Bunert´s Lichterlauf

Geschafft, die letzten Pommes mit Majo, das letzte Bierchen, die letzten Meter, und meine Hörner sitzen immer noch !
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Es wird kalt, 11 Grad und Mondschein, und ein Dornfelder auf dem Bergfest.
Zu früh, viel zu früh waren wir vor Ort. Hatten uns doch tatsächlich mit der Startzeit vertan.
30 Minuten später als geplant ging es dann vollgepackt mit bunten Lichtern und blinkenden
Led´s in der Läufermasse Richtung Start.
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Der Wein wurde vorher gut verpackt und auf dem Rücken geschnallt. Gottseidank war es dunkel und meine Hörner lenkten von der verrückten Idee, auf einem 10km Lauf mit einer grossen Hüftgurttasche zu starten, ab.
Unserem Indiana folgend, erreichten wir treibend in der Masse, die Ersten 1000 Meter. Wie sich immer wieder herraus stellte, sollte es sich hier doch um einen Berglauf halten. Des Öfteren wurden wir mit steilen Anstiegen in schwindelerregender Höhe von der dünne Bergluft überrascht.
Oliver kannte sich hier aus, und führte uns sicher zurück ins Tal. Zwischen durch Umarmung hier und Küsschen da. Tja, nicht jeder hat so viel Glück bei den Frauen, nicht jeder wird der „weisse Kenianer“ genannt. Irgendwann konnte sich Oli auch wieder seinen beiden Laufkumpels widmen und uns weiter um die Regattastrecke führen.
Die Hälfte war geschafft, langsam den Dornfelder aus dem Gurt geschnallt. Mist keine Wasserstand mit Bechern auf der ganzen Strecke zu finden, eine Lösung musste her, aber schnell. Weiter hinten aber abseits unserer Laufstrecke stand eine Warsteiner Bierbude. Also rechts raus, und mit der Bitte um drei leere Becher kurz vorgedrängelt. Die Jungs liefen weiter, Christian suchte schon mal langsam eine Notfallbucht zum Ausscheren aus der Läufermasse. Mittlerweile hatte ich auch wieder aufgeschlossen und die Flasche roten Dornfelder gezückt.
Schliesslich war es ein Funlauf, wir wollten Spass, aber trotzdem mit einer 59 Zeit zusammen die Ziellinie überqueren. Klar das wir das schaffen könnten, hat auch keiner dran gezweifelt. Guter Wein, lecker und süffig, mhh, ob Christian ihn auch getrunken hat?
Gestärkt und mit neuem Mut ging es die restlichen 5000 Meter Richtung Ziel weiter. Immer der laufenden, schnaufenden Masse hinterher. Jetzt hatten wir auch viel Platz und konnten gut neben einander laufen.
Angetrieben und angefeuert von Massen an Zuschauern entlang der Regattastrecke, konnten wir immer wieder einige Meter mehr von unserer Liste streichen. Die 10000 kamen immer näher.
Unser Indianer wurde immer ruhiger. Aber ich spürte seinen Atem, sein Schnaufen, wenn er hinter mir lief. Plötzlich fing Oliver an zu quaseln, und hörte gar nicht mehr auf. War das seine Art den Kampf mit seinen Beinen, mit seiner Wadenmuskulatur, mit seinem inneren Schweinehund zu überwinden?
Ne, ich glaub nicht. Er wollte sich einfach nur gut unterhalten, nach dem Gläschen Dornfelder.
Versteh ich, nettes Gespräch, wobei wir dann beinahe die letzten 1000 Meter verpennt hätten.
Nur durch Zufall viel es uns auf, weil unsere Windschattenläuferinnen plötzlich ausscherten und uns stehen lassen wollten. Gemein, 9000 Meter in unserem Windschatten und dann hängen gelassen.
Egal, ist ja nur ein Funlauf.
Zwischendurch immer mal wieder der laute Zuruf unser geleisteten Laufzeit und die dadurch zu erreichenden Zieleinlaufzeit. Alles lag im Limit, obwohl Oli später meinte, naja, ohne Weinprobe hätten wir locker ne 45er Zeit schaffen können. Mist.
Zwischendurch, auf den letzten 1000 Meter, peitschten wir noch einige Mitläufer auf, die sich hängen lassen wollten, denen der Innere Schweinehund einen Streich gespielt hatte.
Nix da, wir hatten sie mitgenommen bis ins Ziel.
Überglücklich und mit einem breiten Grinsen auf den Backen erreichten wir dann endlich nach 59 Minuten und 38 Sekunden den hell erleuchteten, von Menschenmassen bejubelten Zieleinlauf.
Neben einander, und darauf achtend nicht schneller als die andern Zwei zu laufen, überquerten wir die Ziellinie.

Die fettige Pommes, das kühle Bierchen…….. Jungs, wir haben es uns wirklich verdient !!!

GRUSS FRANK / efjot

Medoc in Duisburg

Allen Medoc-Läufern meinen herzlichsten Glückwunsch....
unter einer Stunde ;-)!!!
Euch allen noch einen schönen Tag.

Gruß
Klaus

Dornfelder

Mein lieber Frank!

Meines Wissens nach (und ich kenn mich ein wenig aus!) wird im Medoc kein Dornfelder angebaut! Und normalerweise trinke ich Weine, die aus dieser Rebesorte hergestellt werden, nicht!

ABER!!: Ausnahmen bestätigen die Regel!
Das war der beste Dornfelder meines Lebens und ne klasse Idee, das Bergfest zu zelebrieren!

Mit Euch lauf' ich jetzt immer, ich besorg mir noch nen "Tankrucksack!

Vielen Dank an Alle auf und neben der Strecke, es war ein grandioser Lauf!

Oliver

P.S.: Und Frank, nicht neidisch sein wegen der vielen Mädels, wenn Du mal so graue Haare hast wie ich, wirkst Du auch interessanter *grins*!

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