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Keine Ahnung, wieviel Teilnehmer in der jüngsten Stadt Schleswig-Holsteins um 10.55 Uhr auf die 10.000 Meter lange Strecke gegangen sind, jedenfalls waren alle bereits vor dem Start gut durchfeuchtet, hat es doch den gesamten Vormittag richtig heftig geschüttet.

Die Strecke in Tornesch wurde zum vierten Mal durchlaufen. Vom Schützenplatz ging es durch die wohl einsamste Gegend der Stadt. Schafe, Kühe und tatsächlich ein Streckenposten waren die beinigen Gesellen, die man sah. Ansonsten nur abgemähte Felder, steinharte Betonwege und Gras, welches durch den Regen nass und daher zusammen mit den bereits gefallenen Blättern rutschig war.

In Tornesch besserte sich das ein wenig, doch die Zuschauerzahl blieb ob des trostlosen Regenwetters wohl deutlich hinter den Erwartungen zurück. Was ein wenig negativ war, ist die Tatsache, dass man in Tornesch auf Bürgersteigen (oder solchen, die sich so nennen) laufen musste. Warum wurde nicht die Esinger Straße beispielsweise halbseitig abgesperrt. Schon im vorherigen Jahr, als ich die fünf Kilometer Strecke lief, fand ich das echt unglücklich, zumal die Bürgersteige schon seit wohl fünfzig Jahren nicht mehr gepflegt, geschweige denn geebnet wurden.

Pfützen über Pfützen, herunter gefallenes Laub und der Regen von oben ... echt chaotisch. Die erste Runde mit 5,3 Kilometer verflog recht schnell, auf dem Schützenplatz gab es etwas zu trinken, doch die Banane, die man mir reichte, war so nass, dass ich sie hab fallen lassen. Egal, die restlichen 4,7 Kilometer mussten durchgestanden werden.

Das klappte dann auch und mit knapp oberhalb der 45er-Minuten-Grenze (handgestoppt) durchlief ich das Ziel. Mal abwarten, wann die offizielle Zeit uns mitgeteilt wird. Jedenfalls gab es in diesem Jahr erstmals Messtransponder, so dass ein jeder seine Zeit erfahren kann, gleichwohl beim Start nicht alle gleichzeitig auf die Strecke gegangen sind.

Tja, mitgelaufen trotz des Wetters, alte Bekannte wieder gesehen und einen schönen Vormittag gehabt.

Verbesserungsvorschläge: ,,Besseres Wetter bestellen"; Laufstrecke ein wenig ausweiten (halbe Straßenseiten) und ein Messsystem nehmen, welches Netto- und Bruttozeit anzeigt. Wäre für manche Läufer womöglich interessanter.

Ansonsten, dem ,,Run- und Fun-Team Tornesch" ein dickes Kompliment für die Veranstaltung, an der ich im nächsten Jahr gerne wieder teilnehmen werde.

Torsten Heemann, Hamburg (Solskinn)

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