Benutzerbild von dirtyholly

Nicht ganz der Neuanfang, gefühlt aber schon!
14 Tage vor dem Berlin Marathon ein Supertestlauf mit Freunden, über 31 km, der eine Marathonzeit von 3:30 Std erhoffen ließ. Dann, zwei Tage später bei einem Erholungslauf (Pace um 6:00/km) nach drei Kilometern ein fürchterlicher Stich im linken Oberschenkel, kein Weiterlaufen möglich, nur noch Humpeln.
Von einem Peterwagen nach Hause gebracht, war super nett und ab zum Doc, schlimmste aller Diagnosen vor einem Marathon: ---Muskelfaserrisssssssssss---. Aus den Zeitungen weiss man, 14 Tage Pause und schon spielen die Profis wieder Fussball.
Das kann ich auch, schön geschont und ab nach Berlin. War auch fast schmerzfrei, aber, wenn ich ehrlich zu mir gewewsen wäre, ich wusste, dass ich nicht laufen konnte.
Da man ja ein harter Hund ist (anderer Begriff für "bekloppter Läufer"), 20 Meter Leukatape um den frisch rasierten Oberschenkel und ab an den Start.
Endorphine sind schon eine geile Sache, der Start puschte wie jedes Jahr und ich lief glückselig los, keine Schmerzen.
Nach 600 Metern!!!!!!, die Siegessäule in greifbarer Nähe, ein komisches Ziehen im Oberschenkel, wie kann das nur :-((???????????
Natürlich, weil ich bekloppt bin, ein kurzer Gedanke an Schmerzmittel, aber so bekloppt bin ich dann doch nicht, an der Siegessäule rechts raus und zurück zu den Kleiderbeuteln.
Ich tröste mich damit, das ich als erster zurück bin, hilft aber nicht wirklich! Dann klingelt mein Handy, dran ist mein Physiotherapeut, der mich zu meiner grandiosen Idee mit dem Start beglückwünscht, in Zukunft ist er nur noch der "desen Name nicht genannt werden darf", obwohl recht hat er ja.
Heute war es dann so weit, nach 24 Tagen der Laufabstinenz, vom Berlinstart an gerechnet, bin ich wieder gelaufen.
Und ich habe mich an die Anweisungen dessen, dessen Namen nicht genannt werden darf, gehalten.
Langsam losgehen, schneller werden, in einen lockeren Lauf verfallen, nach ca. 1 km eine Gehpause und dann wieder locker laufen.
Es war einfach nur herrlich, endlich wieder über herunter gefallenes Herbstlaub zu laufen.
Zum Schluss waren es 5,22 km in 32 Minuten, die mir sehr viel Spass gemacht haben. Ich werde die nächste Zeit auf den, dessen Namen nicht genannt werden darf, hören, seine Laufanweisungen befolgen und das von ihm geforderte Dehnen und Stretchen ausführlich betreiben.

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Wieder da

Glückwunsch, der Rest kommt auch wieder.
Aber wirklich treffend fand ich (harter Hund = bekloppter Läufer.
So wie Dir ging es mir und hunderten anderen auch schon.
Durchhalten wieder besseres Wissen.
Guten Lauf
dinobett

Ich habe Deinen Bericht

Ich habe Deinen Bericht heute morgen auf der Arbeit gelesen und mich vor lachen nicht mehr eingekriegt. So richtig aus dem LäuferInnen-Leben.
Für Dich war und ist das alles sicher gar nicht so zum lachen. Ich wünsche gute und schnelle Genesung und behalte Deinen Humor
Gruß newbalance

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