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Moin!

Ich bereite mich auf meinen ersten Marathon (Essen 12.10.) vor, bin mir aber unsicher bezüglich der anzustrebenden Zielzeit. Bei der Anmeldung vor ein paar Wochen hab ich mal behutsam eine 3:50 angegeben, obwohl diverse Marathon-Rechner bei meiner Halbmarathonzeit von 1:42 eine Zielzeit von 3:35 ausgeben.

Wie realistisch ist denn diese berechnete Zeit überhaupt? Für mich stellt sich halt die Frage, ob ich von vorneherein die 3:35 anpeilen soll oder lieber die 3:50... Essen soll ja sehr flach und schnell sein. Außerdem ist meine Halbmarathonzeit von Anfang Juli, seitdem habe ich 2 Kilo verloren und fühle mich nun nach etlichen Trainingskilometern ein Stück leistungsstärker. Meine langen Dauerläufe laufe ich mittlerweile in 6:00min/km.

Hoffe ein paar Tipps von euch zu kriegen :)

Viele Grüße
Bastian

Moin Bastian !

Überprüfe doch einfach am Sonntag Deine Form indem Du bei einem Halbmarathon alles raushaust. Das müßte doch gut in Deinen Plan passen ? Wenn Du da deine Zeit bestätigen kannst, würde ich auch nicht tiefstapeln sondern die 3:35 anpeilen.
Viel Erfolg am 12.10. !

Munter!
Alex

1.Marathon

1:42 für den Halben ergeben eben diese 3:35 für den Ganzen, ABER dies gilt nicht unbedingt für den 1.Marathon; hier sollte man schon 10% draufrechnen. Wetter usw. noch nicht eingerechnet.
Ich würde ruhig die 3:50 anpeilen, wenn hinten raus noch was geht(ab 35km) dann lass es krachen.
Das würde eine ordentliche Zeit ergeben und Du hättest für Deine nächsten Marathons auch noch Steigerungspotential.

Viel Glück
Uwe

Zeitenrechner sind schon

Zeitenrechner sind schon schick, aber Tagesform, Wetter, Strecke, etc. sind leider nicht kalkulierbar. Bei meinem ersten M hatte ich das gleiche Problem, wie Du jetzt. Habs einfach auf dem ersten 10er etwas langsamer angehen lassen und so bis km 18 immer wieder in mich reingehorcht. Mir gings gut, Form und Wetter paßte und so habe ich etwa km18 die Handbremse gelockert und km25 gelöst. Aufgrund der "langsamen" ersten 10 und des hohen Tempos hintenraus muß mich der Mann mit dem Hammer übersehen haben. Ich war wohl einfach zu schnell. ;-)) Es ist ein geiles Gefühl hintenraus permanent zu überholen! Und meine Erfahrung sagt, dass man nur auf seinen Körper hören muß, der sagt Dir schon, was lso ist.
Den zweiten M bin ich deutlich zu schnell los und wußte das auch schon bei km5, dachte aber das es schon gehen wird - ging nur bis km30.
Überleg Dir ne Richtung; z.B. 3:50 anlaufen und entscheide während des Lauf (es ist der 1.M), wann und wieviel Gas Du geben kannst. Viel Spaß Schalk

Vorsichtig ranlaufen

Ich hatte bei meinem ersten nach der HM-Zeit auch eine rechnerische Prognose von weit unter 4 Std, geworden ist es dann 4:11. Ich habe mich allerdings nicht gequält, bin nicht am Limit gelaufen, sondern locker, wie mein Körpergefühl war. Trotzdem waren die letzten 7 Km ganz schön heftig, obwohl ich in der 2. Hälfte deutlich schneller als am Anfang war, wo ich eher gebummelt habe.
Wie andere hier schon schrieben - es ist einfach ein super Motivationskick, wenn du reihenweise überholst, aber das setzt voraus, dass du da noch Reserven hast und nicht schon dein Pulver verschossen hast.

Ich würde den 1. nicht auf Bestzeit laufen, sondern einfach neugierig als Erfahrung nehmen, wie du mit der ungewohnten Strecke klar kommst und die erste Hälfte eher verhalten angehen. Ich stelle es mir ziemlich schrecklich vor, beim Debut aufgrund zu hohen Anfangstempos einzubechen und dann zu wandern oder noch Schlimmeres. Ein Freund von mir lief in Berlin mal mit einer sensationellen HM-Zeit los (um die 1:20) und ist ab 25 km so eingebrochen, dass er die zweite Hälfte über 1,5 Std. langsamer war, Massagepausen, schwarz vor den Augen, Wanderpausen - das ganze Programm der Hässlichkeiten eben. Und das muss ja nicht sein.

Wenn es nicht dein letzter Marathon sein soll, hast du auch die wunderbare Gelegenheit, beim 2. deine Bestmarke hochzuschrauben. Ich hab mich beim 2. mit einem sehr konsequenten und gezielten Training um 45 min verbessert und zwar ohne, dass ich total breit war. Wir laufen ja schließlich keine Weltrekorde, sondern wollen auch beim Laufen noch Spaß haben (ich zumindest).

Also viel Erfolg und eine kluge Renntaktik wünscht dir
dadarun

Leben ist Bewegung

Wie viel Lnge?

Vor allen Dingen, kommt es darauf an, wie du für den Marathon trainiert hast! Hast Du mindestens 6 Läufe mit 30 - 35 km gemacht??? Wenn ja, dann könnte mit viel Glück und Talent diese Zeit (3:35)rauskommen, wenn nicht, kannst du auch böse einbrechen und weit über 4 Std. brauchen , man muß mehr wissen um eine Zielzeit berechnen zu können. Ferndiagnose: Lauf auf eine 3:45, gleichmäßig bis km 30, wenn Du dann tatsächlich noch kannst (was eh nicht sein wird) kannst Du ja behutsam zulegen.

Feedback

soo liebe joggis, heute war es endlich soweit: mein erster Marathon (Essen) stand auf dem Programm!

wollte nur noch mal ein kurzes Feedback abgeben und mich für die wertvollen Tipps bedanken.

Ich habe mich zunächst in die geführte Gruppe um 3:45 eingereiht und bin brav den 5:19er Schnitt gelaufen. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich nichts 'leiste', es war einfach ne Nummer zu langsam. Außerdem war es im Pulk hinter den Zugläufern ganz schön unruhig. Bei km 15 hab ich mich dann von dieser Gruppe gelöst, um mein eigenes Tempo zu laufen. Ich bin einfach mal frei nach Gefühl drauf los und habe versucht meinen Rythmus zu finden. Die folgenden Zwischenzeiten (4:52/km) haben mich dann ein bisschen nervös gemacht, weil sie eigentlich ne Ecke zu schnell waren, aber ich hab mich halt einfach saugut gefühlt und mich daher fürs Pokern entschieden. Bin also erstmal einfach so weiter mit dem Schnitt und hab dann bei km 30 mal auf den Mann mit dem Hammer gewartet. Der hatte aber wohl anderswo allerhand zu tun und mich freundlicherweise verschont. :) Später bei km 35 lief es immer noch rund. Die letzten 7km waren dann eigentlich easy, ich konnte nochmal forcieren auf 4:45/km und bin so ins Ziel gelaufen mit einer Nettozeit von 3:32:42!

Fazit: das ist ein wirklich schöner Marathon in Essen, flach, gut organisiert, geile Landschaft... uneingeschränkt empfehlenswert. Beim nächsten Mal werd ich mir aber vornehmen ein bisschen gleichmäßiger zu Laufen und nicht die zweite Hälfte 10min schneller als die erste :)

achja und die Marathonrechner hatten Recht!!

Grüße

Basti_AC

So geht das...

Bestzeiten werden eigentlich meistens mit einer leicht schnelleren 2. Hälfte gelaufen. Das war das perfekte Debüt!

Wow!

Das muss ein hervoragendes Training gewesen sein.

Am Ende so schön schnell und die letzten 7 km dann auch noch leichtfüßig. Ganz groß! Das macht Mut.

Kannst Du verraten, wie viele Trainingskilometer Du seit August runtergespult hast?

respektvolle Grüße

marcus

leider hab ichs nicht

leider hab ichs nicht aufgeschrieben. Aber grob übern Daumen gepeilt würde ich sagen 50km pro Woche (im Durchschnitt, das pendelte so zwischen 0 und 90km) verteilt auf 3-4 Trainingstage pro Woche. Bis auf die letzten beiden Wochen vor dem Marathon ausschließlich lockerer DL, keine Intervalle, kein Tempotraining. Insgesamt hatte ich 5 lange Läufe, 2x25, 2x28 und einmal 35, jeweils ohne Essen, nur Wasser.

Grüße

Basti

danke, das macht Mut

Oh, das macht Mut. In den Umfängen habe ich auch trainiert.

Ich überlege, wie ich am Sonntag angehen soll. 5:19 min/ auf 3:45h oder etwas schneller für die 3:30h. Mein Plan war ein 3:30h, aber dennoch ist es halt der erste Marathon.

marcus

Glückwunsch zum ersten

Glückwunsch zum ersten Marathon und der 3:38 :)

Wie war's denn so? Mit welcher Strategie bist du gelaufen? Von vorneherein auf 3:45 oder auf 3:30 und eingebrochen? ;) Erzähl mal..

Grüße aus Aachen!
Basti

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