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Die Sonne geht auf und jeder geht frohen Mutes an den Start. Jeder schaut auf Haile oder all die anderen Asse, die vorne ihren Lauf mit schier unglaublichen, ja, geradezu übermenschlichen Bestzeiten abspulen. Was aber wäre, wenn es gar kein Ziel gäbe?

Niemanden, der die Zeiten nimmt, keine Getränkestände, keine Streckenposten, keine Besenwagen, keine Masseure, keine Retter am Wegesrand, die die Entkräfteten in Empfang nehmen, keine Medaillen und keine Nachzielbetreuung.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mir bis dato niemals wirklich Gedanken darüber gemacht, wer all diese schönen Läufe eigentlich organisiert und was für ein bisweilen irrsinniger, logistischer und personeller Aufwand damit verbunden ist.
Genau das wollte ich erfahren. Und so habe ich mir unseren heimatlichen Marathon in diesem Jahr mal von dieser Seite aus betrachtet.

Das hieß konkret: um 3.45 Uhr 'raus aus dem warmen Bett, ein Müsli runterwürgen und gleich danach in die City radeln, stundenlang aufbauen helfen, verschiedenste Lasten hin und her schleppen, lächeln und ein 12-Stunden-Tag, an dem Du fast ohne Pause und Verpflegung in der sengenden Hitze brätst, z.B. um die Leute im Ziel in Empfang zu nehmen oder im Akkordtempo Medaillen zu verteilen oder Transponder einzukassieren.

Alle Kameras sind auf die Stars gerichtet. Und das völlig zu Recht.

Aber vielleicht wäre mal ein Fernsehbeitrag interessant, der eine Mammutveranstaltung wie Berlin oder Hamburg mal aus Perspektive der Helden hinter den Kulissen zeigt - der ehrenamtlichen Helfer/innen, ohne die Laufveranstaltungen in dieser Form vermutlich gar nicht möglich wären.

Und wenn ich das nächste Mal durch irgend ein Ziel laufe, dann werde ich Respekt empfinden für die Alltagshelden. Denn die leisten verdammt gute Arbeit.

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Die Helden im Schatten!

Stimmt wenn man sich solch groß Veranstaltungen im Tv anschaut sieht man immer nur eine Kamera auf eine Person gerichtet(Haile).
Aber was nur für diese Bilder an Personal benötigt wird das es überhaupt zu den Bildern auf dieser Strecke an diesen Tag
zu dieser Zeit kommt glaubt man kaum.
Also an dieser stelle mal danke an alle Helfer die uns den Läufern überhaupt möglich machen an solch Wettkämpfen teilzunehmen.

Guter Gedanke

Auch von mir ein Lob und Hochachtung an und vor Alle(n) (zumeist ja ehrenamtlichen HelferInnen), die es bei Wind und Wetter den LäuferInnen ermöglichen ihre großen und kleinen Triumpfe zu feiern, egal ob 40000 auf der Strecke sind oder 400 (kann beides, glaub ich, ähnlich anstrengend sein).
Danke und Gruß, Marco
You´ll never stehimschatten alone

Völlig egal.

Also, ich gestehe hier ganz offen: Haile und all die anderen Supercracks sind mir VÖLLIG egal. Übrigens auch die Großsponsoren, die uns mit den "Namensrechten" irgendeine popelige Marke aufdrängen wollen. Nichts gegen das Engagement, aber muss es dann gleich Ford- oder Karstadt-Marathon heißen? Das ist lächerlich und zugleich traurig.

Aber jeder simple Becher Tee, der mir an der Strecke hingehalten wird, wärmt mir das Herz. Ich ziehe den Hut vor allen, die an der Piste Dienst tun und verneige mich, ganz ehrlich und ganz tief. Bin froh, dass ich das hier mal sagen kann. Ohne derlei Engagement wäre Deutschland ein riesiges Stück ärmer.

Überhaupt: Vielleicht melde ich mich auch mal für so einen Job, um da mal was zurückzugeben.

Danke

P

* Laufen bewegt. Laufen bringt dich nach vorn. *

Sponsoren

Ich muss zugeben, ich interessiere mich vor allem auch für die Sponsoren, die solche Veranstaltungen erst möglich machen.
Bei meinen Einkäufen versuche ich, soweit wie möglich, diese Sponsoren zu berücksichtigen.

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