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Verschiebung der Startzeit, auf Grund der hohen Nachmelde-LäuferInnen-Anzahl. Das ist prima für den Verein. Damit hat wohl niemand gerechnet, dass dann doch so eine große Läuferanzahl vor dem Startband wartet.
Das Wetter hatte für den Lauf wohl anderweitig die Wärmegrade vergeben. Vor dem Start war es doch recht kühl, während des Laufes angenehm in der Temperatur. Der Wind schaffte es dann doch in Erinnerung zu bringen, dass die Wärme nicht der Sonne zu verdanken war, sondern ihre Ursache in der Herausforderung für Beine und Gesamtorganismus hatte.
Ich fand es schön, dass das Gedränge nach dem Start fast ausschließlich mit Humor genommen wurde, irgendwie war wohl doch allen kühl und die Nähe so vieler anderer wärmte.
Der Horbachpark bietet ein angenehmes Ambiente um sich in die kommenden 21 Kilometer einzulaufen. Wir alle wissen, der erste Stadtteil, "Spessart", liegt auf dem Berg.
Einen guten Rhythmus zu finden ist wichtig, irgendwann ist jeder oben. Welch Ausblick, welch schöne Landschaft. Der nächste Stadtteil "Schöllbronn", ich war hier noch nie und es lohnt sich hier hoch zu laufen.
So fordernd wie die Strecke ist, Asphalt, Waldweg, Schotter und ganz oben auf der Höhe dann der Blick nach unten, auf ein sonnenüberflutetes Ettlingen. Da hier der Weg uneben ist, können die Blicke nicht allzu sehr verweilen. Vorsicht heißt jetzt die Devise. Das Tempo kann jetzt bergab Richtung "Oberweier" schneller werden. Es geht ja noch bergab und Vorsicht! Steine, ein Schlagloch, ein Aststück, die Knie brauchen Schutz, sicher auftreten, sicheren Stand finden. Diese Straßen in "Oberweier" kenne ich nicht, hat sich also doch der Lauf gelohnt, lerne ich doch die Stadtteile kennen.
Da steht ein Tisch mit einem Fässchen Bier. Ich nehm doch lieber das Wasser ein Stück weiter die Straße entlang, obwohl die Geste der Feiernden so interpretiert werden konnte, dass mir ein Schluck nicht verwehrt worden wäre. "Ettlingenweier" auch hier unbekannte Straße. Jawohl Applaus, ein wenig Klatschen, das fördert die Bewegungsfähigkeit der Beine. Meine Güte, schon "Bruchhausen", dann geht es ja nur noch entlang der Bundesstraße zurück nach Ettlingen.
An allen Kreuzungen sichere Absperrung, ich brauch gar nicht drauf zu achten, ich kann laufen, das ist prima, die vorbeifahrenden Autofahrer Hupen, schreien aus dem Fenster "Schneller, schneller" -Witzbolde-.
An der Fußgängerbrücke, der Streckenposten der war echt gut, in aller Ruhe sagt er "noch 2x rechts rum dann ham'ses". Er hat recht! Der See im Horbachparkt leuchtet, "Ziel" ist zu lesen und ich habe es geschafft. Prima. Da lass ich mir doch gerne meine Plakette umhängen, nehme die Rose in Empang und die Glückwünsche.
Noch ein Glas Wasser. Schade, zu essen gibt es nichts, Hunger, dann esse ich jetzt wenigstens die Rosinen und die 2 getrockneten Aprikosen, hab die ja als Notverpflegung 21 Kilometer mitgetragen.
Die Schlange am Kuchenbuffet ist mir zu lang. Da gehe ich jetzt einfach heim. Jetzt habe ich die Stadtteile kennengelernt - ja, ich weiß ein bisschen. Aber da werde ich vor dem nächsten Halbmarathon mal wieder hingehen. Reizvolle Stadt in der ich lebe, und ein Teil dieses Reizes, das weiß ich jetzt, gebührt den Stadtteilen.
Danke für die Auswahl der Strecke und die prima Organisation.

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ein schöner Bericht

Eine sehr schöne Wettkampfschilderung. Gratulation zu Deinem HM. Meine Hochachtung.
LG.
Rennobst

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