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Allmählich kommt wieder Leben in unsere Laufrunde. Lauffreund Günti rief mich an, er habe einen langen Lauf von 32 - 35 km anvisiert. Auf dem Programm stand unsere berüchtigte "Quälix-Magath-Runde", die mit vielen langen Steigungen und 550 m garniert ist. Günti wollte heute seinen Puls nicht so pushen und diesen langen Lauf langsamer als sonst angehen. Ich sagte natürlich zu, doch wer Niedrig-Pulser Günti kennt, weiß, dass diese in Bezug auf das Tempo gemütlich klingende Ansage, hammerhartes Training bedeutet, vor allem, wenn man urlaubsbedingt zum Flachlandtiroler mutiert ist.

Genauso wenig durfte man sich von seinem fast schon winterlichen Outfit blenden lassen. In weiser Voraussicht wagte ich mich mit 3/4-Tight und T-Shirt in den kühlen frühen Morgen. Trotz der niedrigen Temperaturen war spätestens nach 5 km klar, dass ich outfitmäßig richtig lag. Das erste Streckendrittel lief sich schön locker so dass auch ein netter Plausch drin lag. Die erste lange Steigung brachte mich endgültig zum Schweigen. Ich versuchte mir vorzustellen, dass es jetzt nicht bergauf, sondern bergab ging, doch nicht mal meine eigene blühende Fantasie konnte mich überzeugen. Allerdings: auch die fieseste Steigung hat mal ein Ende! Auf der Höhe folgten etwa 5 dankbare leicht abschüssige Km, bevor es in das nächste beschauliche Örtchen ging.

Wieder gab's eine fiese Steigung. Ich hatte das Gefühl, dass da noch ein extra Hubbel mit eingebaut war! Günti tänzelte mit der üblichen Leichtigkeit voraus und ich schnaufte hinterher. Während ich schwitzte, war Güntis Laufjacke für ihn genau richtig! Es folgte ein welliges Profil und mit der nächsten Steigung lief ich geradewegs in meinen toten Punkt hinein, so dass Günti mich dann doch daran erinnern musste, dass wir wenigstens einen 6er-Schnitt halten sollten, denn schließlich wolle ich ja auch auf meine Marathon-Zeit von 3:50 aufbauen!

Das ist das Gute an meinen Lauffreunden, die sagen frei heraus, was Sache ist und locken einem damit nochmals so richtig aus der Reserve, bzw. verpassen einem den nötigen mentalen Tritt in den A.... Wäre ich allein losgelaufen, hätte ich es zwar auch durchgezogen, wäre aber in mein Wellness-Tempo verfallen. Ich riss mich nochmals am Riemen und schaffte es sogar, die nächste Steigung neben dem heute "langsamen" Günti zu laufen. Endlich waren wir oben und kamen in das letzte Streckendrittel. Eine kleinere vorletzte Steigung noch, dann hätte ich direkt heim können. Da ich einen Marathon vorhabe, muss frau sich auch mal ein bissel quälen. Also blieb ich Günti auf den Fersen. Es ging durch ein sehr schönes, aber nicht enden wollendes Waldstück. Bergziege Günti war so fit, dass er noch einen Umweg nahm und die letzte fiese Steigung Richtung meinem Tollhaus mitnahm. So konnte er sein Km-Portefeuille noch um einen Zusatz-Km mehr füllen.

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Yo.

Sind jetzt die 3:30 im MT fällig, was? Ich verneige mich in Ehrfurcht...

liebe MC !

ich komm mir bei dir vor wie bei der total schlanken freundin, die sagt sie wär zu dick!
so wie du läufst, wär doch jede durchschnittliche jogmaperin superüberzufrieden!!!!!!!!!
merkst du nie deine muskeln/knochen? was du so leistest widerspricht doch all dem, was ich so übers lauftrainig lese. andererseits find ich es total faszinierend. ich möchte meinen ersten marathon auch lieber laufen, wenn ich vorher schon sub 40 gelaufen bin.
ich bin einer deiner größten fans - bleib so wie du bist - christiane

ui

spätestens seit seit meinem letzten Wettkampf am Rander der schwäbischen Alb weiß ich was ihr Schwarzwälder so zum leisten im Stande seid!
Hut ab und weiter so!

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

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