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Statt heute Abend einen schönen langen Lauf zu machen, sitze ich hier und habe meine Einkommenssteuererklärung gemacht. Dabei bemitleide ich mich selber unheimlich und nerve den Rest der Läufergemeinde mit überlangen Jammermails:

Im Juli hatte ich einen doofen kleinen Unfall. Gleichzeitig beschloss auch dem Nikotin (bis dahin ca. 25Zigis tgl.) abzuschwören.
Also 5 Wochen Zwangslaufpause und 3(in Worten drei!) Kilo zugenommen. Dann durfte ich zuerst mit Gipsschiene an Arm wieder laufen. Das ist jetzt 8 Wochen her und ich habe nochmal 2 kg zugenommen (trotz 30km bis 40 km Laufleistung/Woche).

Und jetzt vor 2 Tagen, nach einem poppeligen 10km Lauf schmerzte plötzlich der linke Oberschenkel und der rechte Unterschenkel gleichzeitig so arg, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, ob ich rechts oder links humpeln soll!
An Laufen ist gar nicht zu denken - es tut richtig weh. Ich hab auch Angst, wieder zu früh zu laufen, denn der Oberschenkel hat mich bereits in meiner 4. Läuferwoche zu einer unfreiwilligen 10 tägiger Pause gezwungen. Und dannach fing ich mit zusammengebissenen Zähnen wieder an und er hat auch immer wieder bei langen oder schnellen Läufen gemeckert.

Also erstmal keinen Lauf mehr solange es schmerzt: ABER jetzt habe ich erst mal gegoogelt und gelesen, dass der Nikotinverzicht meinen Stoffwechsel um ca. 250 bis 300kcal verlangsamt (was zumindest erklärt warum ich trotz der Rennerei weiter zunehme) Mein Körper verbraucht jetzt ohne Laufen gerade mal ca. 1500kcal/Tag. Jeder Bissen mehr landet sofort auf den Hüften.

Mist: ich bin nervös wie ein Tiger, weil ich nicht laufen kann und quenglig wie meine eigenen Kids, weil meine Wehwehchen schmerzen.
Aber das schlimmste ist, dass ich mich wegen dem doofen Nikotinverzicht noch nicht mal richtig sattessen kann ohne fett wie ein Walross zu werden! (Und das bleibt auch so wenn ich wieder laufen kann, die paar Zusatzkalorien machen da auch keinen Riesenunterschied)

Könnte ein paar mutmachende Berichte von Ex-Nikotinsüchtigen, dass dieser Stoffwechseleffekt nach 4 Monaten verschwindet super-gut gebrauchen.

nächtliche depri-Grüße von einer gerupften Ente
(..verhinderte Abnehm-Läuferin)

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Hi Flatterente!

Wichtig ist zunächst doch mal, dass Du die Entwöhnung halbwegs überstehst und nicht zusätzlich noch Druck über eine mögliche Gewichtszunahme erzeugst. Das frustet, wie Du bereits festgestellt hast, doch nur und erhöht die Rückfallanfälligkeit.
Ich habe vor einem Jahr mit dem Rauchen aufgehört und habe zunächst, trotz der ganzen Rennerei, nicht wesentlich abgenommen. Von Stoffwechseleffekten ist mir nichts bekannt, ich habe aber mein Essverhalten auch nicht unbedingt verändert. Zuviel ändern wollte ich nun auch wieder nicht. Außerdem! Wo bleibt denn der Genuss? :) Zumal sich dass mit dem "Runners-High" bei mir nicht einstellen will.
Also. Sieh zu, dass Du wieder fit wirst und halte Deine Entwöhnung durch. Dein Gewicht regelt sich mit etwas Geduld über Dein Lauftraining.

Gruß Haderlomp

Hey...

kein Grund zu jammern -> Du bist rauchfrei! HippHippHurra!!!
Du vergiftest Deinen Körper nicht mehr, Du musst Dir nicht mehr überlegen, wo Du die nächste Fluppenschachtel herbekommst, Deine Haut wird besser durchblutet -> Du siehst besser aus. Du "stinkst" nicht mehr... Du schenkst Deinen Kindern klare unbelastete Luft... so what!?

Mir hat meine letzte Nikotinbefreiung 7 Kilo gebracht. Bin jetzt 338 Tage, 3 Stunden und 29 Minuten rauchfrei und stolz wie Oskar. Du darfst halt nicht den Fehler machen und Dir "Ersatzbefriedigung" in Form von Süssem holen... so wie ich... *gg*

Den Stoffwechsel kriegste wieder in Gang in dem Du vermehrt Rohkost futterst. Davon kannste kaum zuviel essen, bist beschäftigt und Dein Stoffwechsel wird gepuscht. Dazu noch reichlich trinken und gut ist's... für die Zeit wo Du nicht laufen kannst, wäre vielleicht schwimmen eine Alternative?

Sei tapfer und halte durch - das wird schon!

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Du Ärmste bist ja doppelt gestraft -

Zwangspause und Einkommensteuererklärung! Das kenne ich nur zu gut! ;-)

Aber zuerst einmal: herzlichen Glückwunsch dafür, dass du es geschafft hast, von dem Ekelzeugs loszukommen! Jezt kann man dich endlich wieder riechen! ;-))

Zur Nikotinentwöhnung kann ich leider nichts beitragen, da ich zum Glück meine erste und letzte Zigarette mit 10 Jahren probiert hatte! Ich behaupte, dass mich das vor einer "Raucherkarriere" geschützt hatte!

Gefühlsmäßig würde ich vorschlagen, es mal mit Trennkost zu probieren. Hierbei kannst du dich so richtig sattessen! Dazu viel trinken (Wasser, Säfte - kein Nektar oder Fanta etc.! - Tee und in Maßen Kaffee). Finger weg von irgendwelchen Diäten, denn die erzeugen ja den Jojo-Effekt und hinterher hast du alles doppelt und dreifach wieder drauf! Nur mit der Kombination Bewegung und richtiger Ernährung nimmt man ab! Wichtig ist, dass du dauerhaft zu Ernährungsgewonheiten findest, mit denen du dauerhaft leben kannst, was bei Diäten ja nicht der Fall ist!

Viel Erfolg!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Ernährung

Huhu.
Ja, das mit dem Rauchen aufhören ist schon hart.
Du solltest wenn möglich darauf achten, abends keine Kohlenhydrate mehr zu dir zu nehmen. Nach dem Sport solltest du auch ca. 90 Minuten keine gehaltvollen Dinge zu dir zu nehmen. Wenn es geht am besten nur Wasser auch keine Schorle oder so. Der Körper speichert nach dem Training viel mehr Energie, weil er "Schiss" hat, dass er noch mehr seiner Reserven verliert. Also wenn du ihm nichts zu speichern gibts, kann er auch nix auf die Hüfte packen.
Das hat sich bei einigen meiner Kursteilnehmer schon gut bewährt.
Ich wünsch dir ganz viel Durchhaltevermögen und denke immer an eins: egal was passiert, Finger weg von den Kippen!!!
LG Katja

Danke..

..für Eure aufmunternde Worte und die vielen Tipps!
Es geht schon viel besser (und das Steuerprogramm behauptet sogar ich könnte mit einer Rückzahlung rechnen ;-))))

Nein: das Nikotin kommt nicht mehr in Frage - ich bleibe der Rest meines Lebens eine "nichtrauchende Raucherin"!!!

Und der Unterschied zwischen Kleidergröße 36/38 und Größe 40/42 macht auch keine wirklichen gesundheitliche Probleme - allerdings schon einen deutlichen optischen Unterschied!

Das eigentliche Problem ist wohl, dass ich als relativ schlanke Frau kurz vor den 50er halt schon einen ziemlich geringen Grundumsatz (knapp 1300 kcal sind halt nicht sooooviel) habe. Sobald ich ein wenig über die Stränge schlage, schlägt die Waage unerbittlich zurück!

Jetzt nach dem Nikotinverzicht und bei Laufpausen macht sich das sofort bemerkbar. Ansonsten befolge ich ja eigentlich alle Tipps schon in meiner Ernährung: abends keine KH, laufe nüchtern und esse mindestens 90 Min danach nichts, trinke ausschließlich 0-kcal-Getränke, esse viel Rohkost, zu 80% Vollkornprodukte und vermeide versteckte Fette.

Na ich sollte vielleicht einfach wirklich mehr Geduld aufbringen bis mein Körper mit den Stoffwechselfolgen von 2,5 Jahrzehnten Nikotinabusus fertig wird....

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