Hallo Laufgemeinde,

ich bin ja gerade dabei mich auf meinen ersten Marathon vorzubereiten. Es läuft eigentlich ganz gut, nur stellt sich mir die Frage ob ich meine Trainingsläufe splitten sollte. Direkt vor meiner Haustür habe ich einen See, der einmal umrundet 6,3 km Laufstrecke hergibt, eine ideale Trainingslocation. Die Strecke ist sehr ruhig, es gibt andere Läufer und Walker aber das hält sich in Grenzen, macht also richtig Spass dort. Der Marathon wird ja logischerweise auf der Straße ausgetragen, deshalb habe ich ein wenig Angst, zu wenig auf Straßenbelag zu trainieren. Manchmal laufe ich schon auf der Straße, das sind aber derzeit nicht mal 20% meiner Trainings. Kann es da beim Marathon zu Komplikationen kommen und sollte ich daher mehr auf Straßenbelag trainieren?

Probiers aus

ich selber merke keinen grossen Unterschied, aber einige Kollegen haben mit Asphalt Probleme. mach einfach frühzeitig einen langen Lauf mal auf Asphalt, um ggf. den Asphaltanteil langsam steigern zu können, falls es Probleme macht.

Ist ein Frage des Laufstils, lässt sich also wohl nur individiell resp durch ausprobieren beantworten ...

Matthias

der Waldboden ist für den

der Waldboden ist für den Aufbau ganz gut, weil er besser dämpft und somit nicht alles so über die Gelenke geht. Außerdem läuft sich wald allgemein auch schwerer, also noch mal höhere Belastung; das trainiert. Gehe gegen Ende der Vorbereitung Stück für Stück (erst 10, und Steigern nach Gefühl bis 30km) auf die Straße. Ich habe immer mindestens einen langen Kanten zu mindest mit hohen Anteilen Asphalt gelaufen. du wirst merken, dass du schneller bist auf Asphalt und die Beine gewöhnen sich an die stärkere Stauchung.
Gruß Schalk

Jo!

Ich war jetzt 2 Wochen im Urlaub am Müritz Nationalpark. Konnte im Wald wie ein Wilder laufen, tolles Training, großartige Natur. Herrlich, Herrlich herrlich!!!
Und keine orthopädischen Probleme! Nach meiner Rückkehr nach Berlin: Nach dem ersten Tempolauf heftiger Muskelkater. Der zeigt sich bei mir in den Waden, weil ich Vorfußläufer bin.
Heute bin ich 33 km im Grunewald gelaufen; auf der Straße hätten meine Waden das nicht verkraftet. Den langen Lauf werd ich jetzt immer im Wald machen, damit ich meine sehnen nicht zu doll strapaziere.
Gruß,
wisel

Habe dazu auch was gelesen:

Greif ist sicher gut bekannt für super harte Trainingspläne. Nix für Anfänger also.

Aber manche Tips klingen einfach logisch, auch wenn ich nicht in der Leistungsklasse der Spitzenathleten laufe:

Z.B., dass genau das oben Beschriebene eintritt, wenn man auf Dauer zu wenig auf Asphalt läuft. Die Muskeln gewöhnen sich an den weichen Waldboden, die Sehnen natürlich auch. Wenn Du dann zu unvorbereitet länger auf Asphalt läufst, erlebst Du Dein blaues Wunder. Deine Beine haben nicht genügend "Stütze" aufgebaut und werden das eindrucksvoll zur Kenntnis geben! ;-) Aua...

Wie immer eine Frage der Gesamt-Dosis und des angestrebten Ziels: Willst Du den Marathon auf Asphalt laufen, solltest Du ausreichend daran gewöhnt sein.

Für die nicht so intensiven Einheiten "zwischendurch" gibt es aber sicher kaum etwas schöneres als im Wald laufen zu können.

Genieß es zu gegebener Zeit und suche Dir auf jeden Fall Strecken, die auch Asphalt trainieren.

Alles Gute und viel Spaß weiterhin

L.

Wer im Wald sitzt, sollte nicht so laut rufen!

Danke für die vielen

Danke für die vielen Antworten, da ich in wechselnden Schichten arbeite und die Strecke um den See in den Morgenstunden von Wildschweinen wimmelt, werde ich jetzt doch verstärkt auf Straßenbelag laufen.

Stütze vs. Dämpfung

quote: "...Deine Beine haben nicht genügend "Stütze" aufgebaut und werden das eindrucksvoll zur Kenntnis geben! ;-) Aua..."

@lachgas

ich denke genau das Gegenteil ist der Fall:
Wer regelmäßig auf Waldboden oder besser Waldwegen läuft (auf Waldboden also abseits der Wege laufen ja die wenigsten)trainiert aufgrund der vielen Unebenheiten (Steine, Grasnarbe, Löcher, Neigung) die natürliche "Stütze" des menschlichen Bewegungsapparatets deutlich mehr.

Was jedoch fehlt ist die Gewöhnung an den "harten Aufprall". Die Beine oder vielmehr die Füße mit ihren Gewölben haben nicht genügend DÄMPFUNG trainiert.

Grüße

Volker

yep!

Als ich mit dem Laufen angefangen hatte, bin ich zu schnell zu lange auf Waldwegen gelaufen, wodurch sich eine Sehne am Knöchel entzündet hat. Da sagte auch der Orthopäde zu mir: Waldboden ist prima, aber der Ausgleich der Unebenheiten muss erst mal langsam trainiert werden. Er dämpft halt nur stärker.

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