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Beim Baden-Marathon in Karlsruhe hat eigentlich alles gestimmt. Gute Organisation, prima Laufwetter, es war trocken und nicht zu warm, später setzte sich immer mehr die Sonne durch, trotzdem blieben die Temperaturen angenehm. Dazu war nach verhaltenem Beginn eine gute Stimmung an der Strecke.

Wie bei allen bisherigen Vorbereitungswettbewerben und den beiden schon absolvierten Marathons blieb ich hinter meinen Zeiten des vergangenen Jahres zurück. Warum weiß ich nicht. War es im Vorjahr an gleicher Stelle bei meinem Marathondebut (nach vielen Jahren des Laufens "nur so zum Spaß", also ohne Wettkämpfe) die Faszination des Neuen, die mich 20 Minuten schneller als heute ins Ziel trug? Neuland und faszinierend waren aber auch die beiden anderen Marathons in 2008, in Städten und Regionen, in denen ich zuvor noch nicht war (Stockholm und Königsschlösser-Marathon in Füssen).

Nach den bisherigen Resultaten in 2008 hatte ich meine für heute erhoffte Zielzeit schon heruntergeschraubt und orientierte mich an den Zugläufern für 3:29 Stunden (Nettozeit 2007: 3:24:xx). Anfangs lief es ganz gut. Doch ab etwa km 25 musste ich die Zugläufer langsam von dannen ziehen lassen (nennt man sie deshalb so??? ;-)). Ich bemerkte, wie sich nach und nach vom unteren Ende der Waden ein Ziehen breit machte. So ab km 30 habe ich dann hin und wieder Gehpausen eingelegt, damit sich die Beine wieder lockern. Bei Steigungen, die es auf der Strecke eigentlich nur an Unter- und Überführungen gibt, musste ich mich schon etwas hochquälen. Auf den lezten paar Hundert Metern schlossen die Zugläufer für 3:44 Stunden zu mir auf, so dass ich praktisch mit ihnen finishte, in 3:45.xx netto.

Dass die Beine krampften kann nicht an mangelndem Training gelegen haben. Übertrainiert dürfte ich auch nicht sein. Zwischen den Marathons des Jahres lagen jeweils sieben bis acht Wochen, das sollte eigentlich genug Zeit sein, um zu regenerieren und wieder in den Trainingsplan zu gleiten. Beim ersten Marathon des Jahres hatte ich die 3:39 noch auf die Hitze geschoben. Aber auch beim 10er in der Vorbereitung fehlten mir drei Minuten zur Vergleichsdistanz des Vorjahres.

Nun werde ich die einschlägige Lauflektüre wälzen, ob ich einen Hinweis finde, dass ich mein Training nicht richtig angepackt hätte.

Durch diese Zeiten falle ich jedenfalls nicht in ein Motivationsloch. Die Läufe waren schön, ich habe auch einige Lehren draus gezogen. Und das wichtigste Ziel ist immer noch, gesund zu bleiben und den Spaß am Laufen zu erhalten.

Wenn man es von der Seite betrachtet: Wer langsamer läuft hat länger Spaß für's Startgeld.

Nun werde ich noch in München starten (schon in drei Wochen!), dann habe ich in meinem 44. Lebensjahr 4 Marathons absolviert. Gerade die 44/4 hat mich dazu gebracht, den vierten Marathon des Jahres in Angriff zu nehmen. Dort habe ich dank der Geschwindigkeit vielleicht auch wieder länger Zeit, während des Laufes die Stadt zu betrachten :-). Dann geht es an die Ursachenanalyse für meinen "Leistungsschwund".
Im nächsten Jahr mache ich zwei, allerhöchstens drei Marathons. Für die 42195 Meter in Luxembourg im Mai bin ich schon eingebucht.

cherry65

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..im Kopf!!

Hi cherry65,

da Du noch Frischling in der Disziplin Marathonlaufen bist, wirst Du im Laufe Deines hoffentlich lange Läuferlebens lernen, dass Du nicht immer persönliche Bestzeiten laufen wirst. Lerne, beim Laufen zu genießen: es lohnt sich! Du wirst lernen, auf Deinen Körper zu hören und merken, wenn mal wieder die Zeit, der Ort, der Trainingszustand, einfach DER Tag für eine persönliche Bestzeit da.

Ich wünsche Dir viel Freude an noch vielen Starts und genußvollen Finishs.

Renschnecke_walking

Gratulation!!!

Erst mal Gratulation zu deiner Leistung! 5 min hin oder her - das sind Bombenzeiten, finde ich!
Für Bestzeiten muss halt alles passen und ich glaube auch Profis laufen nicht mehr als 2 MTs pro Jahr auf Bestzeit.

Hey, dass ist doch eine klasse Zeit!!!

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch und Hut ab! Sei nicht enttäuscht, denn wir sind alle nur Menschen, d.h. man ist nicht immer gleich gut drauf! Gerade der Marathon steht und fällt mit der körperlichen und auch mentalen Verfassung am Tag X, so dass man nicht immer Bestzeiten laufen kann! Diese Erfahrung musste ich dieses Jahr übrigens bei meinen 10ern machen!

Mir hat's in KA sehr gut gefallen, wenn ich auch wegen den Brücken geflucht hatte! (mein Bericht folgt! ;-))

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Ja, wann denn nun?

Bericht folgt... das habe ich doch schon mal gelesen... Spann' uns nicht so auf die Folter!!!

Hinweise suchen

Sieh doch mal nach wieviele Läufe Du über 30 km gemacht hast, sollten das keine 6 Stück sein und keine mit 35km dabei sein, brauchst Du nicht weitersuchen:)

keine Enttäuschung

Herzlichen Dank für die Glückwünsche.
Enttäuscht bin ich über mein Abschneiden nicht wirklich, obwohl ess in meinem Eintrag vielleicht anklang. Ich habe wohl den Fragen, die mich doch irgendwie beschäftigen, den größeren Platz im Bericht eingeräumt.

Es sollte aber nicht untergehen, dass mir der Lauf und die Stimmung an der Strecke gefallen hat, auch ohne in die Nähe meines Vorjahreserfolges zu kommen. Ich war mit einer netten Gruppe aus dem Lauftreff und unserem Begleittross dort. Da ich in KA arbeite, traf ich einige Kollegen und war vor dem Lauf zum gemeinsamen Fototermin gebeten. Einen Zusatz-Fototermin hatten wir mit unserem Oberboss, dem Innenminister von BW, der selbst den HM in etwas mehr als 2 Stunden absolvierte und mit seinem Lauf für die Unterstützung der Mario-Keller-Schule warb (die Schule wird in Afghanistan aufgebaut und ist nach einem Karlsruher Polizisten benannt, der letztes Jahr einem Anschlag am Hindukusch zum Opfer fiel - Info: www.lachen-helfen.de).

Von unserem Lauftreff war auch ein Kamerad am Start, von dem ich überzeugt war, dass er die 3:15 Stunden antastet, als Ziel hatte er die 3:20 genannt. In den Vorbereitungswettbewerben war er super drauf, die Bestzeiten purzelten in Serie, mehrmals schrammte er nur knapp am Treppchenplatz vorbei. Leider lief es auch bei ihm nicht optimal. Ok, er hat seine Bestzeit im Marathon um 10 Minuten verbessert, kam aber nicht ganz an sein gestecktes Ziel. Damit kam er eine Minute an meine Bestzeit vom gemeinsamen Debut in KA 2007 heran.
Mit der Leistung in der Vorbereitung hätte er es sich verdient, die Bestzeit im Lauftreff zu führen und ich hätte es ihm wirklich gegönnt.

@ 140.6
Zwischen den drei Marathons des Jahres hatte ich in jeweils acht Wochen drei 35er eingebaut. Vor dem ersten Marathon habe nach dem 12-Wochen-Programm von Beck trainiert, wobei ich zwei Mal aus Zeitgründen etwas verkürzen musste und knapp unter 30 km geblieben bin. Nach den Wettbewerben hatte ich eine 1-2-wöchige Regenerationsphase eingelegt, bevor ich wieder in den Trainingsplan eingestiegen bin.

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