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Sagt mal...

ich habe mal eine wahrscheinlich ziemlich dumme Frage zum Wettkampfpuls. Wie hoch geht man denn da bzw. was lässt man maximal zu? Ich meine - gibt man da wirklich ALLES, bis einem das Herz rausfällt??? Oder läuft man den Puls, den man auch im Training so hat und legt bloß ne Schüppe drauf, um die Pumpe nicht zu erschrecken...

Meinen Maximalpuls kenne ich nicht, aber mein Wohlfühl-Trainingspuls (ich bin 42 und laufe nach jahrelanger Pause seit März wieder) liegt bei 140. Bei "schnellen" Laufeinheiten (10 km in etwa einer Stunde) sind es 145 und wenn es Steigungen raufgeht, können es auch mal etwas über 150 sein, danach bin ich aber auch ziemlich alle und muss eine Weile langsam traben, um wieder Luft zu kriegen. Die höchsten Pulswerte, die mein FR 305 im Training so notiert, liegen - von Ausreißern abgesehen - regelmäßig so um die 162.

Also: Wie weit kann ich beim 10km-Lauf nächstes WE gehen, ohne dass mir die Schlagadern platzen? Kann überhaupt was Ernstes passieren, wenn ich übertreibe - oder ist Abbrechen wegen "kannnichtmehr" das Schlimmste? Ich laufe ja gerne, bin aber absolut nicht Wettkampf-erfahren, darum kommt Euch die Frage vielleicht blöd vor...

Sportmedizinisch habe ich mich übrigens vor dem HM in Köln schon untersuchen lassen (Belastungs-EKG), da war alles in Ordnung. Meinen Maximalpuls hat meine Ärztin allerdings nicht bestimmt und sie konnte mit dem Begriff auch nichts anfangen.

Schöne Grüße

P

bis ins Schwarze

Wenn Du generell gesund bist, kein Raucher und kein starkes Übergewicht, dann kannst Du beim Wettkampf alles geben, Ich nenne das: Ins schwarze laufen. Hatte ich einmal bei einem HM, da hatte ich dann leichte Bewegungsschwierigkeiten, als ich im Ziel war. Das ist dann Geschmackssache.
Pulsuhr bei 10K würde ich zu Hause lassen.
Es kann dann eigentlich nichts Ernstes passieren außer das übliche beim Laufen (Zerrung, Riss usw.).
Mit dieser Carte Blanche dennoch: Nicht zu übermütig, setze Dir eine reaistische Zielzeit, versuche gleichmäßig zu laufen. wenn bei km 7 noch was geht, kannst Du Staubwölkchen machen.
Trinken oder gar essen ist nicht nötig.

Wünsche Dir viel Erfolg und freu mich auf Deinen bericht

mk

Laufen in Leipzig (z.B. 35. Fockeberglauf, 1.11.08 10 Uhr)

Ehrliche Antwort

...sie liegt allein bei Dir selber. in Deinem Körper. Diese ganzen Pulsthemen sind hochindividuell.

Du hast eigentlich zwei Möglichkeiten:

a) selber oder mithilfe eines erfahrenen Lauftrainiers deine Pulsbereiche klären / definieren. Vorteil: vermutlich kostenlos. Nachteil: ungenau.

b) mach ne Leistungsdiagnostik. Vorteil: Du hast danach 1a Vorgaben zu Deinem Puls und kannst Dein Training (und WKs) exakt darauf abstimmen. Nachteil: kostet meist zwischen 100 nund 150 Öro.

Allgemein, um Deine Frage zu würdigen; vorbehaltlich Deines Trainingszustands natürlich, den ich nicht beurteilen kann: bis zum 10er so ziemlich alles geben. Du kannst gern mit nahezu Maximalpuls (95% vom max vielleicht) ankommen, das ist bei der Distanz kein Drama.

Dazu musst Du aber Deinen MaxPuls kennen; siehe oben...

Vielleicht konnte ich Dir zumindest Optionen aufzeigen.

Helge

Vertrauen!

Im schlimmsten Fall musst du einfach Gas rausnehmen, weil die Beine "dick" und schwer werden, oder du lässt dir dein essen nochmal durch den Kopf gehen.
Hab' Vertrauen in dich und dein Körpergefühl! Laufe so los, dass du es als subjektiv anstrengend empfindest und schau' einfach was geht. Ich merke z.B. wenn mir das Blut in den Ohren rauscht, dass ich an meiner Grenze bin.

Nach deinen Angaben schätze ich, das wir ähnlich "pulsen".

Im normalen Training sehe ich selten Werte über 160 auf meiner Pulsuhr - es sei denn ich mache fieses Intervalltraining. Langsam laufe ich so im Schnitt um die 130, locker so bis 145 und schnell auch bis ca. 155.
Beim 10er Wettkampf hatte ich dieses Jahr im Schnitt 156 (Winter)-168 (Sommer), maximal 170-176. Und mein Mageninhalt ist immer da geblieben, wo er hingehört.
Beim Halbmarathon hatte ich Durchschnittswerte von 153-156, max. 163-173
Und Marathon bin ich im Schnitt mit 147 gelaufen, max. 160.

Vollgas, Augen zu und durch

noch mal eine Anmerkung zum Pmax. Den kannst Du eigentlich recht gut auf der Bahn selbst ermitteln. Im Netz habe ich folgendes als Beispiel gefunden:
15 bis 20 Minuten lockeres Warmlaufen. Dann dreimal ca. drei Minuten so schnell wie möglich laufen mit Trabpausen von jeweils einer Minute; Pulsmessung am Ende der letzten Belastung.
Beim 10er sollte es sicher bis 95%Pmax gehen. Für mich (wie bei den anderen Kommentatoren auch) ist der 10er eigentlich immer wie "Sprint": Vollgas, Augen zu und durch. Gruß Schalk

Jap

das ist so. Ich bin eher Hochpulser (Max Puls erwiesenermaßen bei 200; hatte schon 102/203 ohne umzufallen), so dass 140 bei mir 70% ist, d.h. langsamer langer Dauerlauf; da bin ich auch bei Schnitt 7:00; bei 130 entsprechend weniger. Anfangs war das bei mir auch Gehtempo ;-). Keine Sorge, lieber langsam laufen, das Tempo kommt mit der Zeit

Ermittle deinen Maximalpuls

Ermittle deinen Maximalpuls (ganz einfach: einlaufen für 10 Minuten, dann ca. 15 Minuten rennen bis die Adern fast platzen (:)) und zu guter Letzt eine Endbeschleunigung, blick zur Pulsuhr = Maximalpuls = 100%; danach wieder ca. 10 Minuter auslaufen. Wettkampftempo für 'nen 10er ist dann bis zu 90 (!) %, für den Halben 86-88%!
Meine Schätzung bei Dir sieht so aus: Max Puls = 190
Wohlfühlpuls = 140 = 74%, daraus folgt, Wettkampfpuls 10k = ca. 170!
Hau rein, viel Erfolg!!!

herzfrequenz silber1

DANKE!!!

Hallo Leute,

VIELEN DANK für diese Hinweise! Das ist genau das, was ich mir erhofft hatte und was mich bei Freunden für Jogmap schwärmen lässt!

Schöne Grüße

Portos

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