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Gestern im Training haben mir einige ins Gewissen geredet, dass ich die langen Läufe mit zu hohem Puls, resp. zu schnell gelaufen bin (im Schnitt 78% bzw. 79% - zu Ende war ich so bei rund 83-84%) - da würde ich garantiert den Hammermann im Marathon treffen, wenn ich die langen nicht langsamer laufen würde. Also wollte ich heute mal auf kürzerer Strecke ganz pulskontrolliert laufen - nicht über Puls 140). Uargh, war das ätzend. Bin im Schnitt eine pace von 6'48 bei Puls 76% (136) gelaufen. Hallo??? Ich komme wohl gar nicht mehr vorwärts. Heul... Irgendwie passen bei mir die Wettkampfzeiten mit den theoretischen Pulswerten bei entsprechender pace im Training 0,0 zusammen.

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Qualen nach Zahlen

Hi crema,
neben den ganzen Zahlen (Puls und Pace) hast Du allerdings noch ein anderes Parameter für Deine langen Läufe: Dein Gefühl. Wie hast Du dich am Ende des letzten langen Laufes gefühlt? Hattest Du auch das Gefühl, Du warst zu schnell? Oder hättest Du noch (locker) weiter laufen können? Fragen über Fragen, die aber eventuell den Unterschied ausmachen können zwischen Hammermann und Wattebauschmann:-). Vielleicht sogar besser als ein paar Prozentpünktchen weniger auf der Pulsuhr. Und das der Puls so ab Km 25 höher wird, weißt Du wahrscheinlich sowieso. Du läufst die langen Läufe schon sehr gut langsam. Also in dem Bereich kann meiner Meinung nach etwas weniger Pulskontrolle und etwas mehr Bauchgefühl nicht schaden.
Gruß, Marco
You´ll never denkdieFormkriseweg alone

So leid es mir tut

...(wirklich), da muss ich dem sehr geschätzten Kollegen Laufastra widersprechen. Bauchgefühl ist alles ok bei kurzen und mittellangen Läufen. Bei 30+ würde ich eisenhart auf meine Pulsuhr schauen und komme, was da wolle, unter 75, möglichst bei knapp über 70% maxP bleiben. Es gibt so viele sportmedizinische und trainingswissenschaftliche Aussagen darüber, dass zu schnell gelaufene Longjogs kontraproduktiv sein (im Sinne des Fettstoffwechseltrainings) und die gute M-Zeit kosten können, dass ich da kein Risiko eingehen würde.

Leben ist Bewegung

Hilfe...

bei 70-75% laufe ich echt besch* - ich habe den Eindruck, dass mein Laufpuls in einem relativ engen Bereich liegt. Bei 7'00/km und langsamer leidet mein Laufstil. Sobald ich mich darauf konzentriere, "schöner" zu laufen, geht mein Puls hoch. Grrrrr....

langsam laufen....

also- vom langsamlaufen weiß ich mehr, als ich je wissen wollte ;-) und ich kann es nur bestätigen: je öfter man es hinkriegt, um so mehr kommt man in allen lebens- äh, lauf- lagen in form, echt. mein formtief hab' ich glaube ich auch vom "etwas zu schnell rennen" gehabt, werde ich morgen genauer wissen.
hihi- und das mit der pulsuhr stimmt... ich brauche auch nur an was falsches zu denken: sproinggg -schon tilt die uhr :-))

grüße, reena

Braucht Dir nicht leid tun

kann konstruktive Kritik vertragen,
ich wollte crema auch keineswegs dazu anstacheln, ihre langen Läufe schnell zu laufen, sondern hier geht es um langsam oder noch langsamer. Crema ist ihren letzten langen Lauf schon in einer Pace von 6:45 gelaufen (wohl bei den obigen Puls-Prozent-Werten). Ihre 10km- und HM-Bestzeiten deuten für eine Marathon-Anfängerin auf eine realistische Endzeit von 4h15-4h20 hin (Pace knapp über 6). Da ist 6:45 für den Langen Lauf eigentlich eine gute Marke, nur die Pulswerte passen nicht so ganz dazu. Deswegen mein Einwurf mit dem Bauchgefühl. Rein TrainingsTHEORETISCH würde ich Dir und Nezzwerker recht geben, und ganz so radikal wie meerunner sehe ich es nicht, Pulskontrolle beim langen Lauf halte ich auch für eher nicht entbehrlich.
TrainingsPRAKTISCH hab ich mich (als Beispiel) jahrelang bei den langen Läufen in einem Bereich von 75%-80%max bewegt, ohne das es mir merklich geschadet hat, nur in diesem Jahr geh ich auf die von Euch erwähnten und sicherlich auch optimalen 70%, um noch ein paar Minuten mehr rauszukitzeln.
Gefährlich für Crema würde ich es erst dann halten, wenn sie die langen Läufe konstant schneller und in einem Pulsbereich über 80%max laufen würde.
Aber Crema scheint hier sowieso ein Sonderfall und in keine Schablone zu passen:-)
Und jetzt schreib ich einen Satz, der Crema nun überhaupt nicht weiterhilft: letztendlich sind wir alle schlauer, nachdem Crema ins Marathonziel gekommen ist und ihre Erfahrungen und Lehren aus der ersten Vorbereitung zieht.
Gruß, Marco
You´ll never trainingstheoretisier alone

Ich hab' wenig Ahnung...

...was wirklich hilft, aber würde von der Trainingstheorie dadarun zustimmen.

Meine Erfahrung ist: Wenn man einfach mal so langsam läuft, ist der Puls relativ hoch. Weil: Ungewohnt und deswegen ineffizient.
Das betrifft 1. den ganzen Bewegungsablauf und 2. das Mitochondrientraining. Die können bei Dir eher bei den schnelleren Läufen effizient umsetzen.

Mach' das ein paar mal aktiv ausprobierend über kurze Strecken (Rücken gerader, hängenlassen, "ohne Arme", mit sauberem Parallelhub und Dreieck, Kopf höher, Fuß hinten länger stehen lassen usw.) und setzt das mal über 15 oder so Kilometer (kannste mal 'n trainingsfreien Tag für opfern, macht ja nix...) um und Du wirst beim nächsten langen Lauf sehen: Puls geht runter, Pace geht rauf. Ein bisschen. Reicht ja auch.

Bei 6'40" klar unter 75% (besser halt so 71/72%) wäre ja schließlich schon alles gut, oder?

Des wird scho.

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de nihilo nihil

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