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Jetzt ist es vorbei. Schade!!!! Mein erster Marathon und er ist gelaufen, wie ich es erträumt hatte. Aber von Anfang an. Wenn schon Marathon, dann richtig. Also reisten mein Mann und ich schon am Samstagnachmittag an und wohnten im Marriott im 29. Stock mit Blick auf die Festhalle. Perfekt. Ruckzuck die Startunterlagen geholt und bei den netten Mikaleuten festgestellt, dass mein Chip samt Schuh natürlich im Hotel geblieben war. Macht nichts, er wird nach 2 HM's auch ein drittes Mal funktionieren. Dann über die Messe geschlendert und ein Autogramm von Sabrina Mockenhaupt geholt, die ja aus Siegen kommt, was wiederum nicht weit von meinem Heimatort entfernt ist. Dann gegen 18 Uhr zum Abendessen an der Bockenheimer Warte. Spontan habe ich mich für Pizza statt Nudeln entschieden. Lt. Internet wäre die mit Schinken und Pilzen auch ein guter Kohlehydratlieferant. Um halb zehn lag ich Bett, habe mich entspannt und habe gut geschlafen. Die Nacht wurde lange nicht so lang wie ich wegen der Zeitumstellung befürchtet hatte. Um 6.30 zum Frühstück. Dort waren viele Chinesen und Japaner, nein ich muss mich korrigieren. Es waren NUR Chinesen und Japaner und 3 deutsche Marathonis da. Der Wetterbericht hatte auch zu 100 % recht, aufkommender Nebel, denn als wir nach dem Frühstück wieder auf dem Zimmer waren, war die Festhalle nicht mehr zu sehen. Verrückt! Aber um 9 Uhr lichtete er sich und wir konnten vereinzelte Läufer beim Warmlaufen beobachten, die Handbiker rollten an und der Sprecher hat uns freundlich begrüßt. Pünktlich um 9.30 fiel der Startschuss für die Biker und für mich für den letzten Toilettengang und dann den Weg in die Tiefe. Rushhour am Fahrstuhl. Wir benötigten ca. 10 Minuten, da hätte ich auch runterlaufen können. Inzwischen hatten sich die Startblöcke gefüllt und ich schlüpfte in die "Festhalle". Pünktlich um 10 Uhr ertönte der Startschuss und erstaunlich schnell setzte sich auch die Menge vor uns in Bewegung. Schon vor der Startmatte kam man ins Laufen, 10:12 war ich drüber und dann hatte ich auch relativ viel Platz. Das befürchtete Gedränge blieb aus. Ich hatte das Gefühl, dass wir alle gleich schnell bzw. langsam liefen. Bei km 1 wollte Hutzel rechts stehen und ich konnte sie dank der gelben Jacke gleich sehen und neben ihr stand meine 2. Schwester nebst Mann, die extra aus Heilbronn angereist waren. Perfekt. Dann wollte sie die Seite wechseln und ich peilte bei km 3 auch wieder die rechte Seite an. Bei km 4 wollte mein Mann stehen, der sich angesichts der Lage Startblock-Hotel-km4 für die linke Seite angekündigt hatte. Ich musste mich wieder rübermogeln, danach bei km 6 wieder rechts wegen Hutzel. Mit meinem Mann habe ich danach keine Treffpunkte mehr ausgemacht, damit er nicht durch die Stadt hetzen muss. Ich wollte seine Geduld als Nichtläufer nicht noch mehr strapazieren. Beim nächsten Event wird aber eine einheitliche Rechts oder Linksstrategie vereinbart. Km 9 traf ich wieder Hutzel und Co. Ich hätte nicht gedacht, mich so zu freuen sie zu sehen. Ich hatte noch getönt, sie bräuchten das nicht auf sich nehmen, ich schaffe es auch so.
Aber das war toll. Danach bin ich so dahin gelaufen, die Füße bewegten sich von alleine. Es war super locker, ich fühlte mich gut. Bei km 14 schreckte mich plötzlich ein wohlbekannter Pfiff aus meinen Träumen. Mein Mann war doch auf die andere Mainseite gekommen, zu Fuß. Ein kurzes Winken und ich war vorbei. Bei der Hm Marke zeigte die Uhr 2:18 minus 12,und ich dachte, beim nächsten HM musst du aber mehr Gas geben denn dann gilt es die 2:03 zu unterbieten. Aber heute wollte ich ja noch weiter und ich fühlte mich immer noch gut. Jetzt gegannen sich die kleinen bunten Papierfetzen der Gelriegel auf der Straße zu häufen und die Zahl der Männer, die gehen mussten (ich nehme mal an sie taten es nicht freiwillig) nahm stetig zu. Gut, es waren mehr männliche Teilnehmer am Start aber zu diesem Zeitpunkt habe ich keine gehende Frau gesehen. Hinter der Mainbrücke musste ich wieder die Augen aufhalten, denn Hutzel wollte evtl. mit der S-Bahn rauskommen. Und dann hat es mich doch fast umgehauen. Denn da stand nicht nur Hutzel, auch mein Mann hatte sich auf den Weg gemacht und dank Mobiltelefon haben sich die beiden dort getroffen - rechtzeitig für mein Vorbeilaufen. Dann eilten sie an die Unterführung in Nied während ich noch eine kleine Runde in Höchst lief. An der Brücke sah ich direkt auf der Straße ein weißes Handtuch "keine Panik". Das musste Crema-Catalana sein. Klar ich habe sie doch auf den Fotos im Blog gesehen. Kleiner Schlenker und ihren Namen gerufen. Das war ich ihr schuldig, damit sie auch weiß, dass ihre Mitteilungen hier auch gelesen werden. Ich fand es ganz toll, dass sie tatsächlich in Frankfurt wie angekündigt ihr Handtuch geschwenkt hat und es keine leeren Versprechen waren. Nochmals vielen Dank an CREMA-CATALANA.
Die Strecke zurück in die Innenstadt war kürzer als gedacht. Irgendwie verging die Zeit wie im Flug. Die Zeiten an den Zeitmatten waren für mich gut, ich brauchte mich nicht groß zu motivieren - es lief einfach von alleine. Perfekt. In der Stadt wurde ich wieder von meinen Leuten angefeuert mit dem etwas fragenden Blick, ob es mir auch wirklich gut gehe. Aber ich konnte sie beruhigen. Bei km 39 wurde ich mit Namen und Wohnort per Lautsprecher begrüßt. Das war auch nicht schlecht. Und dann habe ich ab km 40 versucht etwas schneller zu laufen, den Zuschauern, die die ganze Zeit ausgeharrt hatten, zuzuwinken und anzulächeln, und den Lauf nur noch zu genießen. Gleich ist es vorbei und der erste Marathon Geschichte.

Meine Zeit: 4:14:41

km 1 - 10 1:00:08 pace 6:00
km 10 - 20 1:00:06 6:00
km 20 - 30 1:00:48 6:04
km 30 - 40 1:01:16 6:07
km 40 -Ziel 0:12:23 5:38

Super stolz und super glücklich! Und heute so gut wie keinen Muskelkater. Ich kann es noch nicht fassen. Trotzdem bekomme ich gleich eine Massage meines Sohnes, der in 4 Tagen sein Examen zum Physiotherapeuthen in der Tasche hat.
An alle, die diesen Beitrag zu Ende gelesen haben - VIELEN DANK.
Baduh

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Glückwunsch zu deiner super

Glückwunsch zu deiner super Leistung....

DU hast allen Grund glücklich & stolz zu sein !

gruss efjot

Herzlichen Glückwunsch zu deinem 1. Mal!

Kaum Muskelkater? Alle Achtung! Nach einem Marathon geht bei mir für die nächsten 2 Tage nur - wie cc immer so schön sagt - der John-Wayne-Gang!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Perfekte Vorbereitung

wie es sich anhört! Super! Glückwunsch! Ich schließe mich eher der John-Wayne-Fraktion an ;-)
Aber du hattest ja ein Super-Begleitteam!

Einen Gruß nach Hessen und

Einen Gruß nach Hessen und herzlichen Glückwunsch zum 1. Marathon

Oma...

nochmal Gratulation! Na, und keinen Muskelkater... Direkt nach meinem Marathon ging ich nicht nur wie John Wayne, sondern eher wie seine Oma, die den Rollator verlegt hat...
Ein perfekter Lauf! Klasse!!!!

Auch eher John Wayne

Glückwunsch zu dieser grandiosen Ersttäter-Leistung, hast aber auch einen perfekten Betreuerstab plus gratis-Massage-Sohn!
Ich würde mich auch eher der John-Wayne-Fraktion zurechnen (wehe, hier denkt jetzt jemand daran ne Gruppe zu bilden:-)), vor allem der zweite Tag nach einem marathon ist für mich immer JW-Gedenktag.
Gruß, Marco
You´ll never perfektionier alone

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