Benutzerbild von Harigo

Habe nach ca. 2 Jahren Vorbereitung und ca. 1.500 km Trainingsläufen und diversen Halb-Marathons im Mai meinen ersten Marathon erlebt: Karstadt Marathon in Essen. Finisher-Zeit 03:51:00. War damit für das erste Mal sehr zufrieden. Etwa 2 Wochen nach dem Marathon wollte ich locker wieder anfangen zu laufen, doch da waren wieder diese Schmerzen in beiden Leisten und im Unterbauch, so in der Blasengegend. Fühlt sich an wie Muskelkater, nur geht leider nicht so schnell wieder weg. Diese Beschwerden hatten schon so im Januar/Februar allmählich begonnen und wurden bei jedem langen Lauf stärker.

Zunächst dachte ich, das geht vorbei, bin wohl nur überanstrengt vom Marathon- Training und -Lauf - also nochmal 4 Wochen Pause. Ohne Laufen bin ich praktisch beschwerdefrei. Danach dasselbe. Bin dann zum Orthopäden. Der hat geröntgt und mir empfohlen das Laufen aufzugeben. Meine Hüftgelenke seien stärker als altersgemäß verschlissen (bin 49 Jahre, hatte vorher nie Probleme mit den Hüftgelenken). Diese Empfehlung zieht mich total runter. Kann ich jetzt gar nicht mehr laufen?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wer hat Ratschläge für mich? Bin echt down.

Freue mich auf ein bischen Aufmunterung.
Harald

0

2. Meinung

Hol' dir eine 2. Meinung ein, am besten von einem Orthopäden, der selber läuft.

hmm...

Guten Morgen,

hast Du eine zweite Meinung eingeholt?
Ich bin da immer vorsichtig... in jungen Jahren hatte ich Knieschmerzen und mich wollten 5 Orthopäden wg. 5 verschiedener Diagnosen am Knie operieren (ging von Knorpelabnutzung über Bänder-Irgendwas bis hin zum Miniskusschaden - mit 16...) - erst der 6. Arzt kam drauf, dass es event. von der Wirbelsäule ausgestrahlt werden könnte - bingo.
Bekam eine Zeitlang Spritzen danach war es nie wieder Thema. :-)

Von der ersten Beschreibung her könnte es auch ein Leistenbruch sein, sowas kriegt man häufiger als man denkt und es schränkt ein.

Ich würde Deine Liebe = das Laufen nicht so schnell aufgeben.
Drück die Daumen für eine anderslautende Diagnose!

Viele Grüße!

Moin Harigo !

Crema nimmt mir die Worte aus dem Mund. Erkundige dich doch vielleicht bei den regionalen Vereinen nach einem laufenden Doktor. Notfalls fährst Du halt ein paar Kilometer.
Aber auch wenn sich die Diagnose (welche überhaupt?) bestätigt, ist es bestimmt nicht das Ende jeglichen Ausdauersports.

Munter!
Alex

Oh verdammt

Was fuer 'ne Scheiss-Diagnose!!

Allerdings ist Orthopaede nicht gleich Orthopaede. Hol Dir doch noch eine zweite Meinung ein, am Besten von einem Orthopaeden, der selbst laeuft.

Was die von Dir beschriebenen Schmerzen mit den Hueftgelenken zu tun haben sollen, versteh ich nicht. Ich denke, dass Du schon in der Lage bist, zwischen Gelenk- und Muskelschmerzen zu unterscheiden. Leider trauen die meisten Aerzte ihren Patienten nicht zu, ihren Koerper zu kennen und auftretende Schmerzen korrekt zu lokalisieren. Dann "doktern" sie so lang herum, bis sie irgendwas finden und das, was Dir da gesagt wurde, sind 08/15-Diagnose und -Ratschlag. Das kriegt so ziemlich jeder zu hoeren, der dem Arzt erzaehlt, dass er Langstrecke laeuft.

Du hast Muskelschmerzen beschrieben. So wie Du sie beschreibst, kenne ich sie auch. Hatte ich zu Anfang auch oefter und ich denke, die kommen vom Heben der Beine. Da wird die Unterbauchmuskulatur angestrengt. Allerdings sollte die bei Deinem Training schon laengst angepasst sein. Also vielleicht schwaches Bindegewebe am Bauch, Stichwort drohender Leistenbruch?

Ich bin kein Arzt und Ferndiagnosen sind immer Kaese. Aber es gibt Aerzte, die helfen Dir, mobil zu bleiben und es gibt Aerzte, die schicken Dich auf's Krankenlager.

Geh zu einem anderen Arzt.

Alles Gute und vor allem recht schnelle Besserung!

s:)

PS: Ja, ich bin ziemlich voreingenommen gegen Aerzte. Weil es so verdammt schwer ist, einen Arzt zu finden, der wirklich interessiert ist und einem wirklich helfen will. Habe in meinem ganzen bisherigen Leben nur zwei Aerzte gefunden, die nicht empfohlen haben, mit dem Sport aufzuhoeren. Diese zwei haben mir geholfen, weiter zu machen, haben auch mal gesagt, dass man halt durch den Schmerz durchlaufen muss, solange er ertraeglich ist. Und es wurde jedes Mal nach einer Weile wieder besser und das betroffene Gelenk war nachher staerker als zuvor.

Es ist mutig von einem Arzt, Dir solche Durchhalte-Ratschlaege zu geben, denn wenn's nicht gut geht, kann es passieren, dass ihm die "Schuld" gegeben wird. Ich versteh das schon, aber manchmal muss man eben auch ein bisschen mutig sein...

--
Kinder sind ein schlechter Hundeersatz. (Gert Haucke)

[Gewicht]...was bei 50km/Woche nicht verschwindet, gehört wohl zu mir dazu.
(Alex Dummer)

Da stoße ich...

... ins gleiche Horn: Ich hatte vor 1,5 Jahren massive Schmerzen in den Knien (obwohl ich kaum Sport machte und fast nur im Büro sitzen musste), ging zum Orthopäden und der meinte: "In Zukunft bitte keine Sportarten mehr die die Gelenke belasten, also so was wie Volleyball oder Laufen. Und jetzt auch mal sechs Wochen keine Treppen steigen, etc...". Als Volleyballer und Läufer war ich natürlich begeistert.

Irgendwann wurden die Schmerzen immer schlimmer und da habe ich mir gedacht: Na, wenn ich eh schon leider, kann ich auch Sport machen... fing wieder an zu laufen und war nach vier Wochen beschwerdefrei. Beim nächsten Besuch erwähnte ich das und bekam als Antwort: "Ach ja? Super. Naja, kann man ja nie wissen, was jetzt der Grund ist... aber ich habe ja auch nur empfohlen, nicht zu laufen. Aber dann machen Sie jetzt ruhig weiter...". Da fällt man doch vom Glauben ab ;-).

Insofern: Zweite Meinung einholen... und gute Besserung!!!
iSoul

2.meinung

schliesse mich meinen "Vorbloggern" an, gehe zu einem laufenden Orthopäden, gibt es leider wenige,aber es gibt sie, und lass dich durchchecken,für mich hört sich das ganze mehr nach Muskel/Sehnen -Problem oder Überlastung an.
Unser "Hobby-Läufer" Dilemma ist eigentlich die leider auch hobbymässige Betreuung/Beratung, ich habe ziemliche O-Beine, im Laufshop(2 verschiedene mit jeweils Videobandanalyse) sind mir Schuhe verkauft worden, die innen erhöht sind, was den Druck auf die Knie aussen noch verstärkte,Folge(nach 1000km): Iliotibiales Bandsyndrom = Läuferknie,
beim HH-Marathon Desaster,Ausstieg beim km 23 wg. übelster Schmerzen,mein Lauforthopäde(musste 8 Wochen auf einen Termin warten,hat sich aber gelohnt) hat das Problem erkannt und entsprechende Einlagen verschrieben und mir einen guten "Läufereinlagenmacher"(auch da gibt es Gute und nicht so Gute) empfohlen, für den Münster-Marathon am 14.09. mache ich mir über dieses Wehwehchen momentan die wenigsten Gedanken.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links