Benutzerbild von bixente

Da im Oktober der Start über meinen ersten Ultralauf von Bispingen nach Winsen ansteht und dieser in der ersten Hälfte recht wellig sein soll hatte ich mich vor Wochen schon für den Blankeneser Halbmarathon angemeldet. Wer das Blankeneser Treppenviertel kennt, weiß, was es dort für schöne Treppenanlagen gibt. Ich selbst war dort einige Male spazieren, wahrlich eine einzigartige Gegend in Hamburg - aber zum Laufen irgendwie ungeeignet!?!
Egal - nicht umsonst trägt die Veranstaltung den Namen Heldenlauf. Erstens sind die Veranstalter reine Helden, da sie es schaffen, uns Läufer derart zu schröpfen: 29€ Startgeld - dafür gibt es randvolle Becher mit Wasser auf der Strecke, ein fast durchsichtiges knallgelbes T-Shirt und die wohl hässlichste Medaille aller Zeiten aus dünnem Blech. Dazu noch € 3 für den Zeitchip... So kommt man an Geld - Helden.
Helden sind aber auch die Läufer, die die Strecke bewältigt haben.
Der Beginn bzw. die erste Hälfte rollt entlang der Elbe durch einige Wohnviertel, durch zwei Parks, die zwar wellig sind, aber keine großen Hürden darstellen. Der Schnitt von 4:30 schien mir zu schnell für das, was noch kommen würde - aber es lief so gut, da habe ich das Tempo einfach durchgezogen. Wieder am Elbufer angekommen drohte uns ein Zuschauer noch: "Gleich kommt der Waseberg!" Wahr doch glatt gelogen - obwohl ich lieber den Berg auf der Straße gelaufen wäre als die auf der gegenüberliegenden Treppen hochzurennen. Einige Experten stürmten die ersten Stufen hoch als würde es oben eine Belohnung in der Form eines Freibieres geben. Zwei Stufen auf einmal und dies mit einem Elan...
In der Mitte wurden sie locker eingeholt und durchgereicht. Es waren viele Stufen, sehr viele, oben angekommen leicht zittrige Beine, aber der anschließende Abschnitt war abfällig, also kam man wieder schnell in sein Lauftempo zurück. In der Falkenschlucht wartete dann aber eine noch gemeinere Treppe auf das Läuferfeld. Der Blick nach oben versprach nichts Gutes. Kein Ende in Sicht - wie viel Stufen mögen das gewesen sein? Ich schätze 50-60 - habe nicht mitgezählt. Die letzten zehn bin ich schließlich gegangen - mit Druck auf die Oberschenkel, um doch einigermaßen zügig hoch zu kommen. Jetzt waren ca. 17 km absolviert - nur noch vier bis ins Ziel, das sah doch alles noch gut aus. Doch zwischen km 18 und 19 folgte ein letzter gemeiner Anstieg - nicht sonderlich steil, aber langgezogen. Das Feld wurde immer langsamer, das Keuchen lauter. Aber auch das wurde bewältigt - dann ging es bnis zum Ziel fast nur noch leicht bergab. Am Marktplatz tolle Stimmung - im Ziel dann 1:42:09 - fast drei Minuten unter der geplanten Zeit. Natürlich doch etwas deutlich über der persönlichen Bestzeit - aber wohl niemand der hier anwesenden Läufer ist im Treppenviertel Bestzeit gelaufen. Dafür sind solche Läufe auch nicht vorhanden. Landschaftlich äußerst reizvoll, wunderschöner, aber sehr anstrengender Lauf. Mir persönlich nur eine Spur zu teuer...

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Echter Held

Super Zeit !! Diesen Lauf bekommt man wirklich nicht geschenkt. L G

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch und Hut ab zu dieser

heldenhaften Zeit. Das schaff' ich nicht mal auf der Ebene!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

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