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Hallo Joggis,

da das Thema immer mal wieder auftaucht, möchte ich mal meine Erfahrungen mit dem Schienbeinkantensyndrom loswerden.

In meiner gesamten Marathonvorbereitung von Anfang April bis vergangenen Sonntag bekam ich immer bei Erhöhung der Intensität über das normale Maß lockerer Dauerläufe hinaus (z.b. durch Intervalltraining) Probleme mit dem Schienbein (innere Kante). Ich habe dann regelmäßig Ruhepausen von bis zu einer Woche eingelegt, in der sich die leichten Beschwerden wieder vollkommen legten. Bei der nächsten stärkeren Belastung kamen sie aber unbeeindruckt zurück.

Nun ja, am WE bin ich in Essen meinen ersten Marathon gelaufen und meine Erwartung war eigentlich die, dass ich nach dem Lauf sehr wahrscheinlich erst mal meine Schienbeine auskurieren müsste. Aber es kam nicht dazu. Mir tun zwar einige Muskeln weh, aber die Schienbeinkante ist so als wäre ich nie gelaufen, kein Ziehen, keine Druckempfindlichkeit... Einfach gar nichts!

Jetzt frage ich mich, ob das evtl. am Laufstil liegt. Ich bin lange Zeit bis wenige Wochen vor dem Marathon stilistisch nach eigenem Gutdünken gelaufen (also schlecht) und hab mir eigentlich erst kurzfristig Gedanken zu einem ordentlichen Laufstil gemacht und mich dabei an die Laufbibel gehalten.

In den letzten 3 Wochen hab ich also versucht mal etwas an meiner Technik zu feilen, wohlwissend dass man sowas nicht von heute auf morgen 'hinbiegen' kann sondern dies langfristiger Arbeit bedarf. Aber das hielt mich nicht davon ab mit der vorsichtigen Umstellung schon vor dem Marathon zu beginnen.

Beim Marathon selbst habe ich versucht, auf zwei Dinge besonders zu achten: erstens das Aufsetzen mit dem Mittel-/Vorfuß, und zweitens eine bewusste Hüftstreckung in Verbindung mit einem ordentlichen Abdruck über den Vorfuß bei durchgestrecktem Knie...

Nun ja - offensichtlich hat es geholfen, ich bin jetzt trotz einer sehr harten Belastung beschwerdefrei, mehr muss ich nicht sagen.

Im Voraus hatte ich schon die ganze Palette der Tipps ausprobiert, neue Stabilschuhe, Entzündungshemmer, Homöopathie, Massage, Dehnen, Quarkwickel (bis auf Einlagen, das hab ich ausgelassen) aber ncihts hat geholfen.

Eine Änderung des Laufstils hat letztlich zum gewünschten Ergebnis geführt.

Grüße

Bastian

Bist Du nach dem Marathon

Bist Du nach dem Marathon schon mal wieder gelaufen?

Ich hatte in der Vorbereitung auf meinen ersten HM auch immer etwas Probleme mit den Schienbeinen. In der Taperingphase hat sich das aber zum Glück gebessert und beim und nach dem Wettkampf habe ich aber nicht das geringste gespürt.

Als ich dann allerdings das erste Mal nach dem WK wieder laufen ging kamen die Schmerzen zurück und das nur schon bei einem lockeren Regenerationslauf :-(

Ich hab dann nochmals etwa 10 Tage ausgesetzt und jetzt scheint es wieder in Ordnung zu sein. Dafür ist meine Form jetzt zur Sau und das obwohl ich in der Zeit regelmässig Fahrradfahren war :-(

Ich bin jetzt nach dem

Ich bin jetzt nach dem Marathon noch nicht wieder gelaufen, also muss ich noch abwarten um voreilige Schlüsse zu ziehen.

Es läuft wie du schon sagst auf eine Pferde-Hüpf-Technik hinaus, zumindest wenn man langsam läuft. Aber schau dir mal die Leute an, die 2:30 laufen, die hüpfen auch :) sieht nur nicht so krass aus, weil die Schritte entsprechend länger sind (wenn ich mir die Fotos von Topläufern in Aktion ansehet, stelle ich jedesmal enorme Abstände zum Boden fest).

Ich denke der Bewegungsablauf des Abstoßens darf sich beim langsamen Lauf im Vergleich zum schnellen Lauf nicht ändern. Die Geschwindigkeit muss über die Schrittlänge und Frequenz geregelt werden.

Grüße B.

Update

so, hier nochmal ein kurzes Update für alle Schienbeinkantensyndromgeschädigte :-)

3 Wochen nach dem Marathon und nach nun wieder einigen mitunter längeren Trainingsläufen bin ich nach wie vor beschwerdefrei.

Durch den geänderten Laufstil spüre ich lediglich dass sich in der Wade die Beanspruchung der Muskeln etwas verschoben hat (weg von der inneren und hin zur hinteren äußeren Muskulatur).

Frage:

Hast du evt. die Schuhe gewechselt?

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