Nach etlichen Anläufen hat es gestern geklappt: Ich bin meinen ersten "Wettkampf" gelaufen. Anfänglich war die Teilnahme an einem Marathon geplant, doch überfleißiges Training und dadurch bedingte Verletzungen haben mich eines besseren belehrt und ich mich für einen halben entschieden. Run-am-Ring sollte, durfte und musste es sein.

Am Freitag in die Eifel gereist: Regen, kalt, windig. Startunterlagen abgeholt, Zimmer bezogen, Pasta-Party - basta! Der Freitag ging ähnlich schnell rum wie die Nacht die bei mir um 5:00 endete. Aufregung machte sich breit und regte meine Verdauung zu übermäßiger Arbeit an. Die Pasta trennte sich schon wenige Stunden nach dem Verzehr von mir.

7:00 Uhr Frühstück: Zwei Scheiben Vollkornbrot mit Marmelade, zwei kleine Tassen Kaffee und einen Liter Wasser. Anziehen, Tasche packen, Material checken, Startnummer befestigen. Abfahrt zum Ring 7:45 Uhr. Parkplatz suchen, ins Fahrerlager marschieren, nach Bekannten ausschau halten.
Per Zufall treffe ich einen Rennfahrer aus der Langstreckenmeisterschaft der mit drei Kumpels starten will. Angeschlossen, umgezogen, Sachen abgeben in den Startblock stellen. Große Aufregung bei mir und nur am Rande bekomme ich mit dass der Startschuss gefallen ist.

Ruck zuck schießen etliche Läufer an mir vorbei und mit einem Kumpel des Rennfahrers mache ich mich auf den Weg die Nordschleife zu bezwingen (diesmal ohne Auto). Wir werden von vielen Läufern überholt, doch ich kenne den Ring und versuche mit meinen Kräften zu haushalten. Die Quiddelbacher Brücke im Rücken gehts den ersten kurzen Berg hoch und ich überhole erstmals ein paar Läufer. Bis zum Adenauer Forst habe ich zahlreiche "Sprinter" wieder eingefangen und weiß, dass die Härteprüfung noch kommt. Die Ex-Mühle gibt einen ersten Vorgeschmackt, ab dem Bergwerk gehts nur noch bergauf - von 300 Meter über NN bis auf knapp 800 Meter über NN. Vielen geht die Puste aus und mein Haushaltsplan geht auf: Ich mache Boden und Plätze gut - denke ich zumindest. Kurzer Griff zum Wasserbecher, ein Schluck und weiter gehts. Mein Mitläufer hat sich verabschiedet. Etwa 4km vorm Ziel ein neuer Mitläufer: Fast 20 Jahr jünger läuft er an meiner Seite den Rest der Strecke und mit mir durchs Ziel.

Fazit: Ein toller Lauf mit hohem Anspruch. Ohne mein Intervall- und Bergtraining wäre ich verkauft gewesen. Vier Wochen vorm Lauf min. 60 km Training pro Woche haben Wirkung gezeigt. Die Distanz war kein Problem aber weit über 500 zu bewältigende Höhenmeter sind schon eine Hausmarke. Geschafft ist Geschafft - im nächsten Jahr steht die Zeit im Vordergrund!

Aber: Auf der Strecke gab es stark "verdünnten" Energiedrink der wiederlich schmeckte. Keine Energieriegel, dafür Bananen auf dem Tablett. Mir hat das Wasser gereicht...... Im Ziel gab es Erdinger alk-frei, wofür man min. 10 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen musste. Mindestens doppelt solange hat es gedauert bis ich meinen Kleiderbeutel hatte. Meine Zeit und eine Urkunde habe ich bis jetzt noch nicht und nach fast einer Stunde Wartezeit vorm Drucker auch keine Lust mehr zu warten. Nach mehr als 24h sind die Zeiten noch nicht im Netz. Schade.

Ansonsten: Empfehlenswert für jemand de nicht am platten Ufer eines Flusses laufen will und die bergige Herausforderung sucht. Übrigens: Mein selbst gemessene Zeit lag um 2:20 Stunden!

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Zeit

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Gruß

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