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Moin Sportsfreunde!

Eine Frage zum Thema Verpflegung während des Training:

Ist die Verpflegung während sog. Fettstoffläufen mit einer Länge von ca. 1,5 Std.
sinnvoll oder wirkt die Energiezufuhr ehr kontraproduktiv zum Trainingseffekt?

Komische Frage, oder?

Danke für Eure Antwort/Eure Erfahrungsberichte.

Grüße vom Taxman

Ja.

Da grübel ich auch schon länger drüber nach... Die meisten "Gurus" behaupten: im Training nix essen, nur Wasser trinken. Nur mal bei einem langen Lauf Wettkampfverpflegung testen, ob es einem bekommt.
Ich halte es so: ich nehme "Notverpflegung" mit, wenn mir schwummrig wird, ich in ein Loch falle, pfeife ich auf den Trainingseffekt und esse was. Bei 1,5 h war das bislang aber nicht der Fall und da komme ich wunderbar mit Wasser klar.

Bis zwei Stunden...

...brauchst Du gar nichts mitnehmen - es sei denn, es sind schwüle 25 Grad. Ich bin im Training, als es gut lief, sogar mal aus der Lameng heraus 28 km gelaufen und hatte gar nichts dabei - ging auch, obwohl es ein warmer Mai-Tag war.

Gruß, Docrob

Seh ich genauso

Ich komme bis 35 km locker mit 1/2 l Getränk aus, Essen sowieso nicht. Ich esse auch beim Marathon nichts und bei zwei Stunden-Läufen halte ich das für ganz unnötig.

Leben ist Bewegung

ab 2 Stunden

Hallo,

Getränke nehme ich nur für Läufe, die länger als 1,5 Stunden dauern. Ausser es ist schwülwarm. Für die richtig langen Läufe habe ich E´lytgetränk dabei, besonders achte ich auf Natrium.

Zur Not habe ich bei den langen Läufen ein kohlenhydrathaltiges Gel dabei, bin schon mal in einen Hungerast hineingelaufen und das war nicht witzig.

Viel wichtiger ist die Ernährung vor dem Lauf, nicht zu viel und nicht zu belastend für den Magen.

Im Wettkampf bevorzuge ich die Gels, löse sie aber vorher in Wasser auf.

Mein Laufblog im www: run4fun

Nein

Essen brauche ich nichts, ich esse auch nichts beim Marathon. Zu trinken nehme ich bei Läufen ab 2 Stunden mit. Von Gels u.ä. halte ich persönlich nichts.

Danke für die vielen Antworten

Mahlzeit Sportsfreunde!

Danke für die vielen Antworten auf meine vermeintlich
banale Frage.

Die Antworten bestätigen meine eigene Einschätzung.
Bislang habe ich bei Trainingseinheiten von 1,5 bis 2 Stunden nicht zwingend den Drang nach Getränken oder Verpflegung verspürt. Zur Not würde ich ebenfalls bei
warmen Wetter ein wenig Flüssigkeit mitführen.

Vielen Dank und schöne Grüße
taxman

Hallöchen, ich habe mich

Hallöchen,

ich habe mich bei meiner bisherigen (ersten) Marathon-Vorbereitung ebenfalls auf den Rat gestützt, dass man im Training nichts essen sollte, und bin bisher gut damit gefahren bzw. gelaufen :). Es gibt ja auch genügend Beispiele für Läufer, die selbst im Marathon nichts essen, auch wenn dies nach meiner Erfahrung eher ambitioniertere Sportler mit Zielzeiten um 3 Stunden betrifft.

Alle meine langen Läufe um 3 Stunden habe ich bisher ohne Essen durchgezogen. Gestern hat das leider zu einem fiesen Hungerast geführt. Ich hatte mich auf unbekanntem Terrain verlaufen und musste einen Umweg von ca. 5km in Kauf nehmen. Aus den geplanten 35km wurden folglich knapp 40. Bei km 35 bin ich eingebrochen und musste mich an der nächsten Tankstelle mit ner Cola versorgen, um die restlichen 5km bewältigen zu können. Ein für den Notfall mitgeführter Riegel hätte mich also vor dieser Miesere bewahren können...

Also am besten ist es wohl zu versuchen, im Training so lange wie möglich gar nichts zu essen. Solange man im richtigen Tempo läuft nämlcih schöööön locker, kann da bis km 35 eigentlich nichts anbrennen (es sei denn man ist so schlau und verläuft sich auf so ner Riesenrunde)

:)

Grüße
Bastian

Genau....Wasser !..ersteinmal

AUSZUG AUS DEM GREIF NEWSLETTER:

...........Dabei beeinflusst das Trainingsgetränk unseren Wettkampferfolg auf den langen Strecken dramatisch.

"Um den eigentlichen simplen Ernährungsfehler, den wir durch falsches Trinken begehen können, zu erklären, muss ich zum besseren Verständnis etwas weit ausholen. Jedem Interessierten ist es bekannt, dass die eigentlich knappe Energiequelle im Marathon-Wettkampf das Glykogen ist. Das sind gespeicherte Kohlenhydrate, die während der sportlichen Betätigung wieder abgebaut werden und dem Körper als Glukose (Zucker) die nötige Verbrennungsenergie liefern. Um ein gutes 42,2 km-Rennen zu laufen, benötigen wir soviel Glykogen wie möglich. Dieser Speicherstoff wird in der Muskulatur und in der Leber eingelagert. Leider sind diese Speicher klein, sie können aber durch Training vergrößert werden.

Der Reiz zur Einlagerung von mehr Glykogen wird durch eine möglichst tiefe Ausschöpfung dieses Substrats im Training gelegt. Bei einem langen Lauf wird sehr viel von den Glykogenreserven verbraucht. Je höher die Ausschöpfung dieser Reserven ist, desto größer ist auch der Reiz zu mehr Einlagerung von mehr Glykogen. Diese Ausschöpfung folgt den Regeln der Superkompensation (ist neuerdings wissenschaftlich umstritten).

Das heißt also, je länger und schneller ich laufe, desto mehr von dem wertvollen Glykogen steht mir beim nächsten Training zur Verfügung

Das Dumme an der Sache ist, dass unser Organismus nun ganz und gar nicht gerne sein Glykogen hergibt. Am Anfang kommt der Energiestrom noch locker, das Laufen macht uns keine Mühe. Mit zunehmender Länge des Trainings merken wir genau, wie unsere Energie so langsam schwindet. Unser Körper gibt immer zäher von seinen Reserven ab. Normalerweise kommen wir dann schnell in den Bereich, wo wir das Training abbrechen möchten.

Mann bin ich fertig! Ein Marathonläufer muss aber an diesem Punkt noch weiter, um seinen Organismus in einen noch stärkeren Energiemangel zu bringen. Einerseits zwingt er dadurch seine Systeme dazu, immer mehr auf den Fettstoffwechsel zurückzugreifen, andererseits werden aber auch die Glykogenreserven tiefer ausgeschöpft.

In diesem Trainingsbereich möchte man eigentlich nicht mehr laufen. Wir alle fühlen uns völlig leer und sollen dennoch weitermachen. Und doch sind wir jetzt genau an dem Punkt angelangt, wo sich unser Training von dem des 10 km- oder Halbmarathonläufers unterscheidet. Die Härte an dieser Stelle gegen dich selbst, macht dich zum erfolgreichen Marathonläufer.

So und nun kommen wir zum Punkt! Es gibt aber einen Trick, mit dem du dir die ganze Sache scheinbar einfacher machen kannst. An dieser Stelle kommt jetzt die mitgeführte Trinkflasche mit einem Energiegetränk (gesüßt!) und unter Umständen auch noch der Energieriegel auf das Trapez. Wer jetzt oder vorher trinkt oder isst, führt dem Körper Kohlenhydrate zu. Nun ist er nicht mehr allein auf das Glykogen aus Muskel und Leber angewiesen, sondern kann auf den frischen Zucker zugreifen, den ihm der Verdauungstrakt liefert.

Das geht insbesondere nur im Training, weil jetzt noch genug Kreislaufreserven zur Verfügung stehen, um die Verdauungsorgane zu durchbluten. Die Folge dieser Maßnahme sind einerseits, dass es nicht zu einer tiefen Ausschöpfung der Glykogenreserven kommt, auch der gewünschte hohe Anteil der Energiegewinnung aus dem Fettstoffwechsel geringer ausfällt, man sich aber andererseits gesamtkörperlich nicht so ausgepowert fühlt.

Die eigentliche Folge aber ist fatal. Dass, was wir eigentlich erreichen wollten, bleibt aus. Das Ziel einer tiefen Ausschöpfung der Kohlenhydratvorräte wird nicht erreicht. Wir haben die Chance vertan unsere Glykogenreserven durch die Superkompensation entscheidend zu erhöhen. Durch die Zufuhr von Zucker wurde eine Kausalkette unterbrochen.

Die Rache dieser scheinbar guten Tat ist dir sicher! Im Marathon wird bei deutlich höherem Tempo als im Training mehr und schneller Glykogen verbraucht. Wenn du dieses verschossen hast und bist allein auf deinen Fettstoffwechsel angewiesen, dann erlebst du Dinge von denen du vorher nur träumen konntest. Besonders dann, wenn du trotz Energiemangel schnell weiterläufst.

Natürlich werden nicht nur wenige von uns auf die Idee kommen, das sei alles kein Problem, ich kann ja auch im Wettkampf energiereiche Getränke zu mir nehmen oder z.B eine Banane essen, dann klappt es schon. Ja, kann man! Leider aber kommt die Energie nicht mehr dort hin, wo sie gebraucht wird. Denn im Wettkampf sitzt jeder mögliche Milliliter Blut in der arbeitenden Muskulatur und nicht im Verdauungstrakt. Banane und Säftchen werden erst verdaut, wenn du im Ziel bist.

Es gibt aber einen Trost. Je langsamer jemand läuft, desto besser kann er auch noch innerhalb des Marathons Gewinn aus frisch zugeführter Energie ziehen. Andererseits ist es logischerweise dann auch so, dass schnelle Leute in sich reinstopfen können was sie wollen. Die Chance auf energetischen Zugewinn ist nur minimal.

Wir können nämlich den Fettstoffwechsel übertölpeln. Der Trick bei der Sache ist, dass dieser einige Zeit braucht um optimal zu funktionieren. Dazu muss man auf der Langen Runde erst einmal 15 km in einem Tempo von etwa 70% seines Höchstpulses laufen. Bis dahin sollten alle Leistungsklassen nur Wasser trinken. Denn erst nach ca. 15 km läuft der Fettstoffwechsel optimal. Nachfolgend arbeitet er aber auch auf hohem Niveau weiter, auch wenn man dem Organismus süße Getränke zuführt.

Empfehlung für alle, die noch keine 35 km schaffen: Wer noch Schwierigkeiten hat die 35 km durchzulaufen oder gar nur deutlich kürzer laufen kann, sollte von Anfang an auf energiereiche Getränke zurückzugreifen. Da können so viel Kohlenhydrate drin sein wie rein gehen. Auch eine Cola ist keine Sünde. Sie schaffen die Strecke damit deutlich leichter. Dabei sollte man aber auf keinen Fall vergessen, später gezielt auf die kohlenhydratärmeren Getränkevarianten zurückgreifen.

Gruss efjot

den Newsletter kenne ich...

und finde alles sehr nachvollziehbar.

Glücklicherweise trifft für mich erst der Schluss zu: Als Anfänger, der deutlich über 3-4 Stunden braucht... die Verduaung klappt dabei auch noch prima. Also alles wunderbar. Andererseits soll es ja kein Wandertag mit Pausenbrot und Picknick werden.

Deshalb habe ich meist auf den langen Läufen versucht, weitgehend nur mit Wasser auszukommen. Als Training des Fettstoffwechsels.
Dann wurde es aber meist wirklich heftig ab 24 km. Aber bissi quälen gehört ja dazu, nich?! ;-)

L.

Wer im Wald sitzt, sollte nicht so laut rufen!

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