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Also bin kein Schreiberling, aber ich probier's mal...

Hatte vor drei Monaten bis auf regelmäsiges Fittnesstudio und Tae Bo noch nichts am Hut mit Schwimmen, Radfahren und Laufen. Aber ist halt nun mal so gekommen, dass eine Freundin meinte, ich könnt's bestimmt schaffen, mal einen Triathlon durchzustehen. Das war im Mai 08. Naja, und "witzig" wie ich bin, meinte ich gleich den Regensburger Triathlon (10.08.2008) mitzumachen. Natürlich nur die Sprintdistanz (0,5/22/5). Vielen Dank dafür, Andrea! ;-)

Also stürtzte ich mich anfangs eher ohne Plan in's Training. Habe natürlich ein Haufen Tips von allen Seiten bekommen, bis ich merkte, dass ich ja eigentlich zu wenig Zeit für's Training habe, gerade mal 10 Wochen. "Egal" dachte ich. Ich beisste mich durchs Training. Dreimal pro Woche Laufen, einmal Radfahren und einmal Schwimmen und zweimal Fitnesstudio mit Spezialtraining. Stimmt, da ist ja kein einziger Tag zum Erholen dabei gewesen. So kam's, wie's kommen musste: Anfang Juli bekam ich dann noch eine Grippe dazu, so dass ich 1 1/2 Wochen aussetzen musste. Danach hatte ich dabnn nur noch drei Wochen Zeit für Training. Und ich machte dann Montags immer einen Pausetag.

Und dann waren's nur noch wenige Tage zum D-Day! Also kramte ich mir bei Jogmap eine Checkliste heraus, und packte mir mein "Körbchen" zurecht. Ich war aufgeregt und unter Daueradrenalin. Ich wollte das Ding nun endlich hinter mich bringen!

Am Wettkampftag war ich viel zu früh da. Ich war, glaub ich, der 5te der sein Rad und Körbchen in die Wechselzone schob (von über 700 Teilnehmern!). Die Aufregung stieg mit jedem neuen Triathlenen, der anreiste, und seine Sachen bereitmachte.
eine halbe Stunde vor Start gab's die Wettkampfbesprechung. Alle schienen so cool und ausgelassen zu sein. Nur ich machte mir tausend Gedanken... Ich dachte nur, 1:45min kannste schaffen!!! Ist zwar nicht schnell, aber für meine Trainingszeit realistisch.

5 Min vor Start mussten wir ins Wasser. Alle paddelten wie Schieldkröten und erzeugten eine Wellengang, den ich nicht gewohnt war. Da schluckte ich gleich mal ein paar stille Wässerchen... ;-)

START: Ich sortierte mich hinten ein, um nicht überrolt zu werden. Komischerweise überholte ich dann trotzdem einen großen muskulösen Afro. Er Kraul, ich Brust! Ich kam als Drittletzter aus dem Wasser.
Beim Lauf zur Wechselzone spürte ich meine Beine nicht... Ob das daran lag, dass ich ohne Neo schwomm?
In der Wechselzone gabs nur Probleme, Ich kam kaum in mein Shirt rein. Die Schuhe konnte ich wie im Training nicht so schnell anschlüpfen, wie erwartet...und und und...

RADSTRECKE: Ich legte gut los. Gleich am Anfang gab es eine ca. 100m lange knackige Steigung mit 18 Grad. Oben angekommen hatte ich bereits 3 Fahrer überholt. Die restliche Strecke lief dann für meine Verhältnisse recht flüssig. Ich überholte dann noch knapp 20 Leute. :-)))
In der 2. Wechselzone sttieg ich vom Rad ab, und spürte auf einmal zwei 50L Fässer an meinen Beinen. "Scheiße" dachte ich mir. "Hättste den letzten Kilometer doch besser langsamer und eine höhere Trittfrequenz gefahren!"

LAUFEN: Ich wurschtelte los. Jeder Schritt schmerzte. Ich wollte nur noch kotzen. Da lief einfach was gehörig schief. Nach ca. einem km hielt ich kurz an, um meine Beine zu strechten. ein bischen spät, weil dass einige andere Triathleten bereits in der Wechselzone machten. Nach 1 Min gings dann weiter. Die Schmerzen in den Beinen gingen nun rasch weg. Aber nach weiteren 500m bekam ich Seitenstechen, dass ich dachte aufgespießt zu werden. Höllische Schmerzen! Ich wurde langsamer. Ich wurde mittlerweile wieder von ein paar Läufern überholt. Ich wurde immer langsamer. Plötzlich klopfte mir ein vorbeilaufender Läufer auf meinen Rücken und meinte "Weitermachen!". Das war für mich der notwendige "Tritt in den Hintern". Ich legte wieder los. Zwar nicht mit dem besten Tempo, aber ich versuchte meinen Rhytmus zu laufen. Unglaubliche 500m später war das Seitenstechen weg.

ZIEL: Ich näherte mich im Anfängertempo, aber gleichmäsig, dem Ziel. Ich sah die Menschen in der Ferne immer näherkommen. Kurz vor dem Ziel entdeckte ich sogar meinen Bruder mit Frau und meine Schwester. alle feuerten mich an, auch die Zuschauer. Ein unbeschreibliches Gefühl. Allein das war's schon Wert, das mal mitgemacht zu haben. Ich lief durchs Ziel und Zeitabnahme: 1:45min und 57s !!!!!
Genau meine Vorgabe!!! "WOW" dachte ich, und war überwältigt. Aber ich dachte trotzdem gleich an meine Patzer, und wo ich künftig Zeit sparen kann, und wie ich am besten mein Training weitermache, damit ich beim nächsten mal gut unter 1:30min komme...

JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA, mich hat der Virus gepackt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
:-D

Robert

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Schee!

Hattu fein macht! :) Bin stolz auf Dich (aber das weisst ja eh). Und jetzt schoen weiter trainieren und naechstes Jahr sind wir dann wie vorhin besprochen gemeinsam beim Regensburger HM und M dabei. Und vielleicht machen wir auch mal 'nen Tri zusammen (wenn es Dir gelingt, mich mit dem Virus anzustecken).

Gruesse vom Laesterschwein!
s:)

--
[Gewicht]...was bei 50km/Woche nicht verschwindet, gehört wohl zu mir dazu.
(Alex Dummer)

Schöner Bericht...

Pass nur auf, so gings bei mir auch los :-)

Viel Spaß weiterhin und noch viele schöne Tria-Erlebnisse. Glaub mir, die wirste haben ;-)

LG Sandra

Herzlichen Glückwunsch

habs Dir doch gleich gesagt, dass das ziemlich ansteckend ist mit dem Tria....:-)

Weiterhin viel Erfolg und den nächsten Tria hier in Regensburg machen wir dann zusammen. :-)

Dann aber nicht mehr die VD sondern die OD ! :-)

Fetten Knuddler vom Obercoach und dicken Gruß an Dein Schwesterlein
Andrea

"Zu gewinnen heißt das Ziel zu erreichen, das Ziel zu erreichen heißt zu gewinnen." (Julie Moss)

Jaja...

Da werde ich noch ein bischen paddeln üben müssen bis dahin. :-)
Ich wünsch dir gute Besserung. Halt die Ohren steif! LG R.

Vielleicht...

kommst mal nach Regensburg nächstes Jahr? Wir machen dann die jogmap-Staffel... ;-) LG Robert

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