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Das mit dem Laufen ist so eine Sache...jahrelang hab ichs verschmäht, mich darauf rausgeredet, dass Radfahren doch unterhaltsamer sei (weil man mehr Speed draufhat *g*), nie die Disziplin aufgebracht, die schwierigen Anfänge hinter mich zu bringen und regelmäßig die Schuhe zu schnüren. Dann, Anfang dieses Sommers gings los. Eines Tages hatte ich einfach Lust, mal ein paar Schritte zu laufen. Und so gings los. Ich war mit den Fortschritten zufrieden, bin inzwischen wohl ca. 300km gelaufen, hab mein erstes Ziel, die 10 km regelmäßig unter 1h laufen zu können erreicht und hatte keine gesundheitlichen Beschwerden. Ich hab da auch Glück, mit einer Physiotherapeutin in der Familie entgeht keine unrunde Bewegung, sollte es mal wo zwicken ;)

Dann, vor 10 Tagen der Schock, mein erster wirklicher Rückschlag. Auf einmal kam ein ziehender Schmerz am Außenbandansatz des linken Knies auf. Ohne Zähneknirschen war es nicht mehr möglich Schritte normal abzufedern. Ich brach natürlich sofort ab.
Wahrscheinlich haben fast alle LäuferInnen so etwas schon erlebt, es schmerzt mehr als nur das Knie. Dass einem das Laufen so wichtig geworden ist, dass man beinahe in Depression verfällt, weil nicht absehbar ist, ob es sich um ein ernsthaftes Problem am Knie handelt, war eine faszinierende Erkenntnis. Nun wars zum Glück keine ernsthafte Verletzung, sondern vermutlich einfach ein unguter Schritt beim Tausendsten Ausweichen kleiner Kinder im Park. Darum ließen die Schmerzen auch langsam nach.

Heute war es dann soweit, nach 10 Tagen, zwar nicht schmerzfrei, aber seit 2 Tagen fähig, rund zu Gehen, hab ich mich an ein kleines Läufchen gewagt. Zuerst am Ergometer 10 Minuten aufgewärmt, mit dem Vorsatz, bei Schmerzen aufzuhören, lief es recht angenehm. So hab ich mich auf den Weg gemacht. Beim Laufen spürte ich das Knie zwar, aber es war mehr das Gefühl ausklingenden Schmerzes, nicht eines anschwellenden. So hab ich, nicht ohne gewisse Nervosität und Verkrampftheit, weitergemacht. Und siehe da, nach 6 sehr langsamen Kilometern lockerte sich langsam alles, der Frust der letzten 10 Tage wie weggeblasen, das Knie in immer weiterer Ferne (im Sinne, dass es mangels Problemen nicht wahrgenommen wurde).
Herrlich, nach guten 10 km hab ichs sein lassen, auch weil natürlich die gute alte Pumpe gleich am ersten Tag nicht überfordert werden sollte, denn der Puls war etwas höher als sonst.
Ich bin einfach glücklich, dass der Körper wieder mitmacht, keine ernsthafte oder chronische Knieverletzung aufgetreten ist und ich aufs Neue meinem liebsten Hobby nachgehen kann, darum dieser Blogeintrag :)

PS: Und jetzt belohn ich mich mit einem leckeren Festmahl! ;)

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