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Ich bin mir bei der Wahl der Strecke für Longjogs nicht im Klaren was besser ist:
Wenn ich davon ausgehe, dass ich für beide Strecken etwa die gleiche Zeit aufwende, welches ist die bessere Wahl:

eine etwas längere flache Strecke. Die wäre ähnlich wie die Marathonstrecke, man kann es 'rollen' lassen, es gibt mehr Laufkilometer, man übt die gleichmässige Belastung wie beim Marathon selbst.

oder

Eine hügelige Strecke. (in meinem Fall sind es 2x rund 200 Höhenmeter) Es sind weniger Kilometer, der Puls geht hoch und runter und auch die Muskeln werden unterschiedlich stark beansprucht, die Durchschnittsgesschwindigkeit ist natürlich tiefer als bei der flachen Variante.

Ich muss dazu noch sagen, dass ich die Hügelige strecke vor der Haustüre habe, für die Flache muss ich zuerst ins Auto steigen.

Was würdet Ihr wählen, wie sehen eure langen Strecken aus?

longjog

Hallo,
Hügel macht schneller und sorgt für mehr Ausdauer, wie lange ist die Strecke??

Gruß
WdS

Was spricht, außer die

Was spricht, außer die Vergleichbarkeit, gegen Abwechslung?! ABer es hängt ja noch davon ab welches (Trainings-)Ziel du mit dem Lauf erreichen möchtest? Nichts ist doch schlimmer als Langeweile beim Laufen.
WdS und du haben doch schon toll die Vorteile der beiden Varianten rausgearbeitet. Wobei WdS da sicher die Kraftausdauer meint.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Ziel und Länge

Die Hügelige Strecke war in den letzten Jahre meine Vorbereitung für den Zürich Marathon im nächsten Frühling. Nun habe ich mich gefragt, ob denn das die richtige Wahl der Strecke ist. Meine Zeiten liegen dabei jeweils um 3:20 ( PB 3:15) Vielleicht ginge es ja mit einer anderen Strecke schneller? :-)

Die Hügelstrecke ist etwa 20 km lang und ich brauche dafür knapp 2 Stunden. Ich kann sie noch mit ein paar schleifen erweitern bis rund 2.30h

Gruss!

flach oder hüglig?

Ich würde die flache Strecke nehmen - allerdings hat bei mir jede lange flache Strecke sicher auch 200 bis 400 hm:)
Ich laufe auch lange Strecken mit viel mehr Höhenmetern, das "schadet" bestimmt nicht. Aber natfürlich kann man auf einer flachen Strecke, die der Marathon Strecke ähnlich ist, das Tempo (gefühl) besser üben;)

Tempogefühl beim Longjog?

>aber natfürlich kann man auf einer flachen Strecke, die der >Marathon Strecke ähnlich ist, das Tempo (gefühl) besser üben

Es geht doch um eine Strecke für den langen Lauf? Den läuft man aber sowieso deutlich langsamer als das angestrebte Marathon-Tempo. Deshalb ist das mit dem besseren Tempogefühl kein Argument, da man dies in anderen Einheiten, nicht beim Longjog, übt.

Warum nicht beide Strecken abwechselnd, je nach Laune?

MfG

Moin!

Wenn das Trainingsziel unter anderem das Training des Fettstoffwechsels ist, mußt Du auf Deiner Hügelstrecke entsprechend aufpassen nicht in zu hohe Pulsbereiche vorzustoßen.

Munter!
Alex

Nimm' sie halt beide.

Oder wird's in Deinem Leben nur EINEN "Longjog" geben und den möchtest Du nicht verschwenden?

Gruß,
Oliver

Auch, ja.

Um den Bewegungsapparat an die "Monotonie" beim MT zu gewöhnen ist die flache Strecke gut. Das solltest du auf jeden Fall auch machen in der Vorbereitung. Bei der Hügelstrecke trainierst du die Kraftausdauer. Das ist auch schick.
Ich laufe die langen auf einer flachen Strecke (ich mag allerdings auch keine Anstiege...). Kraft trainiere ich lieber auf der Matte bzw. im Training bei Treppenläufen etc. auf kürzeren Strecken.

habe ich mich auch schon oft gefragt

hallo kinglouis

ich hatte bei meiner Marathonvorbereitung das gleiche Problem.

Letztlich geht es ja um die Frage ob bei einer hügeligen Strecke, die man dann nicht immer im unteren GA1-Bereich läuft, dennoch ein ausreichender Trainingseffekt in Bezug auf Grundlagenausdauer/Fettstoffwechsel eintritt. Ich hatte bei meinen longjogs durch das Gelände immer Abschnitte dabei, in denen der Puls auf ca. 80% der HFmax (kurzzeitig sogar leicht darüber) anstieg. Die Verteilung sah dann etwa so aus
85% der Laufzeit in 70% - 75% HFmax (150min -> 127min)
15% der Laufzeit in 75% - 80% HFmax (150min -> 23min)

Ich habe nie wirklich herausgefunden ob und wenn ja wie stark das Grundlagenausdauertraining dadurch negativ beeinflusst wird. Schade, ich hätte gerne mal dazu eine wirklich fundierte Mediziner/Trainer/Lauferfahrenen-Antwort.

Bei meinem ersten Marathon nun im September hatte ich dann kein Mann-mit-dem-Hammer-Erlebnis. Aber dennoch war meine zweite Hälfte deutlich langsamer als die erste. (2:05 und 2:20) Da mein Gesamttrainingsumfang aber auch nur bei 3,5 mal pro Woche durchschnittlich 43km lag und ich auch nicht auf meine regelmäßige Portion Bier oder Wein verzichtet habe, ist es schwer zu sagen, woran das lag. Ich glaube nicht, dass es die hügelige Strecke war. Teilweise wird ja sogar empfohlen in den letzten Wochen die longjogs mit Endbeschleunigung zu laufen, wo man dann auch die unteren Pulsbereiche verlässt.

Grüße

Volker

Danke

Besten Dank für Eure Meinungen und Kommentare.

Da mir aber niemand eine wirklich eindeutige Antwort liefern konnte, habe ich gestern noch etwas gegoogelt mit folgendem Schluss:
die meisten Seiten schreiben nichts zur Streckenführung. Auf zwei Seiten fand ich aber die Hinweise, dass die Strecke flach sein sollte mit der Begründung:
-bei Steigungen wird der Körper zusehr belastet und die Regeneration dauert zu lange.
-der Puls steigt zu hoch, man ist nicht mehr im richtigen Bereich.

Einig sind sich alle Seiten, dass der Long-Jog lange sein soll und langsam gelaufen werden soll. Aber wie lange und wie langsam und wie oft vor einem Marathon, da scheiden sich die Experten.

Ich bin daher zum folgenden Schluss gekommen:

Ich werde künftig mehr laufen und weniger lesen !!

hier noch meine Quellen:
www.marathon.ch
www.laufwelt.com
www.lauftipps.ch
www.laufberater.com

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