Benutzerbild von Etu58

Hallo liebes Tagebuch,

eigentlich hatte ich heute einen ganz ruhigen 15er geplant mit einer 7:00 pace.
Um 8 Uhr die Kids in die Schule geschickt, zum Fitness-Club gefahren, vorgedehnt,
meinen Freund am Arm aktiviert und los ging es. Erst durchs Industriegebiet und dann ab ins freie Feld. Gemessene Temperatur 7 Grad. Kurze Hosen an, mein allerliebstes Lieblingslaufshirt, Weste drüber. Aber keine Handschuhe-Mist.
2 km brauchte ich um auf Betriebstemperatur zu kommen und die bläuliche Färbung an den Händen zu verlieren.
Dichter Nebel bis auf den Boden, man wußte gar nicht, wo man lief. Es war eine unwirkliche Stimmung. Vorbei an abgeernteten Feldern auf denen man die Umrisse großer Greifvögel sehen konnte, hindurch zwischen Mais- und Kartoffelfeldern. Der Nebel legte sich auf die Haut. Das Atmen fiel etwas schwer. Ich zog meine Runden geführt von meinem Garmin. Langsam stieg der Nebel etwas auf. Ich kam auf einen Weg in Richtung eines Dorfes. Nach einer langen Steigung konnte ich dort hinunter schauen und sag am Ende des Weges ein großes rotes Sandsteinkreuz mit einer Jesusfigur daran. Dieses machte ich zu meinem nächsten Ziel. Die Uhr piepte km 10 ein. Als ich dort ankam, konnte ich nicht daran vorbei, ohne es zu berühren und ein Kurzgebet zu sprechen. Seine Inschrift war "Im Kreuz ist Hoffnung". Irgendwie gab mir dieser Spruch unheimlich viel Energie und positive Lebenseinstellung für den heutigen Tag. Gekreuzt hat mich dieser Satz schon öfter in meinem Leben, auch wenn ich kein besonders gläubiger Mensch bin.
Also dann weiter. Bei km 11 begegnete ich drei Rehen, die leider verscheuchte. Wäre ich jetzt zurück gelaufen, hätte ich meine 15 km erreicht. Aber es lief so gut, die Stimmung war so wunderschön, so daß ich viele Umwege einbaute und siehe da, wieder auf dem Weg zum Kreuz war um es ein 2. Mal zu berühren.
Grob hatte ich jetzt meine Kilometerleistung durchkalkuliert und beschlossen, das wird ein Halbmarathon. Ich weiß nicht, wie ich es so genau hinbekommen habe, aber es war sozusagen eine Punktlandung, als ich wieder bei meinem Fitness-Club ankam.
21180 m zeigte Garmin, die Zeit 2:26xx, pace 6:54. Eigentlich genau die Zeit, die ich laufen wollte.

Ich bin dankbar für diesen wundervollen Morgen mit den vielen schönen Eindrücken, der Chance, meine Gedanken zu sortieren.

Meine Pulswerte : durchschn. 163, max. 182, dann 147 nach 5 min 117

Jetzt im Nachhinein betrachtet, war es ein gemütlicher, stressfreier Lauf, der nach Wiederholung ruft.

deine Ute

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einfach nur schön

ja, deshalb wird das Laufen in den nächsten Wochen schöner und schöner. Diese klaren kalten Morgen und Du bist klar bei Dir und schaust zu wie der Tag entsteht. Einfach und gut. Das bringt mir auch einen klaren Kopf.

puristische Grüße

marcus

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