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Am Wochenende wollte ich unbedingt schon mal vorab die Strecke des diesjährigen Radio-MK-Laufs in Halver laufen. Irgendwie bin ich dann auf die wahnwitzige Idee gekommen gleich mit Hund und Kind (auf dem Fahrrad) auf die Strecke zu gehen.

Also habe ich Sonntagmorgen alle notwendigen Sachen zusammen gekramt:
Wasserflasche für den Hund, Kotbeutel natürlich für den Hund, Leckerchen für den Hund, Wasserflasche für meine Tochter, einen geschnittenen Apfel für meine Tochter und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Für den in Kürze anstehenden Dänemarkurlaub hatte ich bereits einen Grundträger auf dem Autodach montiert. Nachdem die Sachen verstaut und Hund und Kind angeschnallt waren, konnte es dann losgehen. Auf der Autobahn fing allerdings der Grundträger unheimlich an zu pfeifen und das in einer Lautstärke (und je nach Geschwindigkeit in unterschiedlichen Tonlagen), das der Hund sich zitternd an meine Tochter drückte. Erst nach knapp 10min hatte sich der Hund soweit beruhigt, das er sich etwas entspannte. Endlich angekommen musste ich dann aber feststellen, das ich den Fahrradhelm von Jana nicht dabei hatte. Das gibt Mecker von meiner Frau...

Kurz nach 10:00 Uhr ging es dann über den Gehweg auf die Strecke. Mit dabei hatte ich einen Kartenausdruck, um unterwegs nicht irgendwo falsch abzubiegen. Den Hund an der Leine bin ich dann vorgelaufen, während Jana hinter mir mit dem Rad unterwegs war. Nach ein paar 100m leicht bergab bremste Milla so stark, das ich ihm fast den Kopf abgerissen hätte. Kurz drauf hatte er auch schon einen herrlich dampfenden Haufen auf dem Gehweg platziert. Nur gut, das ich Kotbeutel dabei hatte. Dann konnte es endlich weiter gehen. Nachdem wir die letzten Häuser hinter uns hatten, ging es allmählich in den ersten Anstieg, der aber für Jana schon zuviel war. Also sind wir zusammen den Weg hoch gegangen. "Oben" konnte ich Jana dann angesichts des kommenden Bergabstücks wieder auf den Sattel lotsen. Da Milla immer wieder tolle Gerüche in der Nase hatte, kam es zu Beinahe-Unfällen zwischen Jana und Milla. Milla hat einen Bremsweg ähnlich eines Panzers, Jana dagegen musste mehrfach ausweichen, um dem Hund nicht in den Hintern zu fahren.
Nach etwa 500m ging es dann links in Richtung Wald über einen Feldweg. Auch hier musste Jana immer wieder schieben, da sie fahrend nicht weiterkam. Kurz nach einer Bahnunterführung einer ehemaligen Bahntrasse haben wir dann eine Pause gemacht, bei der Jana sich über den Apfel und die Apfelschorle hermachen konnte. Laufen hatte ich eh schon abgeschrieben.
Nach einem Blick auf die Karte konnte ich erkennen, das die ehemalige Bahntrasse Teil der Laufstrecke ist. Also sind wir dann nach 10min weiter den Weg gelaufen/gefahren. Allmählich ging der Weg in eine längere aber harmlose Steigung über. Jana hatte inzwischen die Nase voll und meckerte immer öfter ("lauf nicht immer so schnell", "immer läufst du vor", "immer muss ich das Fahrrad schieben"). Irgendwann hatte ich die Hundeleine und Milla in der einen Hand, während ich mit der anderen Hand das Rad den kleinen Anstieg hochgeschoben habe.
Nachdem die Steigung kaum noch spürbar war, ist Jana dann doch wieder gefahren, allerdings immer wieder unterstützt durch kräftiges Anschieben von mir. Dann hatten wir wieder den Ort erreicht und schon wartete der nächste Anstieg. Jana maulte wieder rum und schlug vor, das sie doch Milla an der Leine nehmen könnte und ich schiebe das Fahrrad. Dann würde ich auch mal merken, wie schwer ihr Fahrrad ist. Gesagt - getan. Die Straße hoch fast bis zum Ausgangspunkt habe ich dann in gekrümmter Haltung das Fahrrad geschoben, während Jana befreit vom Rad mit Milla über die Spielstraße getobt ist.

Für den Rückweg habe ich dem Navi dann aber Nebenstrecken verordnet wegen dem Gepfeife des Grundträgers. Auch wenn ich vom Laufen nicht ins Schwitzen gekommen bin, habe ich aber mit Hund und Kind genug zu tun gehabt. So eine Aktion werde ich sicher so schnell nicht wiederholen!!!

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