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Endlich war es soweit und wir konnten zu einem Wettkampf, der unserem Ziel „Tough Guy“ wohl an nächsten kommt, starten.
Pünktlich 1,5h vor Start holten wir unsere Startnummern ab. In Startziel Bereich konnten wir auch unsere Brooks CASCADIA 3 Leihschuhe abholen. Eine Klasse Idee vom Veranstalter, denn so konnten wir unsere normalen Laufschuhe schonen und die Trail Schuhe testen.

Es nieselt leicht so wie schon den ganzen Morgen. Wir haben Glück, da eigentlich Sonne und knapp 30°C angesagt waren.

Da gerade die Führung für die Streckenposten begann, schlossen wir uns an, um schon mal zu wissen was uns erwarten würde. Es begann mit einem Wasser/Schlammloch , eine Berg aus grobem Sand, einem Berg aus feinem Sand, einem Berg aus Kies. Die Sandberge waren jeweils so um die 4m hoch. Danach ging es zu weiter zu einer Hürde aus Strohballen (ca. 3m hoch) und entlang der Badewiese zu der ersten Bachdurchquerung. Entlang des Baches ging es über unebenes Gelände zu der zweiten Bachdurchquerung. Von hier konnte man endlich ein paar hundert Meter auf ebener guter Strecke Laufen und die Runde beenden. OK das ganze sah nicht ganz einfach aus und es sind 5 Runden!

Wir machten uns für den Start fertig und reihten uns ein. Kurze Ansprachen des Veranstalter des OBs usw. gingen dem Startschuss voraus. Da eine recht überschaubare Menge an Läufern da war musste man auch gar nicht lange warten und konnte gleich los in die erste Runde.

Patschspritz - Das Wasser im Wasser/Schlammloch ist nicht mal unangenehm. Weiter zum Berg *War nicht mal schwer*. Zweiter Berg *Ist der etwa höher?* Dritter Berg *Scheiße was hat mein Puls da oben zu suchen*. Auf zum Stroh *Doch höher als gedacht*. Ich muss einen Augenblich gehen und das schon in der ersten Runde *Mist*. Ich lasse Benny schon mal vorlaufen und Quäle mich durch die zwei Bachdurchquerung und in den Startzielbereich.

Eigentlich hätte ich jetzt schon genug. Dann fällt mir aber ein das die Jungs von Brooks gesagt haben „Wer nicht finisht muss die Schuhe putzen“ das will ich nicht und außerdem „Schmerz vergeht – Aufgeben bleibt für immer“. Also ein Paar Schluck an der Versorgungsstation genommen und weiter.

Langsam geht es in die zweite Runde. Ich muss ab und zu eine Gehpause machen meinen Puls runter zu bringen. Aber ich bin noch auf der Strecke. Ende der zweiten Runde überholt mich ein Pärchen. Ich finde sie Laufen eigentlich eine angenehme Geschwindigkeit und ich beschließe mich an sie dran zu hängen.

Runde Drei. Mein Puls kommt langsam auf 180 zurück. Ich halte mich an das Pärchen. Das scheint zu helfen. Ende der vierten Runde steht Claudia an der zweiten Bachüberquerung und Fotografiert. Meine Tochter winkt mir zu. Ich gebe noch mal ein bissel Gas. Mitten in der fünften Runde lasse ich das Pärchen hinter mir *einen ganz großes Danke an euch- Ihr habt mir wirklich sehr geholfen*. Claudia steht wieder an der zweiten Bachüberquerung. Als ich in Wasser springe höre ich Leonie schreien „Lauf Papa, Schneller“. Ich raffe auf . Im Startziel Bereich steht Benny. Erst bereits durch und feuert mich ebenfalls an.

Ich muss noch ein paar hundert Meter durchhalten (durch den Wendehammer und dann ins Ziel). Ich hole tatsächlich noch jemanden ein und komme auch an ihm vorbei. Ich sehe schon das Zeile vor mir als ich „den packst du noch!“ Rufe höre. Ich drehe den Kopf und sehe wir der von eben versucht mich schnappen. Ich sprinte und komme um Haaresbreite vor Ihm in den Zielkanal. Vorne steht Claudia und Filmt. Ich bin durch!. Ich lasse mich die Knie fallen und rutsche. Vor Leonie komme ich zum stehen. Sie lacht und hält mir Blumen hin gibt mir eine Kuss.

Wir nehmen ein paar Getränke zu uns. Da wir nicht gerade sauber sind und überall Sand drin haben, springen wir in dem Baggersee und schwimmen eine kleine Runde und ziehen uns um.

Es folgt die Siegerehrung die Vergabe der Urkunden. Benny kommt mit einer Zeit von 00:55:10 auf Platz 24. Ich habe 01:03:32 und somit Platz 45. Das bisher härteste Rennen ist geschafft. Es war so komplett anders. Und es macht mich mächtig gespannt auf England!!

Anschließend sind wir noch zu mir gefahren. Haben ein bisschen gegrillt, Bier getrunken und uns erholt.

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