 5 Stunden muss Zielschluss sein. Bzw der Besenwagen sollte all diejenigen die dies vorraussichtich in dieser Zeit nicht schaffen vorher einsammeln. Zum Eigenschutz und um der Veranstaltung mehr sportlichen Wert zu geben.

Also der Besenwagen fährt mit etwa 7 KM die Stunde los und wer gefressen wird vom Besenwagen hat Pech gehabt.
Das wäre doch mal was...

NYC-Marathon

Hallo Dirk, Du hast bezüglich der Anmeldezahlen offenbar etwas mißverstanden. Auch wenn sich 100.000 anmelden, dürfen nur knapp 40.000 Läufer starten.Die genaue Quote der Abbrecher ist hier nicht zu erkennen, da wir nicht wissen, wieviele gestartet sind. Ich halte es auch für Unfug, an einen Marathonstart ohne gründliche Vorbereitung zu gehen, schließlich soll es ja klappen - und auch Spaß machen. Aber selbst wenn man vom Arzt vorher das Ja-Wort bekommen hat , hat man dadurch noch keine Lebensversicherung. Trauriges Beispiel: Letztes Jahr am Samstag vor dem NYC-Marathon ist ein US-EliteLäufer bei der Quali für Olympia im Central-Park tot umgefallen, trotz Arzt-Jawort. Also: gut trainieren und nur gesund starten - wir wollens schließlich nicht nur einmal machen...

Gruß, Gerhard

Danke

für die "Aufklärung" bezüglich der Startplätze. Hatte ich nicht mitbekommen. So sieht das Ganze natürlich deutlich beruhigender aus.

Gruß
Dirk

Stimme zu...

...aber das wird das Problem nicht lösen. Wer sich überschätzt, läuft oft auch viel zu schnell los, lässt sich von der Masse treiben, bis es dann nicht mehr weitergeht. Gegen sowas hilft das "Einsammeltaxi" Besenwagen leider auch nicht.

Mindestzielzeit

von 4h und Vorlage eines aktuellen ärztlichen Attestes.

Adieda
Spindoc
Der mit dem Hund läuft!

denke ich auch

Könnte mir vorstellen, dass sich die Läufer noch viel mehr unter Druck setzen, wenn der Besenwagen zu früh los fährt!

Laufende Grüße von
Tame

Dein Appell, sich

Dein Appell, sich realistisch einzuschätzen, ist sicher angebracht.

Andererseits ist es auch einfach ein Effekt der "großen Menge". Sterberisiken werden meist als "Fälle pro 100.000" angegeben, und wenn genügend Leute beisammen sind, treten auch die selteneren Fälle auf. Selbst bei den "gnadenlosen 5,6km mitten durch Frankfurt" (JP Morgan Chase Corporate Challenge ;-) sollen schon Leute umgefallen und nie wieder aufgestanden sein...

merkwürdigerweise brechen

merkwürdigerweise brechen bei "einfachen" marathonveranstaltungen nicht die üblichen extremsportdiskussionen los die sich bergläufer nach dem tot zweier sportler des zugspitzlaufes anhören durften.

offensichtlich polarisiert ein gewöhnlicher marathonlauf aufgrund des breitensportes laufen weniger stark, wodurch eine gewisse aber verhängnisvolle verharmlosung derartiger veranstaltungen (samt risiken) eintritt.

grüße, daniel

Sollzeiten

jr Bei Zeitvorgaben von 4h gäbe es bald keine Stadtmarathons mehr,mit dem Marathon als Volkssport wäre es auch vorbei.Wir würden uns wieder den Verhältnissen der 70er und frühen 80er Jahren nähern.Damals,ich laufe schon seit 1977 Marathon und kenne somit die damaligen Verhältnisse,gab es nur Landmarathons außerhalb von Ortschaften über freies Feld mit maximal 500 Teilnehmern und es waren nur Vereinsmitglieder zugelassen.Die Zielschlusszeiten waren tatsächlich bei jedem Dorfmarathon bei 4h angesetzt,bei Deutschen Marathonmeißterschaften gab es sogar eine Qualifikationszeit von 2:40:00 ,die ich 1980 mit 2:39 sogar einmal schaffte.Es gingen zu dieser Zeit wirklich nur Guttrainierte an den Start,für die Anderen war der Marathon eine Nummer zu groß.

Jeder Tote ist einer zuviel...

na klar doch.

Aber gestern ist ein Mensch im Auto an Herzinfarkt gestorben. Hat sich wohl überschätzt! ;-)

Scherz!!!

Sorry, aber Menschen sterben aus den verschiedensten Gründen, jeden Tag. Manche rauchen ja sogar freiwillig...

Ich finde, mir kann auch beim Straße-Überqueren etwas passieren, das ist das normale Lebensrisiko. Viele erhöhen dieses freiwillig (Rauchen, trinken, Autofahren...) und ich sehe hier persönlich keinen Grund, wegen 2 aus 35.000 eine überhöhte Betroffenheit zu empfinden.

Bedauerlich bleiben solche Fälle natürlich immer.

Wer im Wald sitzt, sollte nicht so laut rufen!

Am Kern vorbei

Hallo hamburgmann,hallo spindoc
meiner Ansicht benutzt Ihr hier die tragischen Todesfälle zweier Läufer als beliebten Vorwand, aus den Marathons elitäre Veranstaltungen machen und alle die langsamer sind als 5 (spindoc möchte sogar 4) Std. von diesen auszuschließen. Es gibt meiner Meinung nach keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Zielzeit und Todesfallrate.
Wie schon erwähnt, wäre so eine Forderung eher kontraproduktiv, würde diejenigen, die eher über z. B. 5 Stunden brauchen dazu bewegen, die 5 Stunden zu unterbieten. Ich möchte dann nicht ein Szenario erleben, wo der Besenwagen die Läufer, die sonst den Marathon vielleicht in 5H30 problemlos geschafft hätten, reihenweise in den Herzinfarkt treibt.
Da ist die Forderung nach einem aktuellen ärtzlichen Attest schon annehmbarer, auch wenn dieses keine vollkommmene Sicherheit bietet.
Gruß,Marco

Ich finde, dass man nicht

Ich finde, dass man nicht jedes Risiko mit Vorschriften und Verboten vermeiden kann. Ein bischen Eigenverantwortung muss man einem erwachsenen Menschen doch noch zumuten können, sonst leben wir irgendwann unter vollkommener Bevormundung. Wenn jemand untrainiert oder krank einen Marathon bestreiten will, geht er wissentlich das Risiko ein und ist ganz allein für den negativen Ausgang verantwortlich.
Genauso wenn jemand raucht oder sich dick und rund futtert (wobei bestimmt mehr Menschen an diesen Folgen sterben), kann kein Gesetz das verhindern. Man kann informieren und aufklären, aber ein mündiger Bürger entscheidet für sich selber.
Ich weiß, das klingt etwas hart, aber Verantwortung abnehmen ist für mich nicht die Lösung.

raspberry ---o00o---°(_)°---o00o---

Sorry

aber das Problem wird nicht zu lösen sein. Atteste bescheinigen auch nur den aktuellen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Untersuchung. Für Rom am 15.3.08 musste ich bis zum 15.12.07 ein Attest vorgelegt haben: da war ich auch gesund, was drei Monate später nicht unbedingt mehr gültig sein musste. Eine Herzmuskelentzündung oder ähnliches kannst du nicht Tage und Wochen vorher diagnostizieren!
Und es soll vernünftige trainierte langsame Läufer geben, die ihre 5 Stunden prima durchziehen und gesund ankommen, und elitäre Superspinner, die unbedingt ihre 3 Stunden unterbieten müssen und auf die Warnsignale nicht mehr hören wollen. Ich sehe jedenfalls erheblich mehr getapte Voltarenfanatiker im ersten Drittel des Starterfeldes als weiter hin, wo es lustig und entspannt abgeht.
Beim HM im September an der Saarschleife musste ein durchtrainierter 29jähriger mehrfach reanimiert werden (und nicht der ältere Herr oder die übergewichtige Dame, die weit hinten ins Ziel kamen)!!!

Kopfschütteln

Ich kann die Aufregung hier überhaupt nicht nachvollziehen. Es sterben ständig und überall Leute - und niemand findet was dabei. Aber gerade beim Marathon soll das besonders schrecklich sein und es wird so ein Trara darum herum gemacht. Klar ist jeder einzelne Todesfall eine Tragödie, jedoch:

1. Wenn man bedenkt, daß der Marathon eine menschliche Grenzbelastung darstellt, ist es absolut verblüffend, daß nicht viel mehr passiert. Beim Sex kommen mit Sicherheit hundertmal mehr Leute zu Tode als beim Marathon, auf Deutschland hochgerechnet. Diese außerordentlich geringe Komplikationsrate ist sicherlich nur durch den im Schnitt weit überdurchschnittlich hohen Fitneßzustand der Marathonis erklärbar.

2. Hat überhaupt schon mal jemand argumentiert, daß das Marathontraining hundert-, wenn nicht tausendfach mehr Leben rettet als statistisch bei so einer Veranstaltung zu Tode kommen? Regelmäßiges Training senkt nämlich drastisch die Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes beispielsweise. Alles wissenschaftlich sehr gut dokumentiert. Nur daß diese positiv veränderten Schicksale keiner als solche wahrnimmt.

3. Die Forderung nach ärztlichen Attesten als Teilnahmevoraussetzung halte ich für den allergrößten Schmarrn. Überflüssige bürokratische Hürde und typisches Beispiel für deutsche Kontroll- und Regelungswut. Das sage ich, obwohl ich potentieller Nutznießer einer solchen Regelung wäre. Es gibt überhaupt keine Beweise dafür, daß dann weniger Zwischenfälle auftreten würden. Höchstens könnte es zur juristischen Entlastung der Veranstalter im Fall von Schadenersatzforderungen Angehöriger dienen.

Schönen Abend noch wünscht

Sankara, Dorfdoktor, Genußläufer

Auch Läufer sind sterblich!

Solche Fälle werden halt immer gern von manchen zum Anlass gnommen, sich selbst als Stimme der Vernunft zu exhibieren.

Anzufügen wäre vielleicht noch, daß es tatsächlich statistische Erhebungen gibt, die belegen, daß große City-Marathons in Folge der Straßenabsperrungen die Zahlen der Verkehrsunfälle und damit die der Verkehrstoten senken:

http://science.orf.at/science/news/150336

Außerdem ist mir noch präsent, daß in der Unfall- und auch Todesstatistik das KEGELN ganz weit vorne rangiert, noch vor dem Fußball und gaaanz weit vor Marathon etc. ...

Aber je mehr gelaufen wird, desto mehr wird eben auch dabei gestorben und desto mehr gibt´s künstliche Aufregung. Liegt vielleicht auch dran, daß die ganze "fit-for-fun-Mentalität" den Tod ausklammert, aber: Auch Läufer sind sterblich, und ich hätte nichts dagegen, auf diese Art und Weise abzutreten, könnte mir zig unangenehmere Wege vorstellen. *g*

Ach ja, zu den Attesten: Wieso typisch deutsche Regelungswut? Zumindest die Italiener und Franzosen wären uns darin ja über, die haben schließlich, im Gegensatz zu Deutschland, die Attestpflicht beibehalten...

MfG

laufen und Risiko, 5km - Grenze

ich plane jetzt erstmals im Frühjahr auf eine Einladung einmal einen Marathon in Tokio zu laufen, bin aber, was Langstrecke betrifft, Anfänger. Derzeit kämpfe ich, was meien Zeiten betrifft, wohl mit der Fünf-Stunden-Grenze, ich mach mich aber keinen Stress und plane auch nicht, mit 47 Jahren noch Wettkampfambitionen zu entwickeln, die ich noch nie hatte. Der Ehrgeiz, einmal die Distanz zu schaffen ist es, was mich treibt, dazu das einmalige Erlebnis eines solchen Laufes erleben zu können. Ich laufe leider sehr langsam und habe -warum auch immer- zwar die Ausdauer entwickelt, schon locker 2,5 Stunden zu laufen, nur an der Geschwindigkeit haperts. Warum soll man solche Leute mit dem Wagen rauskehren, oder unnütz unter Leistungsdruck setzen, wenn sie gar nicht viel mehr erreichen wollen? Um die Selbstüberforderung und höheres Risiko zu provzieren? Wenn ich erkältet sein werde, werde ich, was ja für jeden vernünfigen Sportler das ultimative Muss sein sollte, nicht laufen. Eine Freundin von mir ist aus diesem Grunde mit 41 Jahren verstorben, obwohl seit Jahren ständig im Training; nach dem Ergebnis der Obduktion wohl aufgrund verschleppter Infektionserkrankung und Überbelastung.

@rejokaa

DAs war ja dann auch richtiger Sport. Es macht schon Sinn, dßs Marathon für die meisten Menschen eine Nummer zu groß sein sollte. Was hat das denn noch für einen sportlichen Wert, wenn zwei drittel der Läufer jenseits der 3,5h h Grenzen ankommt. Ich würde so etwas nur noch begrenzt als Sportveranstaltung beschreiben, eher als Touristenattraktion. Aber da kann man ja geteilter Meinung sein. Wenn einer 4,5h laufen will, dann soll er das doch im Wald machen. Wer sich dann noch bejubeln lassen muss naja ich weiß nicht...

Adieda
Spindoc
Der mit dem Hund läuft!

Lieber beim Wettbewerb

Ich muss zugeben: Sollte ich irgendwann einmal in die Verlegenheit kommen, beim Laufen zusammenzubrechen, dann lieber bei einer großen Veranstaltung, wo erfahrene Ärztteams vor Ort sind, als irgendwo beim Trainieren im Wald, wo mich nach 3 Tagen vielleicht mal jemand findet.

Nur dass es eben völlig

Nur dass es eben völlig unterschiedliche Läufertypen gibt. Ein Mensch, der den Marathon in über 4 Stunden und platzierungstechnisch unter ferner Liefen läuft, kann bei einem 12/24h-Lauf vielleicht ganz vorne mit dabei sein, wenn er sein langsames Tempo imstande ist auf Dauer zu halten...wenn das dann keinen sportlichen Wert hat weiß ichs nicht.
Man kann einen Marathon auch als Training ansehen, je nach Zielsetzung.

MfG,
Marco

statistisch gesehen

sterben etwa ein Prozent der Bevölkerung.
bei 38.000 Läufer über alle Altersklassen wären das 380 im Jahr und damit etwa einer am Tag.
Wenn also eine solche Menge unterwegs ist kann man, nein muß man mit mindestens einen Toten rechnen.

Trotzdem sind meine Gedanken bei den Angehörigen die mit den Verstobenen gefiebert haben und nun mit ihrer Trauer hoffentlich nicht alleine sind.

Marco hat den Punkt ganz gut getroffen....

ich finde es auch ziemlich vermessen, allen, die vielleicht nicht grade Rekordzeiten laufen, Zugang zu Veranstaltungen wie Marathons verweigern zu wollen.....; ich selbe hege derzeit sicherlich keine solche Ambitionen, fühle mich aber als "Noch-Anfänger" trotzdem beleidigt, denn letztendlich heisst das nicht andres wie: Ihr Langsamen, bleibt weg von Wettkämpfen.....; Und genau solche Einstellungen haben es bisher verhindert, dass ich mich zu solchen angemeldet habe, grade, weil ich Angst hatte, letzte zu sein, Angst hatte, die Schnellen zu behindern, etc. pp. Erinnert mich an ein Gespräch mit einer Bekannten, zu deren Lauftreff ich mich anmelden wollte über den Turnverein, sie leitete diese Gruppe, und sie mir dann ernsthaft zu verstehen gab, dass sie Anfänger nicht so gerne in der Gruppe haben, weil sie die "Guten" behindern und ausbremsen. Ich fand das ausgesprochen demütigend....; noch dazu, wo es eine Gruppe innerhalb eines Turnvereins war, der Propaganda macht, für alle offen zu sein und der schliesslich auch meine Beiträge kassiert.

Zurück zum Thema: natürlich gehört bei einem Marathon die notwendige Kondition, Fitness und Erfahrung dazu. Diese kann ich aber nur erlangen, wenn ich mich der Herausforderung stelle. Und nicht jeder weiss seine Fähigkeiten genau einzuschätzen. Somit muss man irgendwann das Experiment wagen und es versuchen. Und wenn man dann über 5 Stunden braucht, dann ist das halt so. Denen, die dann eh schon im Ziel sind, kann das doch egal sein!

Und es gibt sicherlich erheblich gefährlichere Sportarten, in denen sich Menschen verletzen oder gar zu Tode kommen, als Laufen. Und das hat auch nicht immer mit Selbstüberschätzung zu tun, sondern mit ganz besonderen Umständen.

ruth

Aus dem Herzen

spricht mir Strider.
Beinahe entschuldigen möchte ich mich bei spindoc, da ich leider nicht mit "richtigem" Sport dienen kann. Nein, natürlich nicht, denn ich finde meinen Sport auch richtig gut; als ich vor fast zwei Jahren mit 108 kg (bei 186cm) das erste Mal 500 m gejoggt bin, habe ich mich auch dem Tod näher gefühlt als dem Leben. Momentan gefallen mir meine 85 kg und die dafür verantwortlichen 60 km pro Woche so gut, dass ich es echt bedauern würde wenn mir die Motivation zum Laufen (z.B. die avisierte Teilnahme am Rennsteiglauf)durch elitäre Limits verdorben würde.

Jörg

laufen für alle

ich denke das Laufen ist deswegen so populär weil jeder seine eigenen individuellen Ziele verfolgen kann.
Meine Bewunderung bei allen Veranstaltungen gilt den Schnellen aber vor allem denjenigen denen man es mal schnell per Vorurteil gar nicht zugetraut hätte dass sie überhaupt weiter kommen als ein paar Meter.( und dann laufen sie einem manchmal sogar davon)

Und ohne die breite Beteiligung wären viele Laufveranstaltungen nicht finanzierbar.
Das elitäre Denken ist im Sport ja verbreitet aber gerade beim Laufen hat es meiner Meinung nach nichts verloren.

Gruß
wdS.

Gerade gelesen

Das "Trio-Infernale"

Prof. Kindermann kennt die drei Faktoren, die Läufer das Leben kosten können. Prof. Wilfried Kindermann ist Chefmediziner der Olympiamannschaft: "Ich sage immer, es gibt drei Faktoren, wenn die zusammen kommen, dann kann es eben passieren, dass man auf der Strecke bleibt: Zum einen ein mangelhafter Gesundheitszustand, zum zweiten ein mangelhaftes Training und falscher Ehrgeiz. Das ist sozusagen das Trio Infernale. Wenn diese drei Faktoren zusammenkommen hat man - ich drücke das jetzt mal makaber aus - eine gute Chance, den Lauf nicht zu überleben

NY-Marathon

Lieber Dirk,

durch den ersten Teil deines Eintrags,
wo du die statistischen Werte unvollständig darstellst,
und dir selbst dabei nichts auffällt außer dass es eine Hohe Ausfallquote gäbe,

entziehst du dir meiner Meinung nach das recht über die Leistungsfähigkeit anderer zu Urteilen.

Bist du Dr. Jogmap ?

Der NY-Marathon ist für eine strenge Auslese bekannt.
Soweit ich weiß wird eine maximal Zielzeit vorgebeben (keine Ahnung wo diese liegt).
Nur Läufer mit bisherigen Zielzeiten (nachweisbar) in diesem Rahmen werden zugelassen.

Zur Diskussion die Zielzeiten zu verschärfen, oder den Besenwagen als Mindest-Geschwindigkeit einzusätzen fällt mir folgendes ein.

Solche Verschärfungen bringen Läufer eher dazu schneller zu laufen, auch wenn sie es eigentlich nicht können.

Der Mensch ist eher eine Kämpfernatur als ein Kapitulierer.

Natürlich macht es Angst,
v.a. wenn man selbst Wettkämpfe läuft.

Es ging ihm sicherlich nicht darum, andere Läufer zu belehren

sondern, einfach darum, dass jeder - egal ob schneller oder langsamer Läufer - sich realistisch einschätzt und vor allem gesund an den Start geht. So hat's jedenfalls auf mich gewirkt.

Rein rechnerisch gesehen ist bei den großen Marathons eine (Klein-)Stadt unterwegs, wo täglich der ein oder andere Herzinfarkt o. ä . zu beklagen ist. Von den Haushaltsunfällen brauche ich erst gar nicht anzufangen. Mit anderen Worten, der Tod lauert im Grunde genommen überall.

Statt zusätzliche Regeln (die ärztl. Attests sind ja nur eine Momentaufnahme - wie Strider schon sagte) bin ich für Eigenverantwortung.

Kritisch sehe ich die Aktionen "von 0 auf 42", wo in einer Hauruck-Aktion völlig untrainierte Menschen innerhalb eines Jahres auf den Marathon getrimmt werden sollen. Mir ist zwar klar, dass solche Läufer in erster Linie auf Ankommen laufen, aber die Anpassungsvorgänge (Muskeln, Sehnen, Bänder...) dauern viel länger!

laufend fit und gut drauf!

Das mag sein.....

aber wenn man eine Mindestzielzeit von 4 Stunden fordert, schliesst man alle die aus, die vielleicht einfach mal, nach ausreichemdem Training natürlich und guter gesundheitlicher Verfassung, einen Marathon laufen wollen, ohne Zeitvorgabe....; bei einem für sie erreichbaren Pace.

Bei einer Zeitvorgabe von 4 Stunden (=240 Minuten), muss man schon einen Pace von unter 6 min / km laufen, was ich mir z.B. für mich niemals vorstellen könnte bei solch einer Strecke. Aber warum sollte ich es nicht trotzdem laufen wollen oder dürfen, auch wenn ich dann 7 oder 8 Min/km liefe?

Ich glaube, das war es, war viele gestört hat. Nicht die eigene Fehleinschätzung, sondern das "ausgrenzen" derer, die wirklich nur um den Spass, die Freude, das Erlebnis laufen ohne jegliche Zeitambitionen.....

ruth

alter

bei den zwei todefällen handelt es sich ja auch um ältere personen - ich frage mich, ob man mit über 60 überhaupt noch so einen marathon laufen muss? gibts da nicht passenderes, das etwas weniger belastet... ;) ?! wie wär's mit walking oder simplem spazierengehen?

Älter sein heiss ja nicht gebrechlich sein....

Warum sollte man mit 60 nicht noch einen Marathon laufen wollen oder können? ich kenne manch einen in dem Alter, der mit Sicherheit über erheblich mehr Kondition und Fitness verfügt als ich es tue, und deren körperliche Konstitution 1a ist. Die vielleicht viel belastbarer sind, als mancher junge Mensch. So was am Alter festzumachen finde ich nicht gut.

Warum werden "ältere Herrschaften" zum Walken und Spazierengehen degradiert?

Ich bewundere immer die älteren Herrschaften, die am Sportplatz oder in Wald zig mal an mir vorbeilaufen, locker uns leicht, während ich nur noch so vor mich hinschnaufe....

Hut ab, wer auch noch in höherem Alter solche Sportlichen Leistungen bringt.

ruth

Alter

In meiner Laufgruppe wird der Älteste nächstes Jahr 70 Jahre alt, er läuft noch locker unter 6er km-Schnitt und plant für nächstes Jahr einen Marathon. Nun erzähl Du ihm mal, er soll ab jetzt nur noch spazieren gehen oder walken.
Wenn man sich mal die Mühe macht, und sich die Laufzeiten der AK 60 und mehr anschaut, werden dort noch sensationelle Zeiten gelaufen. Also Alter ist für mich kein Grund, mit dem Laufen aufzuhören.

Ich wünsche allen viel Spaß am Laufen, ob nun zu alt, zu dick, zu dünn, zu klein oder zu groß. Just for fun.

raspberry ---o00o---°(_)°---o00o---

Bitte keine Regelungswut

Es sollt doch wirklich jedem, der einen Marathon läuft, bewußt sein, daß dies eine hohe körperliche Belastung ist, die durchaus Gefahren in sich birgt. Schließlich kommt der Mythos Marathon daher, daß der erste Marathonläufer am Ziel tot umgefallen ist.

Weder ein ärztliches Attest, noch eine Zielzeitvorgabe können daran etwas ändern. Das Ziel, einen Marathon zu bestehen, bringt so viele Leute zum Laufen mit einem sehr positiven Nebeneffekt für die Gesundheit. Daß dabei verborgenen Krankheiten zu Tage befördert werden, ist ein unangenehmer aber unvermeidbarer Nebeneffekt. Dies jetzt dem Event zuzuschreiben ist dagegen absurd. Niemand kann und darf dem Läufer die Verantwortung für seine eigene Gesundheit abnehmen.

Auch als Läufer will ich nicht vor jeder Marathonveranstaltung noch einen Tag bei einem Arzt für einen unnötigen Gesundheitscheck verlieren. Wer gut trainiert hat, spürt in der Regel schon im Vorfeld, ob etwas nicht in Ordnung ist.

Und die abschließende Frage an alle Regelungswütigen: Wie wollt ihr denn bitteschön verhindern, daß jemand einen Herzinfarkt während des Trainings für eine Marathonveranstaltung erleidet? Sind diese Leute weniger wert, weil es nicht bei der Veranstaltung passiert? Wollt Ihr and jedem Waldweg einen Kontrollposten, der Leute in Joggingschuhen nach einem ärztlichen Attest fragt?

Die hier von einigen Leuten gemachten Vorschläge halte ich für ausgesprochen unausgegoren und schlichtweg falsch. Ein Hinweis auf mögliche Gefahren und gute Ratschläge durch den Veranstalter reichen vollkommen aus.

JP Morgan Chase

Das war sogar ein Arzt der bei meinem Arbeitgeber (Heilig Geist Hospital) zunächst wiederbelebt und dann doch starb.
Aber es brechen auch Leute auf der Straße mit Herzinfarkt zusammen und ich habe in der S-Bahn schon 1.Hilfe geleistet weil einer nach Endspurt einen Kreislaufkolaps erlitt.
Trotzdem ist es natürlich richtig auch auf seinen Körper zu hören und ab und zu auch mal nachgeben. Noch was von meinem Arbeitgeber: Jede 3. Nebendiagnose ist "Adipositas" also Übergewicht. Die meisten Läufer haben das hoffentlich hinter sich gebracht.

Todesraten Marathon vs. Sex

quote sankara:"Beim Sex kommen mit Sicherheit hundertmal mehr Leute zu Tode als beim Marathon"

Meine Zusammenfassung zur unten zitierten Zusammenfassung der Studie:

Sex ist nur tödlich riskant für über 60-jährige Männer die einer Prostituierten beiwohnen ;-)

M. Parzeller1, C. Raschka2 und H. Bratzke2

(1) Schönbornstr. 22, D-63179 Obertshausen, XX
(2) Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Institut für Sportwissenschaften, Abt. für Sportmedizin, Ginnheimer Landstraße 39, D-60487 Frankfurt, Zentrum für Rechtsmedizin, Kennedyallee 104, D-60596 Frankfurt/M., XX

Zusammenfassung Die epidemiologische, retrospektive Follow-up-Mortalitätsstudie basiert auf dem Datenmaterial des Zentrums der Rechtsmedizin des Klinikums der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Über einen Zeitraum von 21 Jahren (1972-1992) wurden unter ca. 21 000 forensischen Obduktionen 39 Fälle (0,29%) mit einer natürlichen Todesursache im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen dokumentiert. Bis auf zwei Frauen waren ausschließlich Männer betroffen, deren Altersdurchschnitt 61,3 Jahre betrug. Die häufigsten Todesursachen waren Myokardinfarkte (n=21/53,8%), von denen 3 zu einer Herzbeuteltamponade bei Myomalazie führten. 12 Verstorbene wiesen anamnestisch einen Myokardinfarkt auf. Die meisten Todesfälle ereigneten sich beim oder nach dem Geschlechtsverkehr oder der manuellen Stimulation. In den meisten Fällen trat der plötzliche Tod bei der Kohabitation ,mit einer Prostituierten ein. Als jährliche Inzidenz für den plötzlichen kardiovaskulären Tod bei sexueller Betätigung errechnet sich ein Schätzwert von 0,2/100 000 für Männer. Bei Frauen ist das Risiko um den Faktor 12 geringer.
Schlüsselwörter Sexualität - plötzlicher Herztod - Geschlechtsverkehr - Myokardinfarkt - koronare Herzerkrankung

Whow

hat dieser Blog eine Diskussion ausgelöst. Ich gehöre eigentlich zu denen, die eher interessiert die Blogs lesen und nie schreiben, aber jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben. Ich selbst laufe jetzt schon ein paar Jahre und wenn man hier die Blogs liest, fällt doch auf, wie unterschiedlich die Motivation ist zu Laufen und auch wie unterschiedlich man sich über bestimmte ereichte Ziele freuen kann. Da ärgert sich der oder die eine, wenn man eine bestimte Zeit nicht ereicht hat und der oder die andere freut sich ein Loch in den Bauch, wenn man es zum ersten Mal geschafft hat, z. B. die 5 km Marke zu knacken. Aber eins ist allen gleich - sie haben Spaß am Laufen! Warum in aller Welt meinen dann eigentlich einige hier, dass man bestimmte Läufe nicht machen darf, nur weil man eine bestimmte Zeit nicht schafft?? Ich meine jetzt nicht Dich Dirk, ich habe deinen Blog so verstanden, dass Du aufmerksam machen möchtest und das finde ich gut! Aber ich stimme Marco und Strider voll zu!! Es gibt viele, die einen Marathon gut und ohne Beschwerden in 4-5 Stunden laufen können, warum sollen die es dann nicht machen??? Nur weil Manche hier denken, wer nicht unter 3,5 Stunden bleibt, ist kein Läufer. Es sterben nicht nur die Freizeitläufer, es kippen auch völlig durchtrainierte Athlethen einfach um. Guckt doch mal viele im Ziel an, die sich mal wieder übernommen haben, dass sind nicht unbedingt die, die langsamer laufen. Und wenn man dann noch solche Sprüche liest, wie "wer noch nie beim Laufen gekotzt hat, ist auch noch nicht richtig gelaufen", dann wird mir schlecht. Ich versuche, solche blöden Kommentare gar nicht zu beachten, aber das fällt manchmal schwer. Und deshalb bin ich so froh, dass es auf dieser Seite auch supertolle Läufer (mit super Zeiten) gibt, die trotz aller persönlichen Erfolge so "auf dem Boden geblieben" sind und anderen Mut zusprechen und Tipps geben und auch mal von was abraten. Das sind für mich Sportler!!!

@meerunner

Magst Du den direkten Link zu dem RW-Forumthread mal posten? Würde mich interessieren; finde den leider nicht auf rw.de.

Danke Dir + liebe Grüsse,

Helge

nun ja

zitat >>Also Alter ist für mich kein Grund, mit dem Laufen aufzuhören.<<

das schon, aber man muss sich auch mal gedanken machen, dass die leistung vom körper auch mal nachlässt.
nen bungee-jump kann auch jeder machen, aber wenn ein 70jähriger vom seil hüpft ist die gefahr dass ihm vielleicht ne ader im kopf platzt oder sich ein gerinsel bildet viel höher, als wie wenn dieser jenige nur auf der "schiffschaukel" fährt! *g*

und ich glaube auch, dass das wort "marathon" heute von vielen irgendwie falsch verstanden wird. ein marathon ist irgendwie kein fussmarsch, denn das nennt man wandern oder gehen! ;)
wenn mal jemand so langsam läuft wie ein anderer geht, dann ist das auch nimmer laufen, auch wenn er dabei beide beine in der luft hat. die meisten laufen doch nur nen marathon mit, das sie sagen können "mensch, ich war dabei und hab 42km geschafft... hier ist die medaille!" über die zeit von 7 stunden spricht dann keiner! *g* - kurz: marathon, ganz egal wie! ob das noch sinn und zweck ist, das sei mal dahingestellt. die könnten ja auch die zugspitze besteigen, nur da bekommen sie halt keine erinnerungs-medaille. ;)

das ist wie beim iron-man - wenn leute sich vornehmen unter die ersten 100 zu kommen und denken sie haben es drauf und landen dann auf platz 300 ! ;) die haben sich einfach überschätzt - ob sie das nun für wahr haben wollen oder nicht! und 80% der leute die marathon laufen sind ähnlich gestrickt! marathon ist eigentlich ein hochleistungssport, und das aber auch nur, wenn eine gewisse leistung erbracht wird, und damit ist die zeit gemeint und nicht unbedingt die strecke, höchstens noch beides in kombination! wer "nur" laufen will kann auch nen trimm-dich pfad ablaufen und muss nicht am 42km marathon teilnehmen, das ist doch totaler humbug!

Ich laufe seit 3 Monaten und

Ich laufe seit 3 Monaten und wollte nächstes Jahr eigentlich mal einen Halbmarathon probieren (bin momentan bei 15km bei einer pace von knapp unter 5) - Verstehe ich das richtig dass ich mich erst dort anmelden darf wenn ich sicher weiß dass ich weniger als 1,5 Stunden brauche?

Dann habe ich mir wohl die falsche Sportart ausgesucht, beim ersten mal wollte ich eigentlich nur finishen ^^

Tatsachen aus New York

Der Weg ist zum Laufen wie das Bier zum Saufen.

Ich komme gerade vom New York Marathon zurück und bin doch ziemlich entsetzt, was hier aufgrund von Halbwahrheiten und unvollständigen Informationen für Schlussfolgerungen gezogen werden.
Zunächst die Fakten: Starter: 38.356 Finishers: 37.899
Eine solche Quote hat kaum ein Marathon auf der Welt.
Das liegt natürlich auch an der Zielzeit von 8 Stunden.
Der älteste Teilnehmer im Ziel ist 87 Jahre.
Die Strecke ist zwar nicht einfach, aber auch nicht besonders schwer.Ich persönlich würde sie in etwa mit dem Karstadt-Marathon von Oberhausen nach Essen vergleichen. Die Siegerzeit von 2:08 liegt doch auch im üblichen Rahmen der Spitzenklasseläufer.
Das Wetter war mit ca. 11 - 13 Grad bei klarer Luft und Sonnenschein nahezu ideal für einen Marathon.
Nach einem Bericht der New York Times erlitt ein 58-jähriger Brasilianer nach dem Zieleinlauf einen Herzinfarkt und starb, obwohl er sich selbst noch in ärztliche Behandlung begeben hatte. Zum 2. Fall ist mir nur bekannt, dass er in kritischem Zustand im Hospital behandelt wurde.Im übrigen liegen die Todesfälle bei Marathons -so schlimm es sich auch anhört- im statistischen Einwohner-Durchschnitt. (1 Herzinfarkt bei ca. 40.000 Personen)
Persönlich habe ich dem Lauf locker in 3:57:47 gefinisht. Wenn ich meine Bestzeit von 3:45 verbessern will (was natürlich nicht mein primäres Ziel ist) muss ich mich für "nightsprint" sputen, da ich in 2 Jahren 60 Jahre alt werden.
Anderen Läufern sollte man Verhaltensratschläge nur geben, wenn man eine entsprechende fachliche Kompetenz hat und die einzelne Situation genau kennt. Also lasst bitte, bitte auch zukünftig "Ältere" einen Marathon laufen, denn sie wissen schon, was sie tun.

Zeitlimit

Hallo Spindoc,

wie wäre es mit einem Zeitlimit von 02:15h? Dann wäre nur noch die wirkliche Elite am Start, die einen Grund zum Angeben hätten (dies aber nicht tut) und Du wärst garantiert draussen.

Viele Grüße von den vielen Normalläufern, die einfach Spaß an einer großen Marathonveranstaltung haben und den Reiz eines Stadtmarathons erst ausmachen.

Richtig!

ich laufe Marathons, solange ich welche laufen kann! Wenn ich es erlebe, dann auch noch in der W 90! ;-)

Nein, im Ernst, ich finde, man ist so alt, wie man sich fühlt. So manche vermeindlich Ältere haben eine Fitness, von der 20-jährige nur träumen können! Auch bei Volksläufen sieht man immer wieder Ältere, gegen die man sich warm anziehen muss!

Solange man sich fit fühlt, und vor allem auch Spaß dabei hat, sollte man sich - egal wie alt man ist - den Maratahon nicht verderben lassen!

@meerunner: danke für den Link!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Ganz genau so

wie du (MC) das verstanden hast, war´s gemeint. So und nur so.

Die von-0-auf-42-Aktionen sehe ich auch sehr kritisch.
Wobei von 0 auf 42 innerhalb eines ganzen Jahres ja noch im Rahmen ist. Aber von 0 auf 42 in 3 oder 4 Monaten hab ich auch schon gesehen... *kopfschüttel*

Wer bist du denn?? @ nightsprint

Kein Spaß ab 70?? Bist du eigentlich noch zu retten? Mein Vater läuft mit seinen 72J die 10Km heute noch schneller, als ich sie je laufen werde. Ist dieses Jahr beim Berliner 25Km Lauf mit 2:05h in`s Ziel gekommen und einen Marathon sub 4h schafft der auf seiner linken Arschbacke - und deine Referenzen, um dich hier so auf zu spielen. Und wenn mein Vater eines Tages beim Wettkampf verstirbt, dann wenigstens bei seiner größten Leidenschaft, immer noch besser, als sich auf`m Sofa zu Tode zu langweilen.

Ich wünsche dir viel Spaß im Alter, vorm Fernseher, ich bin dann weiterhin im Wald zu finden, beim LAUFEN.

Dafür mag ich Jogmap!

Hallo,

über diesen Thread in Runnersworld-Forum war ich auch sehr schockiert. Der hat mich tatsächlich vor ein paar Wochen einen guten Teil meiner Motivation gekostet, denn ich kann nun mal nicht garantieren, beim ersten Marathonversuch unter vier Stunden zu laufen. Da wäre ich ja auch schön blöd - aus vielen der hier genannten Gründe.

Jedenfalls: Seither ist die RP-Website für mich indiskutabel. Schließlich profitiert dieses Blatt außerordentlich vom Trend zum Langstreckenlaufen, pusht Laufanfänger wo es nur geht in Richtung 42 - und findet nix dabei, arglose Anfänger von überhrgeizigen Lauf-Rambos mit Krüppel-EQ (Test der emotionalen Intelligenz übrigens im letzten Heft!) im hauseigenen Forum ins Gesicht schlagen zu lassen.

Da lob ich mir doch diese Site hier! Ich fasse zusammen: Drei oder vier - äh: Bedenkenträger, die alle irgendwie doof finden, die langsamer oder älter sind als sie, der große Rest Sportler, die differenziert denken und sich nicht verrückt machen lassen! So wünsch' ich mir das.

Auch ich werde mich Ende nächsten Jahres (nach dann 1,5 Jahren Training) sehr wahrscheinlich an einem Marathon versuchen und entschuldige mich hiermit jetzt schon bei allen, hinter denen ich herlaufe.

Tschö

P

* Laufen bewegt. Laufen bringt dich nach vorn. *

gehirnschwund ??

zitat Fairy: >>Kein Spaß ab 70?? Bist du eigentlich noch zu retten? Mein Vater läuft mit seinen 72J die 10Km heute noch schneller, als ich sie je laufen werde. Ist dieses Jahr beim Berliner 25Km Lauf mit 2:05h in`s Ziel gekommen und einen Marathon sub 4h schafft der auf seiner linken Arschbacke - und deine Referenzen, um dich hier so auf zu spielen. <<

was hat dich denn geritten mich hier so anzumachen? gehirnschwund?

sagte ich irgendwas, dass leute mit 70 kein spass mehr haben können? lern du erst mal lesen! gibts echt nicht sowas!

ich sagte, dass jeder mit dem alter VORSICHTIGER werden sollte, weil der körper nicht fitter wird! ich habe weder jemandem das laufen verboten noch sonstwas! ich hab lediglich meine meinung kund getan und das ist gut so!

also krieg dich ein und verdreh mir hier nicht das wort im mund, sonst könnte es sein, dass ich mich mal kurz vergesse.
auf so nen komment wie deinen kann man hier auch verzichten, zumal kein mensch weiss, ob dein opa nicht nur fiktiv ist! stell dir vor, meine oma flog schon mal fast zum mond! ;) - poste mal lieber im hundert seiten thread im anderen forum und beginne hier nicht leute persönlich zu nerven.

Okay. okay..

...mein Ton war nicht der beste.
Um 12:13 von dir geposted, für Leute ab 60.

...gib`s da nicht etwas passendes, etwas was weniger belastet? Wie wär`s mit Walking oder simplem spazierengehen.

feststellung

das ist eine feststellung, dass Walken und spazierengehen fürs alter meist besser geeignet ist als marathon zu laufen, ganz einfach weil der kreislauf nicht so arg belastet wird!
kein arzt wird einem 70 jährigen empfehlen Marathon zu laufen, er wird immer zum walken oder spazieren/wandern raten. das war nicht "negativ" gemeint, sondern eben "vorsichtig". dachte nicht, dass das gleich jemand in den falschen hals bekommt. ich wollte hier keine älteren, fitten leute beleidigen oder gar ausgrenzen, sondern lediglich auf die problematik hinweisen, weil eben genau zwei ÄLTERE menschen dort beim NYC Marathon umkamen. sonst hätte ich ja garnix gesagt. die haben sich wohl zuviel zugemutet gehabt.

Hallo nightsprint

Ich weiss ja nicht, wie alt Du bist. Aber ich gehe davon aus, dass Du in einem Alter bist, wo 60+ uralt für Dich ist. Wenn jemand bis dahin keinen Sport getrieben hat, ist es natürlich besser, erst mal zu walken oder spazieren zu gehen. Aber wer seit Jahren läuft, ist ja trainiert und wird nicht plötzlich am Stock gehen, weil er über 60 ist.
Was Ärzte betrifft, habe ich schon festgestellt, dass unsportliche Mediziner sehr schnell bei den kleinsten Handicaps den Sport verbieten. Arzte, die selber laufen, sind da viel relaxter.
Deswegen ist meine Meinung, nicht das Alter ist entscheidend, sondern der Fitnesszustand. Ein dicker untrainierter Zwanzigjähriger sollte auch nicht gleich einen Marathon laufen.
Gruß
raspberry ---o00o---°(_)°---o00o---

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