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Hi Leute,

Liebe Langstreckenläuferin,
lieber Langstreckenläufer,
mit dem November naht unübersehbar die Zeit, in der wir uns mit dem kürzeren Tageslicht, mit Kälte und Nässe abfinden müssen. Das nehme ich zum Anlass, einerseits auf die drei Laufveranstaltungen unseres Teams, andererseits auf die Events des kommenden Jahres zu blicken.

Mit zwei Sechs-Stunden-Läufen im März und September und dem Fuldahöhenlauf Ende Juli waren wir ähnlich aktiv wie in den Gründerjahren, als es noch einen Waldhessen-Marathon gab. Wir hatten das Glück, bei allen drei Anlässen gute äußere Bedingungen, aber auch engagierte Helfer, ein positives Umfeld und vor allem gut gelaunte und leistungsbereite Starterinnen und Starter vorzufinden.
In einer gegenseitig Mut machenden Atmosphäre unterstützten wir die Athleten, die damit teilweise über ihre bisherigen Grenzen gelangten. Sie gaben uns das 'Feedback', das uns anspornt, immer wieder Zeit und Mühe für die Ausrichtung von Langstreckenläufen aufzuwenden. Ein wunderbarer Kreislauf!

Für das kommende Jahr sind - nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Veranstaltungen in diesem Jahr - wieder einige Leckerbissen für Langstrecken- Freaks geplant. Neben dem bewährten Sechs-Stunden-Lauf wird es erstmals auf noch längere Distanzen gehen und der traditionelle mehrtägige Etappenlauf im Sommer wird auf vier (!) Strecken ausgeweitet.

12-Stunden-Lauf
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Unmittelbar vor dem Sechs-Stunden-Lauf, der seinen Termin am Samstag, dem
4.4.2009 (Start 10 Uhr) hat, platzieren wir eine neue Dimension für das Laufen in Waldhessen: Zwölf Stunden!
Nun kann man einen Lauf über 12 Stunden nicht so ohne weiteres an den allgemeinen Tagesrhythmus anpassen. Man müsste entweder sehr früh starten oder bis in den Abend laufen, was beides organisatorisch schwierig zu handhaben ist; besonders, wenn Rücksicht auf andere Gäste in der Jugendherberge, die uns als Stützpunkt dient, notwendig ist. Die Lösung liegt in einem Start in die Nacht hinein: 22 Uhr. Wenn andere schlafen, absolvieren die Langstreckler ihre Runden im Park. Zielschluss ist dann am Morgen um zehn, wenn die 6-Stunden-Teilnehmer starten.
Bis zur gemeinsamen Siegerehrung, bei der auch das beliebte Buffet wieder angeboten wird, können sich die Nacht-Läufer in eines der reservierten Zimmer der Jugendherberge zurückziehen und etwas Schlaf nachholen.

100-km-Lauf
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Da wir für den 6-Stunden und den 12-Stunden-Lauf Verpflegung, Betreuung und Rundenerfassung von Freitag, 22 Uhr, bis Samstag, 16 Uhr, gewährleisten müssen, lag es nahe, noch eine weitere Dimension 'Ultra' anzubieten: Einen 100-Kilometer-Lauf! Der startet ebenfalls Freitag, 22 Uhr, und die Teilnehmer haben bis Samstag, 16 Uhr, ganze achtzehn Stunden Zeit, ihr Ziel zu erreichen. Das gibt ausdauernden, aber nicht ganz so schnellen Startern die Gelegenheit, einen Hunderter erfolgreich zu absolvieren.

Wir sind zuversichtlich, die organisatorischen Voraussetzungen für den 'Dreier' zu schaffen und auch, dass unser Angebot auf Interesse stoßen wird.
Die Jugendherberge mit ihrem Leiter Michael Sulkowksi unterstützt uns in vielfältiger Weise und wir gehen davon aus, dass die Stadtverwaltung ebenfalls ihre Genehmigung erteilt.

Etappenläufe
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In den vergangenen Jahren fand der Fuldahöhenlauf sieben Mal statt, der Wildbahnlauf einmal. Dabei gab es eine Entwicklung hin zu einem mehr leistungsorientierten Ansatz: Die Zeiten wurden gestoppt, Ranglisten erstellt, die Strecke war im Voraus markiert, um den schnellen Läufern Zeitverlust zu ersparen. Für die kommenden Mehrtagesläufe wird es eine Rückbesinnung auf den ursprünglichen Charakter des Genuss-Laufs geben. Warum?

Das Konzept eines leistungsbezogenen Laufs macht nur Sinn, wenn die Teilnehmer/innen es auch wollen und wenn die Anzahl der Starter in einem bestimmten Verhältnis zu dem personellen Aufwand für die Organisation steht.
Es ist uns aber nicht gelungen, deutlich mehr Teilnehmer zu finden, und jene, die kamen, waren an einem Wettkampf wenig interessiert. Da wir die Läufe aber für die Teilnehmer und nicht für uns oder als Selbstzweck ausrichten, wollen wir den Charakter unserer Etappenläufe mehr am Erlebnis und weniger am Wettstreit orientieren. In den Beiträgen zum Teilnehmerecho finden wir das
bestätigt: Das Erlebnis, mehrere Tage in einer sympathischen Gruppe sportlich unterwegs zu sein - das ist das Wichtigste.

Wir gehen auch von der bisherigen Beschränkung auf Übernachtung in Jugendherbergen ab und bieten zusätzlich an, Buchungen für Doppel- und Einzelzimmer in Gasthöfen oder Hotels vorzunehmen. Nicht Jeder, der Langstrecken läuft, fühlt sich in dem zugegeben etwas speziellen Ambiente einer JH wohl. Das führt verständlicherweise zu höheren Teilnehmerbeiträgen - auch deshalb, weil für mich als Betreuer, der ich auch künftig Tag und Nacht mit unterwegs sein werde, ein fairer Ausgleich für meinen unbezahlten Urlaub einkalkuliert werden muss. Auch wenn dadurch die Teilnahme nicht mehr so 'spottbillig' sein kann, rechne ich mit Interesse für die verschiedenen Strecken, die ich im folgenden schildere. Immerhin wird jeder dieser Etappenläufe stattfinden, wenn jeweils mindestens sechs Anmeldungen vorliegen
- klein, aber fein!

Wildbahnlauf
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Bereits im Juni (6. bis 13.) geht es zum ersten Mal auf Strecke: 238 Kilometer von der Weser bis nach Bayern, dabei sehr abwechslungsreich und mit vielen Höhepunkten und interessanten Details am Rande, z.B. dem Kunstpfad 'Ars Natura'. Mit zwei langen Etappen (41 und 42 km) und den steigungsreichen Strecken durch die Rhön mit jeweils mehr als 1000 Höhenmetern pro Tag ist die Wildbahn schon eine Herausforderung, aber mit einer soliden Kondition gut machbar.

Fuldahöhenlauf
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Schon zum achten Mal starten wir am 2. August (Anreise) unseren Klassiker von der Rhön bis zur Weser. Ein sozusagen logischer Lauf, der dem Wasser der Fulda von der Quelle bis zur Mündung folgt und dabei die Wälder und Höhenzüge rechts und links des Flusstales durchstreift. Das Wort 'Höhen' im Namen des Laufs hat seine Berechtigung, kommen doch etliche Meter Höhendistanz zusammen, bevor das Ziel am Weserstein erreicht wird.

Erlebnislauf Waldhessen
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Vom 30. August bis 5. September sechs Etappen laufen, aber kein Umzug: Alle Etappen starten und enden in Bad Hersfeld; also das gleiche Quartier für den ganzen Lauf und neben der täglichen Laufstrecke auch Gelegenheit, Kultur und freie Zeit zu genießen. Für die Abende werden wir Vorschläge für gemeinsam besuchte Events ausarbeiten - deshalb 'Erlebnislauf'. Aber auch das Laufen hat hohe Qualität; es sind sechs verschiedene Strecken besonders für das Laufen ausgesucht und auch bei schlechtem Wetter gut zu passieren und nie langweilig.

Erlebnislauf Lulluspfad
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Lange erwogen, nun endlich in Planung: Ein Lauf entlang dem Wanderweg X16 von Herzhausen am Edersee über viele historische Stätten bis zur Hohen Sonne bei Eisenach. Im Oktober (4. bis 9.) gehen wir erstmalig auf diese Strecke und die bisherigen Erkundungen lassen einen wahren Schatz vermuten - eine wunderschöne Wegführung! Mit den Etappenlängen von 32 bis 44 km ist der 'Lullus' gut als Einstieg in Mehrtagesläufe geeignet; für Erfahrene einfach ein Genuss.

Weitere Details zu unseren Langstrecken-Events findest du auf den neu gestalteten Internet-Seiten unseres Teams:
http://www.waldhessenlauf.de

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