Benutzerbild von Dirk Stein

Eigentlich wollte ich heute nachmittag nur einkaufen gehen. Auf meinem Weg durch die Stadt bin ich dann aber über Stand gestolpert, der von von einer Krankenkasse und einem ortsansässigen Fitnessstudio in einer Einkaufspassage aufgebaut war. Körperfettmessung und "Fitness-Überprüfung" wurde da angeboten - so ´ne Art "Leistungsdiagnostik light".

Schnell mal gefragt, wie lang das Ganze so dauern sollte und nachdem mir gesagt wurde so etwa 10 bis 12 Minuten, hab ich mich entschlossen da mitzumachen - wohlwissend, dass die Aussagekraft des Ergebnisses nicht soo toll werden würde.

Also erstmal auf die Körperfettwaage und dann auf´s Fahrrad und losgestrampelt. 12 Minuten. Nach 9min meinte der nette Mensch, der den Test durchführte, wir könnten doch ruhig 20min machen. Dann wäre das Ganze aussagekräftiger. Nun gut. Mit der Zeit kam ich ganz schön ins Schwitzen. Als ich dann endlich bei 19min angekommen war, meinte er nur:"Machen Sie mal schön weiter" und verschwand. Ok, weiter gestrampelt und geschwitzt. 3min später kam er mit ´nem Becher Kaffee wieder. "Das ist ganz schön anstrengend hier, ich muss mich jetzt erst mal bei nem Kaffee erholen. Machen Sie mal weiter."

Na prima, der "Meister" (Sportmediziner und Diplom-Sportpädagoge) sitz da und schlurft Käffchen und ich?

Klatschnass geschwitzt durfte ich dann nach insgesamt 30min Feierabend machen und "Meister" präsentierte mir das Ergebnis:

Körperfett 15,5% - laut Tabelle 19,5%=sehr gut, 17,5%=excellent. Auch die Fitness bzw. das Leistungvermögen sei sehr, sehr gut. Dann fügte er noch hinzu: "Aber wir sprechen hier vom Normalbürger, nicht von Sportlern." (???)
Sportler sind demnach nicht normal...

Nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich seit knapp 2 Jahren laufe und kurz vor meinem 2. Marathon stehe, bot er mir noch ´ne Laktatmessung und ´nen individuellen Tainingsplan an. Und ´nen Trainingstip hatte er noch parat: Um meine Zeiten zu verbessern solle ich öfters versuchen, so lange wie möglich am Limit zu laufen.

Jetzt grübel ich darüber nach, ob ich diesem Rat folgen soll und ob ich mir tatsächlich ´nen Trainingsplan zusammenstellen lasse. Bis jetzt bin ich immer nur nach Lust und Laune gelaufen...

0

Kopfschütteln

DER Trainingsplan würde mich mal interessieren. Was heißt denn bitte "so lange wie möglich am Limit laufen"?? Was für eine Trainingsphilosophie soll das sein?? Bin ich froh, dass ich nur Hobbyläufer bin ;-)

Dann Lauf mal schön lange

Dann Lauf mal schön lange am Limit. Wenn du dann deinen ersten Ermüdungsbruch oder die Lust am Laufen verloren hast wirst du ja sehen ob du alles richtig gemacht hast :-) ... Mit Trainingsplan laufen verbessert auf jeden Fall die Zeiten, kenne aber keinen der Laufen bis zum Erbrechen beinhaltet...

gruß

P.S.: wer einen Marathon heil überstanden hat, der hat schon mal nicht sehr viel falsch gemacht

Mann, Mann, Mann,...

...wat es alles gibt. Vielleicht sollten wir sammeln und uns den Trainingsplan besorgen - wär' bestimmt 'n Brüller und Lachen soll ja gesund sein... :o)

Aber bitte: Besser als exzellent und sehr, sehr gut hört man doch gerne...

---
de nihilo nihil

So ein Schrott

Den Trainingsplan würd ich gern mal sehen. Selbst Tempoläufe sind zwar anstrengend, aber wahrlich nicht am Limit. Ganz ehrliche Meinung von mir: Vergiss den Müll, den dir dieser Diplom-Sportpädagoge erzählt. Lauf lieber nach Lust und Laune und streu ab und an mal ein Tempolauf ein oder Intervalltraning, aber nicht so nen Scheiß. Tut mir leid ,wenn ich etwas ausfallend in der Wortwahl bin. Aber so ein Schrott von einem diplomierten Sportpädagogen ist echt nur beschämend. Dann geh lieber zu einem normalen Leistungsdiagnostiktest. Bringt dir wesentlich mehr als dieser Schmarn.

Viele Grüße
Sascha

---

Vertraue deinem Körper und höre auf ihn!

auch Kopfschüttel, aber..

prinzipiell schließe ich mich auch den Kommentaren an bzgl. dieses komischen Kautzes, allerding denke ich, der meinte mit möglichst lange am Limit nicht wirklich das Tempo vom 100m Sprint möglichst auf 1000m zu halten. Das ist ja wohl blödsinn, aber Intervalle sind bei mir zu mindest das, was dieser Typ wohl meinte - am Limit laufen.
Gruß Schalk

kann man so nicht sagen

Wenn ich z.B. einen 15km langen Tempolauf mache, dann bin ich doch am Limit- und in der Marathonvorbereitung macht man solche Läufe durchaus (wenn man eine gewisse Zeit anstrebt und nicht nur durchkommen will)
Ein auf den eigenen Körper abgestimmter Trainingsplan ist sicherlich gut, nur muß man halt mal nachfragen, was für "Erfolge" der Herr denn mit seinen Plänen vorweisen kann? Ansonsten gibt es auch diverse Pläne (ja, auch welche die wirklich gut sind) im Netz.

Regelmäßige Tempoläufe bringen einen nach vorne, ...

... diese Ansicht ist auch in unserem Lauftreff verbreitet, wobei ich finde, dass - je nach Ambitionen - 1 bis 2x/Woche reicht.

Traingspläne sind auch nichts für mich. Ich gucke danach, dass ich die verschiedenen Traingsanreize jede Woche berücksichtige, aber je nachdem, wie ich drauf bin und Zeit habe, wird das Tempo spontan bestimmt.

laufend fit und gut drauf!

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links