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Es ist ein schöner Lauf mit netten Leuten und guter Stimmung. Die Strecke kenne ich teilweise von meinen normalen Trainingsläufen. Und die Sonne scheint auch. Super Startbedingungen also.

Nach dem Start wissen meine Beine, was sie zu tun haben, ich finde meinen Rhythmus, laufe mich frei. Ab km 6 etwa habe ich meine persönliche und sehr nette Pacemakerin, Kirsten, gefunden. Gleicher Rhythmus, gleiches Tempo – klasse! – laufen wir nebeneinander her, und als uns auf der Wendestrecke nach km 8 die ersten Läufer wieder entgegen kommen, kommen wir miteinander ins Gespräch. Verlangsamen gelegentlich etwas das Tempo, wenn einer von uns zurückfällt.

Nach 15 km holt uns mein Trainingspartner ein, mit dem ich mich eigentlich zu diesem Lauf angemeldet habe und den ich – weil ich mich entgegen meinen Vorsätzen von der Masse habe mitreißen lassen – schon am Anfang aus den Augen verloren habe. Ab km 17 passiert es dann, wie beim ersten Halbmarathon auch: mein Schweinehund, der ohnehin kaum noch eine Chance hat, mich am Laufen zu hindern, hat einen neuen fiesen Trick: er füllt Kieselsteine in die Beine, will heißen, die werden ganz rasch so schwer, dass ich sie kaum noch vorwärts kriege. Kirsten, die noch mit mir läuft, geht es, glaube ich, auch nicht viel besser. Deshalb an der Versorgungsstation noch schnell einen Schluck trinken, eine kurze Steigung hoch g e h e n. Mit einem gegenseitigen Aufmuntern „komm, das schaffen wir noch“ geht es wieder ein Stück im Laufschritt weiter, bis sich die Muskulatur um meinen Magen zusammenzieht, mir fast übel wird und die Beine wegsacken wollen. Kann mir einer erklären, woher das kommt? Den 19. Kilometer kann ich nur gehen, meine Pacemakerin muss alleine weiter. Ein paar Minuten später wird es dann endlich soweit besser, dass ich mit einem Lächeln schließlich ins Ziel einlaufen kann.

Kirsten aus Südkirchen, Dir noch mal ganz lieben Dank, es war schön, mit Dir zu laufen. Und wenn es bei Dir in der Umgebung einen Halbmarathon gibt oder Du wieder in Iserlohn läufst, laufe ich gerne wieder mit Dir, dann werde ich gegen die Kieselsteine in den Beinen Datteln und Bananenstücke für uns dabei haben, damit halten wir unser Tempo bis zum Ziel ;-).

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